Relaxen im Grünen: Waldbaden in Niedersachsen und weitere Freizeittrends

Der weiche Boden unter den Füßen gibt nach. Äste knacken mit jedem Schritt, den du tiefer in den Wald gehst. Tiefer hinein ins satte Grün, wo die Luft so klar schmeckt, wo es so frisch nach Tannennadeln und Moos duftet. Ein Spaziergang durch den Wald sorgt für geistige Entspannung und aktiviert deinen Körper. Nutze deine Freizeit mal zum Waldbaden in Niedersachsen oder um Pilze zu sammeln – wir versprechen, es wird dir guttun.

Das erfährst Du in diesem Artikel

Warum der Wald so gut tut

Raus aus dem Großstadtdschungel, hinein in den Wald. Freie Zeit inmitten von Bäumen zu verbringen ist wieder cool. Gelegenheiten gibt es genug: Deutschland ist zu einem Drittel mit Wald bedeckt, zählt zu den waldreichsten Ländern Europas. In Niedersachsen machen Wälder 25 Prozent der Landesfläche aus.

Zahlreiche Studien beschäftigen sich mit dem positiven Nutzen der Natur: Der Stress sinkt, das Immunsystem wird gestärkt und die sonst nur ans Display gewöhnten Augen entlastet. Nach einem Aufenthalt im Wald fühlst du dich besser. Damit der Wald seine Wirkung entfalten kann, solltest du die Zeit bewusst genießen. Wir haben einige Anregungen, wie du zwischen Kiefern, Buchen und Fichten auf andere Gedanken kommst.

Eintauchen und runterkommen: Waldbaden in Niedersachsen

Tauche ein, kontrolliere deine Atmung und ziehe deine Bahnen, bis du den Alltag und die Probleme vergisst. Wir reden nicht vom Schwimmen, sondern vom Waldbaden. Waldbaden ist eine japanische Tradition: „Shinrin-yoku“ ist dort seit Jahren Teil der Gesundheitsvorsorge, seit 2012 gibt es an japanischen Universitäten „Waldmedizin“ als eigenen Forschungszweig.

Kur- und Heilwald in Deutschland

Auf Usedom, knapp 500 Kilometer von Hannover entfernt, gibt es einen sogenannten Kur- und Heilwald. Speziell ausgebildete Waldtherapeuten behandeln dort unter anderem Bronchitispatienten und Personen mit psychosomatischen Krankheiten.

Waldbaden in Niedersachsen kannst du unweit von Hannovers Innenstadt auf eigene Faust ausprobieren. Zum Beispiel im acht Kilometer entfernten Mecklenheider Forst zwischen Vinnhorst und Schulenburg. Das Waldbaden geht so:

  • gemächlich schlendern
  • Pausen machen und innehalten, auf die Atmung achten
  • den Wald mit allen Sinnen erleben
  • Rinde, Blätter und Steine mit den Fingern spüren; fühlen, wie es ist, über Baumstämme zu balancieren und über Bäche zu hüpfen
  • sich selbst zurücknehmen und das Alleinsein genießen

Du wirst dich im Anschluss garantiert erholter fühlen. Probleme erscheinen kleiner, und du wirst im Wald viele spannende Dinge entdecken, die dir vorher nie aufgefallen sind. Probier’s aus!

Einfach mal durchatmen.

Pilze sammeln und den Wald von einer anderen Seite kennenlernen

Pilze sammeln – machen das nicht nur Rentner? Ist das nicht gefährlich, es könnte doch ein giftiges Exemplar dabei sein? Und gibt es in Deutschland überhaupt noch genug Pilze? Vorbehalte sind da, aber Pilze zu sammeln ist wirklich eine gute Sache. Du bist an der frischen Waldluft unterwegs, lernst wie beim Waldbaden Niedersachsens Wälder von einer anderen Seite kennen und bringst im besten Fall eine leckere Mahlzeit mit nach Hause.

Bevor du drauflosstiefelst, um Pilze zu sammeln, ist etwas Vorbereitung sinnvoll. Die besten Chancen auf eine gute Ausbeute hast du im Spätsommer und Herbst. Nimm ein scharfes Messer, einen Korb oder luftdurchlässigen Beutel und ein Pilzbestimmungsbuch oder eine entsprechende App mit. Die Verwechslungsgefahr bei Pilzen ist relativ groß: Ein Drittel der Pilzarten ist giftig und sollte auf keinen Fall verzehrt werden.

