Autopanne: Warndreieck am Straßenrand. In der Ferne ein liegengebliebenes Auto in ländlicher Gegend

Autopanne oder Auto springt nicht an: 5 Erste-Hilfe-Tipps

Du machst einen Städtetrip und hast unterwegs eine Autopanne. Oder du freust dich auf dein Festival-Wochenende, aber dein Auto springt gar nicht erst an. Erst mal ein Horrorszenario – aber keine Panik! Mit diesen praktischen Tipps, Gadgets und Apps bist du bald wieder on the road.

Das erfährst Du in diesem Artikel

1. Autopanne unterwegs: So verhältst du dich richtig

Wenn du mit deinem Wagen unterwegs stehen bleibst, ist die Ursache im ersten Moment erst einmal egal. Wichtig ist, dass du dich richtig verhältst, um weder dich selbst, deine Mitfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

Auto und Insassen absichern

Schalte bei einem Autoschaden zunächst immer den Warnblinker an, damit andere Autofahrer auf dich aufmerksam werden und zum Beispiel mehr Abstand einhalten. Falls du noch ein Stück weiterfahren kannst, versuchst du am besten, den nächsten Parkplatz oder eine Nothaltebucht zu erreichen. Das ist sicherer, als direkt an der Autobahn oder Bundesstraße stehen zu bleiben. Oft hast du aber keine Wahl: Wenn ein Reifen platzt oder der Motor qualmt, musst du sofort anhalten. Du wechselst auf den Standstreifen oder fährst so weit wie möglich an den Fahrbahnrand und schlägst das Lenkrad nach rechts ein. Dadurch zeigen die Reifen von der Straße weg, sodass dein Auto nicht in den Verkehr geschoben wird, sollte jemand auffahren. Auch wenn du meinst, dass in der niedersächsischen Pampa ohnehin niemand vorbeikommt: Zieh deine Warnweste an und steig über die Beifahrerseite aus. Wenn du noch andere Leute an Bord hast, sollten auch sie eine Warnweste bekommen und auf der sicheren Seite aussteigen. So ausgestorben, wie böse Zungen es gelegentlich behaupten, ist es auf Niedersachsens Straßen nämlich gar nicht. Dein Warndreieck stellst du mindestens 150 Meter von deinem Auto entfernt am Fahrbahnrand auf. Auf der Autobahn bist du am sichersten hinter der Leitplanke aufgehoben.

Autopanne selbst beheben oder Pannenhilfe rufen

Auf einem Parkplatz oder einer wenig befahrenen Bundesstraße kannst du einen einfachen Schaden am Auto unter Umständen selbst beheben. Ein platter Reifen lässt sich zum Beispiel selbst wechseln – wenn du oder deine Mitfahrer wissen, wie es geht. Aber Sicherheit geht vor: Geh lieber kein Risiko ein und ruf die Pannenhilfe, wenn du dir unsicher bist. Auch an gefährlichen und unübersichtlichen Stellen solltest du dich nicht selbst am Fahrzeug zu schaffen machen. Ist dein Wagen bei der VGH im Tarif AutoPlus versichert, besitzt du automatisch einen Auto-Schutzbrief, der dir rund um die Uhr kostenlose Hilfe bei einer Autopanne garantiert. Die Hotline erreichst du unter 0800 1750 1750.

2. Der Tank ist leer

Du lauscht gedankenversunken der Musik deiner Playlist oder einem Hörspiel und konzentrierst dich auf die Straße und den Verkehr. Da kann es schon mal vorkommen, dass du das Warnlicht der Tankanzeige übersiehst und plötzlich mit leerem Tank dastehst. Also was tun, wenn du keinen gefüllten Reservekanister dabei hast?

Bleibst du auf der Autobahn liegen, solltest du einen Pannendienst oder einen mobilen Werkstattservice kontaktieren, der dich abschleppen oder mit einem gefüllten Reservekanister aushelfen kann. Das Halten auf der Autobahn aus Eigenverschulden kann von der Polizei allerdings mit einem Bußgeld bestraft werden. Beachte: Auch wenn der Tank wieder befüllt ist, musst du unter Umständen mehrmals die Zündung deines Wagens betätigen, ehe er anspringt. Denn das Kraftstoffsystem muss sich zunächst eigenständig entlüften.

Bleibt dein Wagen in der Stadt liegen, kannst du auf fremde Hilfe verzichten und dich mit einem Taxi oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zu einer Tankstelle fahren lassen. Dort gibt es Reservekanister zu kaufen, falls du selbst keinen hast.

Junges Paar am stehenden Auto in der Pampa
Vergiss nicht, dein Auto mit Kraftstoff zu versorgen.

3. Die Batterie ist zu schwach

Wenn der Anlasser einfach nicht in Gang kommt, ist oft eine zu schwache Batterie schuld. Das passiert besonders häufig im Winter, aber zum Beispiel auch, wenn du aus Versehen das Licht oder das Radio angelassen hast. Die beste Lösung: Sich Starthilfe geben lassen. Hast du einen Auto-Schutzbrief oder bist du Mitglied in einem Automobilclub, wird dir kostenlos geholfen. Der Pannendienst kommt zu deiner Rettung angerollt.

