WG oder eigene Wohnung: Junge Wohngemeinschaft sitzt am Küchentisch und unterhält sich

Von zuhause ausziehen: WG oder die erste eigene Wohnung?

Es wird der bisher größte Sprung deines Lebens: Du wirst von zuhause ausziehen! Gründe gibt es eine ganze Menge: Die Schule ist abgehakt, die Ausbildung geschafft, das Studium steht bevor oder deine Eltern gehen dir nur noch auf die Nerven. Jetzt steht dir ganz Niedersachsen offen. Damit du eine Punktlandung hinlegst, musst du nur noch eine wichtige Frage klären: WG oder eigene Wohnung? Welche Lösung die bessere ist, hängt allein von dir ab. Beide Varianten haben ihre Vorteile und Nachteile. Mehr dazu – jetzt!

Das erfährst Du in diesem Artikel

Welcher Wohntyp bist du?

Solange du die Füße unter unseren Tisch stellst …! Diesen Spruch deiner Eltern brauchst du dir bald nicht mehr anzuhören. Klare Ansagen gibt es allerdings auch in einer Wohngemeinschaft. Das solltest du wissen. Ohne WG-Regeln würde das gesellige Beisammensein oft im Chaos enden. Das Motto heißt: Leben und leben lassen. Wenn das auch deine Einstellung ist, dann bist du bestimmt ein guter Mitbewohner. Brauchst du oft deine Ruhe, sieht das schon anders aus. Es kommt also auf dich an, ob du in einer WG oder der ersten eigenen Wohnung besser aufgehoben bist. Wäge das Für und Wider beider Wohnformen genau ab. Ideal ist es, wenn du jede Variante für kurze Zeit antesten kannst.

Das spricht für die WG – und das nicht

Einsame Abende findest du uncool? Dann dürfte eine Wohngemeinschaft genau dein Ding sein. Ein Plausch mit einem WG-Mitbewohner ist immer drin. Aber das allein ist natürlich noch kein Grund, mit anderen unter ein gemeinsames Dach zu ziehen.

Die Vorteile einer WG

  • In gleichgesinnter Gesellschaft fällt der Start in dein neues Leben leichter. Du findest jederzeit Anschluss und lernst viele neue Leute kennen. Vielleicht sogar Freunde fürs Leben.
  • Geteilter Wohnraum heißt auch geteilte Kosten. Beispiele: Die Miete, der Internetanschluss, die Hausratversicherung und gemeinsame Möbel werden günstiger. So hast du mehr Geld für Kino oder Club übrig.
  • Studierst du, dann können dir erfahrene Mitbewohner quasi auf dem kurzen Dienstweg wertvolle Tipps geben, Nachhilfe inklusive.
  • Nebenbei arbeitest du an wichtigen Softskills und stärkst deine soziale Kompetenz. Wer kompromissbereit ist, sich einem Team anpasst und Gelassenheit lernt, hat bessere Chancen im Job. Dafür ist eine WG eine optimale Vorbereitung.

Die Nachteile einer WG

  • Als ordentlicher und pflichtbewusster Mensch wirst du in einer Wohngemeinschaft kaum Probleme bekommen. Hapert es damit aber, können dir Putzpläne, morgendliche Benutzungszeiten fürs Bad und ähnliche Regelungen schnell auf den Geist gehen.
  • Jede WG fordert von ihren Bewohnern, Rücksicht aufeinander zu nehmen. Tag und Nacht. Das ist nichts für Menschen, die zum Beispiel lautstark ihre Vorlieben (Musik oder Filme) ausleben. Umgekehrt leiden Lärmempfindliche gegebenenfalls unter dem Krach ihrer Mitbewohner.
  • Wer hat meinen letzten Pudding aus dem Kühlschrank geklaut? Wer Angst um sein Essen hat, der muss in einer WG schon mal mit Mundraub klarkommen.
  • Privatsphäre ist in einer WG ein kostbares Gut, weil es nicht selbstverständlich ist. Störungen und Unruhe durch Mitbewohner können jederzeit auftreten.