Am besten unternimmst du deine ersten Streifzüge zusammen mit einem erfahrenen Pilzsammler. Bei einer in vielen Regionen angebotenen Pilzwanderung lernst du mehr über die verschiedenen Pilzarten und ihre bevorzugten Standorte kennen. Du darfst nur Pilze für den Eigenbedarf sammeln und nicht in Naturschutzgebieten suchen.

Pilze sammeln mit einem Profi

Bei der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e. V. (DGfM) gibt es zahlreiche Pilzsachverständige, sogenannte PSV. Ein PSV in deiner Nähe nimmt dein Sammelgut genauer unter die Lupe und berät dich persönlich. Viele Pilzsachverständige bieten auf Anfrage auch Pilzlehrwanderungen an.

Moderne Schnitzeljagd: Geocaching im Wald

Beim Geocaching begibst du dich auf Schatzsuche. Die GPS-Koordinaten, die die Position des Caches angeben, findest du im Internet. Du öffnest zum Beispiel auf der Webseite opencaching.de eine Karte und wählst einen Geocache in deiner Region aus. Geocacher unterscheiden verschiedene Schwierigkeitsgrade: „Traditionals“ bestehen aus nur einer Station, bei den „Multis“ musst du Hinweise auf die jeweils nächste Position finden.

Mit einem GPS-tauglichen Mobilgerät machst du dich auf den Weg, dein Smartphone mit einer entsprechenden App reicht dafür. Profi-Geocacher verwenden GPS-Empfänger, die speziell für den Outdoor-Bereich konzipiert sind und genauer orten.

Beim Geocaching gilt: Der Weg ist das Ziel. Auf der Suche nach dem kleinen Behälter, in dem sich ein Logbuch und manchmal ein kleines Andenken befinden, durchstreifst du unbekannte Gebiete. Im Wald ist die Schatzsuche besonders spannend: Die Schatzkisten können sich auf Bäumen, in Höhlen oder unter Gehölz befinden – du musst die Augen offenhalten. Hast du den Cache gefunden, trägst du dich ins Logbuch ein und ersetzt den kleinen Schatz durch ein gleichwertiges Geschenk an den nächsten Schatzsucher.

Auch wenn es aufregend erscheint: Begib dich nicht nachts mit Taschenlampe auf die Suche, das würde nachtaktive Tiere stören.

Höhenflug: Im Kletterwald erklimmt dein Mut ein neues Level

Dir ist Waldbaden zu langweilig? Dann fahre zum nächsten Kletterwald und verpasse dir den ultimativen Adrenalinkick. So klein Bäume von unten aussehen mögen – betrittst du zum ersten Mal die Plattformen und Wege in bis zu 15 Metern Höhe, kommst du dir selbst ganz klein vor. Wenn dich lediglich eine wackelige Hängebrücke vom Waldboden trennt oder du an einem Seil befestigt zum nächsten Baum rutschen sollst, musst du über dich hinauswachsen. Es gibt eine Vielzahl an Kletterwäldern in Niedersachsen – bestimmt auch in deiner Nähe.

Plogging statt Jogging

Halte dich und den Wald fit: Sammle Müll und tue etwas Gutes für die Umwelt. Nimm bei deiner nächsten Joggingrunde durch den Wald einen Beutel mit und halte die Augen offen: Sammle herumliegenden Müll ein und entsorge ihn anschließend – Plogging statt nur Jogging.

Der Plogging-Trend kommt aus Schweden, das Kunstwort setzt sich aus „Jogging“ und dem schwedischen Begriff „plocka“ für „aufsammeln“ zusammen. Du bist kein Jogger? Kein Problem, du kannst Plogging auch im gemütlichen Spaziertempo absolvieren!

Unfallversicherung: Sicher über Stock und Stein

Hier eine Wurzel, da ein versteckter Baumstumpf – ein Unfall passiert schneller, als du denkst. Gut, wenn du da die private Unfallversicherung der VGH hast, die dich vor den finanziellen Folgen einer schweren Verletzung bewahrt und dir hilft, schnellstmöglich wieder auf die Beine und in den Wald zu kommen.

Du kommst aus Bremen oder Bremerhaven? Hier findest du alle Infos zur privaten Unfallversicherung der ÖVB.

Ein Angebot der
VGH ÖVB

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