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Versicherungen für Familien: Gut abgesichert mit Nachwuchs

Eine Familiengründung stellt das ganze Leben auf den Kopf: Ein Baby braucht jede Menge Aufmerksamkeit und lässt oft die Nacht zum Tag werden. Die Prioritäten verändern sich und viele junge Eltern sehen die Welt plötzlich mit anderen Augen. Aber nicht nur im Alltag ist für junge Familien vieles neu: Auch beim Versicherungsschutz gibt es einiges zu beachten, wenn du eine Familie gründest.

Krankenversicherung: Familienversichert oder nicht?

Natürlich brauchen Babys von Anfang an den Schutz durch eine Krankenversicherung. Am einfachsten bekommen sie den, wenn die Eltern fest angestellt und so in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Dann ist das Kind ohne zusätzliche Kosten Teil der Familienversicherung. Auch der Ehepartner kann unter bestimmten Bedingungen mitversichert werden. Er darf zum Beispiel nur geringfügig beschäftigt sein, also maximal 450 Euro im Monat verdienen, und kann nicht hauptberuflich selbstständig sein. Kinder sind grundsätzlich bis zum 18. Lebensjahr familienversichert – und bis 25, wenn sie sich in Ausbildung befinden. Du musst die Familienversicherung bei deiner Krankenkasse beantragen. Wenn beide Eltern gesetzlich versichert sind, kann das Kind sowohl bei der Mutter als auch beim Vater mitversichert werden.

Ist dagegen ein Elternteil oder beide privat krankenversichert, wird es etwas komplizierter. In dem Fall lässt du dich am besten von deiner Versicherung beraten. Entscheidend ist die genaue berufliche und finanzielle Situation deiner Familie.

Für den Ernstfall abgesichert mit einer Risikolebensversicherung

Wenn ein Elternteil stirbt, bedeutet das einen schrecklichen Einschnitt für die Familie. Neben dem emotionalen Verlust drohen auch schwere finanzielle Folgen: Wenn der Hauptverdiener stirbt, ist die wirtschaftliche Existenz der Hinterbliebenen bedroht. Da Alleinerziehende ohnehin besonders armutsgefährdet sind, ist es auch bei Paaren mit etwa gleichem Einkommen sinnvoll die Familie für solche Fälle abzusichern. Dafür gibt es die Risikolebensversicherung. Deine Lieben sind versorgt, falls dir etwas zustoßen sollte. Sie erhalten eine festgelegte Geldsumme – zum Beispiel für die Ausbildung der Kinder oder um den Kredit fürs Eigenheim abzubezahlen. Die monatlichen Beiträge sind vergleichsweise niedrig, der Schutz macht aber im Ernstfall einen großen Unterschied.

Berufsunfähigkeit als Risiko: Eltern können vorsorgen

Auch wenn nicht gleich der schlimmste mögliche Fall eintritt: Eine Berufsunfähigkeit kann ebenfalls ein großes Problem für die Familie sein. Dabei kannst du aus körperlichen oder psychischen Gründen deinen Beruf nicht mehr ausüben – ein komplettes Einkommen fällt weg. Die staatlichen Leistungen sind in so einem Fall sehr gering bis gar nicht vorhanden. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sorgst du vor: Falls du berufsunfähig wirst, erhältst du eine monatliche Rente. Die finanzielle Situation wird dadurch deutlich leichter für dich und deine Familie. Ein Pluspunkt: Je früher du anfängst, desto niedriger sind die Beiträge, die du zahlen musst.

Haftpflicht: Missgeschicke absichern

Eine Privathaftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen – nicht nur für Familien. Wenn du jemand anderem versehentlich einen Schaden verursachst, kann das schnell teuer werden und dich in echte Schwierigkeiten bringen. Dann ist es gut, eine Haftpflichtversicherung zu haben, die für dich einspringt.

Mit Kindern steigt das Risiko für Missgeschicke noch einmal deutlich an: Ein Ball wird übers Ziel hinaus geschossen oder ein Glas Saft kippt um und ruiniert den teuren Teppich des Nachbarn. Mit einer Haftpflichtversicherung kannst du in solchen Fällen entspannt bleiben. Wenn du heiratest oder eine Familie gründest, kannst du deine Lieben in deine Police mit aufnehmen. Kinder sind bis zum Ende ihrer Ausbildung bei den Eltern mitversichert – danach benötigen sie eine eigene Privathaftpflicht. An dieser Stelle solltest du gleich mal checken, ob du noch über deine Eltern haftpflichtversichert bist.