Alternativ kannst du auch Nachbarn oder Bekannte fragen, die ein Auto um die Ecke geparkt haben. Mithilfe eines Starthilfekabels könnt ihr die beiden Fahrzeuge überbrücken. Dafür sollten sich die Autos mit geöffneter Motorhaube und ausgeschaltetem Motor gegenüberstehen. Wenn das nicht möglich ist, stellt ihr das zweite Auto so nah wie möglich neben deinem ab. Dann klemmst du die jeweils eine Zange des roten Kabels an den Pluspol deiner Batterie und den Pluspol der Batterie des helfenden Autos. Eine schwarze Zange kommt an den Minuspol des Stromspenderautos, das andere Ende des schwarzen Kabels befestigst du in deinem Motorraum an einem metallischen Gegenstand – nicht dem Minuspol der Batterie. Dann startet ihr zunächst das Spenderauto und versucht im Anschluss, deinen Wagen zum Anspringen zu bewegen. Steck nicht gleich den Kopf in den Sand, wenn es beim ersten Mal nicht klappt: Manchmal sind mehrere Versuche nötig, bis der Start gelingt. Um die Batterie wieder aufzuladen, solltest du dann mindestens eine halbe Stunde fahren, ohne den Motor zwischendurch abzustellen.

Falls kein Überbrückungskabel vorhanden ist, gibt es noch eine andere Möglichkeit, den Wagen zum Anspringen zu bringen – sofern es sich um einen Benziner mit Schaltgetriebe handelt: Suche dir zwei bis drei Leute, die deinen Wagen kurz anschieben, möglichst auf gerader Strecke oder leichtem Gefälle. Setze dich auf den Fahrersitz und drehe die Zündung eine Stufe weiter, sodass die Elektrik eingeschaltet wird. Lege den zweiten Gang ein und tritt die Kupplung. Jetzt kannst du das Kommando zum Anschieben geben. Sobald etwa 10 km/h erreicht sind, lasse die Kupplung langsam kommen und gib etwas Gas. Durch den Schwung sollte der Motor deines Wagens in Fahrt kommen.

Übrigens

Du schonst die Batterie, indem du auf Kurzstrecken verzichtest und Stromfresser wie die Heckscheibenheizung während der Fahrt sparsam einsetzt. Schwächelt deine Batterie häufiger, schalte Radio, Scheibenwischer & Co. aus, bevor du den Motor ausstellst. So steht deinem Wagen beim nächsten Startversuch mehr Energie fürs Wesentliche zur Verfügung: das Anlassen des Motors.

Mobile Starthilfe mit Powerbank

Kein Auto zur Überbrückung in Sicht? Hier stellt Gadget-Rausch einen kleinen aber starken Starthelfer vor. Die praktische Powerbank passt in jedes Handschuhfach und soll laut Hersteller deine Autobatterie für rund 15 Startvorgänge mit ausreichend Strom versorgen. Der Auto-Starthilfe-Akku kostet rund 70 Euro inklusive Überbrückungskabel und eingebauter LED Lampe.

4. Kabelprobleme und Marderschaden

Vielleicht ist auch ein Kabel defekt oder du hast dir einen Marderschaden eingefangen. Wenn so ein kleines Tier dein Zündkabel zerbissen hat, springt das Auto nicht an. In der Regel musst du einen Profi ranlassen, damit du wieder mobil bist. Sogenannte Marderschrecks können hier Abhilfe schaffen. Ein Ultraschall-Marderschreck sendet beispielsweise ein für das Tier lautes und unangenehmes akustisches Signal aus und hält es so vom Auto fern. Wir können das Geräusch glücklicherweise nicht hören. Die meisten Ultraschall-Marderschrecks bringst du am Gartenzaun oder am Carport an, eben in Nähe deines Autos.

Gut zu wissen

Die Teil- oder Vollkaskoversicherung übernimmt die Kosten, wenn du einen Marderschaden hast.

5. Technische Probleme

Hast du genug Benzin im Tank und die Batterie ist auch noch frisch, aber der Wagen streikt trotzdem? Dann sind vermutlich andere technische Probleme verantwortlich. Unter Umständen ist auch das Zündschloss oder der Anlasser defekt. Oder es gibt ein Problem mit der Elektrik. In der Regel musst du in solchen Fällen einen Profi ranlassen, damit du wieder mobil bist.

Das Smartphone als Werkstatt, Fahrlehrer und Pannenhelfer

Manchmal kannst du dir den Weg in die Werkstatt sparen. Diverse Apps und Smartcar-Gadgets, wie zum Beispiel „Pace“ vom gleichnamigen Start-Up, erkennen Fehlercodes deines Autos, analysieren diese und sagen dir, was zu tun ist. Besonders praktisch: „Pace“ analysiert auch deinen Fahrstil und gibt Tipps, wie du spritsparender und effizienter fahren kannst. Auch der Tankstellenfinder kann sich in der Pampa als praktisch erweisen. Solltest du eine ernste Autopanne oder einen Unfall haben, kann „Pace“ einen automatischen Notruf absenden. Für Kunden der VGH Versicherungen gibt es sogar eine separate App: VGH-Automobil. Hier kannst du im Notfall deinen Schaden direkt melden, den Notruf oder die Pannenhilfe anrufen oder dein Bußgeld berechnen. Cooles Extra: Falls du mal in der Innenstadt ein Parkticket ziehen musst, kann dich die App daran erinnern, wenn das Ticket abläuft.

Autopanne: Warndreieck am Straßenrand. In der Ferne ein liegengebliebenes Auto in ländlicher Gegend

Auto-Schutzbrief

Auf der sicheren Seite: Bei der Kfz-Versicherung gibt es zusätzlich einen Auto-Schutzbrief, der Pannen- und Unfallhilfe bietet. Wenn dein Auto unterwegs liegen bleibt oder du einen Unfall hast, übernimmt die Versicherung zum Beispiel die Kosten für das Abschleppen und die Reparatur.

Hier findest du weitere Infos zum Kfz-Versicherungsangebot der VGH und ÖVB (für alle aus Bremen und Bremerhaven).

Ein Angebot der
VGH ÖVB

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