Das richtige WG-Zimmer finden

Trotz Internet und Social Media lohnt sich immer ein Blick in die entsprechenden Anzeigen der lokalen Zeitung. Dort tauchen oft Angebote auf, die nicht im Netz stehen. Sinnvoll ist es außerdem, eigene Annoncen zu schalten. Aber natürlich helfen dir auch spezialisierte Online-Portale wie wg-gesucht.de oder wg-cast.de weiter. Außerdem haben viele Unis Wohnungsbörsen eingerichtet. Grundsätzlich gilt: Wer ein WG-Zimmer sucht, sollte sich frühzeitig darum kümmern. Für (angehende) Studenten ist die Zeit während des laufenden Semesters empfehlenswert.

Die erste eigene Wohnung – dein Ding oder nicht?

Von zuhause ausziehen, um dann wieder eine Wohnung mit anderen zu teilen? Wenn du darauf keinen Bock hast, dann brauchst du ein Domizil ganz allein für dich. Dort stört dich nichts und niemand. Und das eigene Reich hat noch andere Vorzüge. Aber es spricht auch einiges dagegen.

Die Vorteile der eigenen Wohnung

  • Als überzeugter Einzelkämpfer schlägst du dich problemlos allein durchs Leben und brauchst keine permanente Gesellschaft. Und wenn du doch mal Kontakt suchst, dann verabredest du dich einfach – und zwar mit wem und wann es dir passt.
  • Während der Ausbildung kannst du dich viel besser konzentrieren, wenn du ungestört bist. Hausarbeiten und Prüfungen bereitest du in aller Ruhe vor.
  • Willst du mal deine Lieblingsmusik hören, nörgelt keiner rum und pocht auf mehr Rücksicht. Überhaupt gibt es keinen Streit mit anderen WG-lern.
  • Du bist dein eigener Herr. Weder Putzpläne, Einkaufslisten noch sonstige Gängelungen schränken deine junge Freiheit ein.
  • Alles im Kühlschrank gehört allein dir. Du musst nichts teilen und dir nimmt niemand etwas weg.
WG oder eigene Wohnung: Junge Frau packt Kartons in eigener Wohnung aus
In deiner eigenen Wohnung hast nur du das Sagen.

Die Nachteile der eigenen Wohnung

  • Das wohl größte Problem: Der Traum von den eigenen vier Wänden kostet meistens mehr als ein WG-Zimmer. Bist du Student und stecken dir deine Eltern kein Geld zu oder erhältst du auch sonst keine ausreichende Unterstützung (BAföG, Stipendium), dann musst du eventuell für die Miete jobben. Das zwackt wertvolle Zeit fürs Pauken ab.
  • Gibt es Ärger mit Vermieter oder Versorgern, stehst du alleine davor.
  • Jeder hat mal ein Stimmungstief. In der eigenen Wohnung bringt dich keiner auf andere Gedanken oder heitert dich auf. Da könnte dir schon mal die Decke auf den Kopf fallen.
  • Ziehst du eines Tages aus, dann bleiben – je nach Mietvertragsklausel –Ausbesserungsarbeiten an dir hängen.

Die erste eigene Wohnung finden

Wer es sich leisten kann, beauftragt einen Makler. Günstiger ist es, auf eigene Faust nach einer Wohnung zu suchen. Neben (eigenen) Anzeigen in der örtlichen Presse bieten sich Online-Plattformen dafür an. Zu den bekanntesten zählen Immonet.de, Immobilienscout24.de und studenten-wg.de. Der frühe Vogel fängt den Wurm: Wer sich zügig um eine Wohnung kümmert, hat mehr Auswahl. Kommt es zur Wohnungsbesichtigung, werden in der Regel eine Schufa-Auskunft, Einkommensnachweise und/oder eine Bürgschaft deiner Eltern erwartet.

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Damit in deinen vier Wänden die Welt in Ordnung bleibt

Egal ob WG oder eigene Wohnung – eine Hausratversicherung schützt dein Hab und Gut. Sollte zum Beispiel ein Feuer ausbrechen, ein Wasserschaden deine Möbel ruinieren oder ein Einbrecher sich an deinen Sachen vergreifen, mit der Hausratversicherung der VGH bist du finanziell abgesichert (falls du nicht über deine Eltern versichert bist). Du kommst aus Bremen oder Bremerhaven? Alle Infos zur Hausratversicherung der ÖVB findest du hier.

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