Versicherungen für Familien: Vater, Mutte rund Kleinkind liegen im Bett und sind gut gelaunt
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Spezialfälle: Brauchst du diese Versicherungen?

Die bisher genannten Versicherungen sind für jede junge Familie sehr zu empfehlen. Daneben gibt es aber auch einige Policen, bei denen es auf den Einzelfall ankommt:

  • Hausratversicherung: Ein Wasserschaden oder ein Brand kann die komplette Einrichtung beschädigen und ein großes Loch in die Finanzen der Familie reißen. Eine Hausratversicherung lohnt sich in jedem Fall, aber erst recht, wenn eure Einrichtung sehr teuer ist.
  • Wohngebäudeversicherung: Wer im Eigenheim lebt, braucht unbedingt eine Wohngebäudeversicherung. Sie leistet zum Beispiel bei einem Brand- oder Sturmschaden am Haus. Auch eure Photovoltaikanlage wäre dann besser versichert.
  • Tierhalterhaftpflichtversicherung: Ihr habt einen Hund oder wollt euch einen anschaffen? Wenn er einen Schaden verursacht, müsst ihr dafür haften. Deshalb lohnt sich oft eine spezielle Haftpflichtversicherung. In Niedersachsen ist sie sogar vorgeschrieben.

Unfälle als Risiko für Kinder und Eltern

Kinder toben herum und können sich dabei schnell verletzen – vom aufgeschlagenen Knie bis hin zum Unfall mit bleibenden Folgen. Für dich als Elternteil ist es ähnlich wie beim Thema Berufsunfähigkeit: Wenn du durch einen Unfall nicht mehr arbeiten kannst, bedeutet das finanzielle Probleme für die Familie. Eine private Unfallversicherung lohnt sich deshalb für Kinder und Erwachsene. Sie zahlt, wenn du durch einen Unfall bleibende Schäden erleidest. Die Höhe der Leistung richtet sich in der Regel nach der Schwere der Verletzung. Zusätzlich kannst du auch eine monatliche Unfallrente vereinbaren. Für Kinder kann übrigens ein zusätzlicher Schutz vereinbart werden. So sind zum Beispiel dauerhafte Schädigungen durch Krankheiten oder Vergiftungen durch Verschlucken versichert.

Versicherungen für Familien: Kleiner Junge fährt mit dem Fahrrad durch eine Pfütze
Gerade im Straßenverkehr lauern viele Gefahren für Kleinkinder.

Altersvorsorge: Familien profitieren von der Riester-Rente

Die Riester-Rente ist eine private Altersvorsorge, die durch staatliche Zulagen gefördert wird. Für Eltern lohnt sie sich ganz besonders: Während Kinderlose eine Zulage von 175 Euro pro Jahr bekommen, gibt es für Eltern pro Kind noch 300 Euro zusätzlich – wenn es ab 2008 geboren ist. Für eine vierköpfige Familie, in der beide Eltern die Riester-Rente nutzen, können also bis zu 950 Euro im Jahr an Zulagen zusammenkommen. Hier erfährst du mehr über das Thema Rente.

Ausbildungsversicherung: Investition in die Zukunft

Lebenshaltungskosten, Bücher und ein Auslandsaufenthalt: Ein Studium kostet viel Geld, kann aber eine wichtige Basis für beruflichen Erfolg sein. Damit Kinder ohne Geldsorgen ins Studium starten können, ist eine Ausbildungsversicherung empfehlenswert. Die Leistungen werden entweder als monatliche Rente oder als Gesamtsumme ausgezahlt. Sie können damit entweder für die laufenden Kosten im Studium oder für eine einmalige Ausgabe wie den Führerschein genutzt werden. Übrigens: Die Kosten für diese Versicherung können auch wunderbar die Großeltern übernehmen, die ihrem Enkelkind Starthilfe geben möchten.

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