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Wasserschaden in der Wohnung: So kommst du aus der Nummer raus

Du bist gerade aufgewacht und gehst schlaftrunken Richtung Badezimmer und fragst dich, was da so nass an deinen Füßen ist. Wenn du Pech hast, ist es nicht nur ein böser Traum, sondern der Wasserschaden in deinem Bad hat sich bereits in deiner Wohnung ausgebreitet. Ob ausgelaufene Waschmaschine oder Rohrbruch: Ein Wasserschaden kann schneller auftreten als du denkst. Sind deine Pläne für den Tag erstmal buchstäblich ins Wasser gefallen, geht der Ärger danach erst richtig los. Woher kommt das ganze Wasser und wer bezahlt die zerstörten Möbel? Wir zeigen dir, was du im Ernstfall tun musst.

Wasserschaden – 7 Tipps auf die du achten solltest

Wie bei jedem anderen unglücklichen Ereignis kommt es auch bei einem Wasserschaden auf Schnelligkeit an. Wasser ist zwar lebensnotwendig, hat aber auch eine zerstörerische Kraft, die du nicht unterschätzen solltest. Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen und deine Wohnung steht unter Wasser, fragst du dich sicher: „Wie komme ich bloß wieder aus der Nummer raus?“ Wenn du einen Wasserschaden bemerkst, bist du verpflichtet den Schaden umgehend einzugrenzen. Zum Beispiel, falls möglich, den Hauptwasserhahn zuzudrehen. Dann ist der erste Schritt Richtung Problemlösung bereits getan. Wir haben die wichtigsten Punkte für dich zusammengefasst:

  • Wasserhähne und -leitungen schließen, Haupthahn schließen (falls du noch nicht weißt wo sich dein Haupthahn befindet, frag am besten zeitnah bei deinem Vermieter nach)
  • Stromzufuhr unterbrechen, Sicherungsautomaten ausschalten
  • Wasser beseitigen, so gut es geht
  • Hausrat sichern, rette so viele Dinge wie möglich vor dem Wasser
  • Informiere den Mieter unter deiner Wohnung über deinen Wasserschaden
  • Dokumentation: Mache Fotos vom aktuellen Schaden
  • Lüften und ggf. Heizen
  • VGH-Hausratversicherung kontaktieren und den Schaden melden
  • Vermieter, Verwalter, Hausmeister verständigen
  • Ggf. Mietminderung in Anspruch nehmen

Erste-Hilfe-Tipp

Wasser abdrehen, Strom abschalten und das Wasser schnell beseitigen, um die Folgeschäden möglichst klein zu halten.

Häufige Ursachen für einen Wasserschaden

Eine Million Wasserschäden pro Jahr werden den deutschen Versicherern gemeldet. Das heißt, jeden Deutschen erwischt es einmal in 15 Jahren. Laut GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.) kommt es alle 30 Sekunden in Deutschland zu einem Wasserrohrbruch. Es ist also gar nicht so unwahrscheinlich, wenn es auch dich mal erwischt. Aber nicht immer ist ein Rohrbruch Grund für einen Wasserschaden. Die Ursachen für einen Wasserschaden sind ebenso vielfältig wie das mögliche Schadensausmaß in deiner Wohnung. Außerdem kann ein Wasserschaden plötzlich oder schleichend auftreten. Wie du vielleicht schon bemerkst hast, ein Wasserschaden ist unberechenbar und macht dir häufig einen Strich durch die Rechnung. Denn hat sich das Wasser erst einmal in deiner Wohnung ausgebreitet, hast du einiges zu tun, um den Schaden wieder zu beseitigen. Hier erfährst du, welche Ursachen für einen Wasserschaden verantwortlich sein können:

  • Rohrbrüche / eine defekte Wasserleitung
  • defekte technische Geräte, zum Beispiel eine Waschmaschine, die ausläuft
  • Menschliche Fehler: wie übergelaufene Badewanne
  • hohe Niederschläge (Starkregen)
  • ein verstopftes Abflussrohr
  • Hochwasser
  • Starkregen
  • Folgeschäden (zum Beispiel kaputtes Dach und es regnet rein)

TIPP

Beseitige nicht die beschädigten Einrichtungsgegenstände! Du benötigst sie für die Dokumentation des Schadens sowie die Ermittlung der Schadenshöhe durch einen Gutachter deiner Versicherung.

So vermeidest du einen Wasserschaden

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Um einen Wasserschaden vorzubeugen, hilft oft ein achtsamer Umgang mit den alltäglichen Dingen. Damit in Zukunft nichts schief geht, haben wir 5 Tipps für dich, wie du einen Wasserschaden vermeidest:

  • Regelmäßige Kontrolle von Wasserleitungen, sowie Geräten mit Wasseranschluss.
  • Aquastop bei Wasch- und Geschirrspülmaschine.
  • Wäsche waschen, nur wenn du zu Hause bist.
  • Abflüsse in Bad und Küche säubern (Rohrfrei-Mittel).
  • Volle Badewanne niemals unbeaufsichtigt lassen.

Wer kommt für den Wasserschaden auf?

Wer bezahlt dir denn nun dein zerstörtes Hab und Gut? Das ist eine berechtigte Frage, für die vorab einige Dinge zu klären sind. Ein Wasserschaden liegt klassischerweise für deine Hausratversicherung vor, wenn Leitungswasser „bestimmungswidrig“ austritt und dadurch einen Schaden verursacht. Bestimmungswidrig heißt in diesem Fall, dass zum Beispiel das Wasser deiner Badewanne nicht in den Abfluss läuft, sondern sich in der Wohnung verbreitet. Auch ist es wichtig zu unterscheiden, ob es sich bei dem Leitungswasser um eigenes handelt oder um das Wasser aus der Wohnung der Nachbarn. Du merkst: Wasserschaden ist nicht gleich Wasserschaden. Es gibt eine Faustregel, an die du dich halten kannst: Alles, was aus deinem Haus oder deiner Wohnung herausfallen kann, wenn du es auf den Kopf stellst, ist über deine Hausratversicherung abgedeckt. Zum Hausrat gehört demzufolge alles, was beweglich ist. Das Haus oder die Wohnung selber ist über die Wohngebäudeversicherung geschützt. Welche Versicherung für dich die richtige ist, klärst du am besten direkt mit deinem VGH Berater vor Ort. Er berät dich gerne.

Klempner repariert ein Rohr
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Wasserschaden im Haushalt

Mit der VGH Hausratversicherung bist du stets auf der sicheren Seite. Ob Wasserschaden, Wohnungsbrand oder Einbruch, mit einer Hausratversicherung bist du im Schadensfall gut abgesichert (falls du nicht über deine Eltern mitversichert bist). Mehr Infos dazu findest du hier. Du kommst aus Bremen oder Bremerhaven? Hier findest du die Infos der ÖVB.

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