Junger Student sitzt mit einem Laptop auf einer Treppe.

Duales Studium: Berufspraxis und Theorie in einem

Ausbildung oder Studium? Praktische Erfahrungen sammeln oder Theorie an der Uni büffeln? Das duale Studium verbindet beides: Du absolvierst ein Praktikum oder eine klassische Ausbildung in einem Unternehmen, besuchst parallel eine Hochschule und kannst das Studentenleben genießen. Wie das genau funktioniert, welche Vorteile du dadurch hast und welche dualen Studiengänge es gibt, beantworten wir in diesem Artikel.

Das erfährst Du in diesem Artikel

Duales Studium – was ist das genau?

Ein duales Studium bedeutet: Beruf und Hochschulabschluss in einem. Während du in einem Unternehmen Berufspraxis sammelst oder sogar eine Ausbildung absolvierst, lernst du an einer Hochschule oder Berufsakademie die passende Theorie. Nach dem dualen Studium bist du also optimal auf die Berufswelt vorbereitet: Du kennst den Alltag in einem Betrieb und hast die nötigen Fachkenntnisse, um deine Karriere zu starten.

Duale Studiengänge gibt es in vier verschiedenen Varianten. Für Schulabgänger eignen sich vor allem diese beiden:

  • Ausbildungsintegrierendes duales Studium: Neben dem Studium durchläufst du eine vollständige Berufsausbildung in einem Unternehmen. Eventuell musst du auch zusätzlich eine Berufsschule besuchen.
  • Praxisintegrierendes duales Studium: Du studierst und sammelst weiterhin praktische Erfahrungen – entweder während eines Langzeitpraktikums in einem Unternehmen oder durch mehrere kürzere Praktika bei verschiedenen Arbeitgebern.
    Hast du bereits Berufserfahrung gesammelt oder eine Ausbildung abgeschlossen, kannst du ebenfalls ein duales Studium aufnehmen.
  • Berufsintegrierendes duales Studium: In Absprache mit deinem Arbeitgeber reduzierst du deine wöchentliche Arbeitszeit und bildest dich in der freien Zeit an einer Hochschule weiter.
  • Berufsbegleitendes duales Studium: Du arbeitest weiterhin in Vollzeit und absolvierst parallel ein Abend- oder Fernstudium.

Welche Vorteile hat ein duales Studium?

Bei einem regulären Studiengang baust du hauptsächlich theoretisches Wissen auf. Entscheidest du dich für ein duales Studium, kannst du dein Know-how direkt an berufliche Tätigkeiten koppeln. Denn die Lerninhalte sind aufeinander abgestimmt, weil die Unternehmen eng mit Hochschulen und Akademien zusammenarbeiten.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des dualen Studiums freust du dich über gleich zwei Zertifikate: Von der Hochschule erhältst du ein Bachelor-Zeugnis, von dem Betrieb ein Praktikums- oder Ausbildungszeugnis.

Gibt es in einem dualen Studium Gehalt?

Ein weiterer Pluspunkt des dualen Studiums: Du verdienst schon während des Studiums dein eigenes Geld. Die Höhe des Gehalts hängt allerdings von vielen Faktoren ab: Branche, Studiengang, Standort, Größe des Unternehmens sind nur einige davon. Generell sollte die Höhe der Vergütung jedoch kein ausschlaggebendes Kriterium sein. In vielen Fällen bekommst du Zusatzleistungen oder musst die Studiengebühren nicht selbst bezahlen.

Finanzierungsmöglichkeiten für das duale Studium

Manchmal reicht das Gehalt im dualen Studium nicht aus, um über die Runden zu kommen. Wie im regulären Studium kannst du zur finanziellen Unterstützung BAföG beantragen, wenn du die Voraussetzungen erfüllst. Alternativ kann ein Studienkredit sinnvoll sein. Bist du unter 25 Jahre alt und ohne Berufsausbildung, hast du während des dualen Studiums zudem Anspruch auf Kindergeld. Wichtig: Die beitragsfreie Krankenversicherung über die Familie entfällt in der Regel mit Beginn des Studiums. Du musst dir für das duale Studium eine eigene Krankenkasse auswählen, die Beiträge werden dir automatisch von deinem Bruttolohn abgezogen.

Wie ist bei einem dualen Studium der Ablauf?

Der Zeitablauf des dualen Studiums ist geprägt durch längere Praxisphasen und die Regelstudienzeit beträgt dreieinhalb Jahre. Je nach Hochschule und Unternehmen verläuft das Studium nach einem anderen Zeitmodell. Häufig wechseln sich Praxis- und Theoriephasen blockweise ab. Das bedeutet: Nach circa zwei bis vier Monaten an der Uni geht es in der vorlesungsfreien Zeit in den Betrieb. In anderen Fällen findet der theoretische Unterricht an zwei Wochentagen statt, die restliche Arbeitswoche bist du im Unternehmen tätig.

Studenten sitzten im Seminarraum und hören einer Vorlesung zu.
Neben der Ausbildung im Betrieb nimmst du an Lehrgängen an der Uni teil.

Für welche Berufe gibt es ein duales Studium?

Ein bekanntes Beispiel für ein duales Studium ist die Kombination von kaufmännischem Ausbildungsberuf mit dem Studiengang Betriebswirtschaftslehre. Doch es gibt zahlreiche weitere Berufsfelder, in denen du ein duales Studium absolvieren kannst:

  • Bankwesen, Versicherung, Management: z.B. International Management
  • Handel, Logistik: z.B. Finance
  • Soziale Arbeit, Pflege, Pädagogik: z.B. Sozialmanagement
  • Tourismus und Events: z.B. Eventmanagement
  • Informatik, Ingenieurwesen, Technik: z.B. E-Commerce
  • Verwaltung und öffentlicher Dienst: z. B. Public Management
  • Gesundheit und Fitness: z.B. Gesundheitsmanagement
  • Medien und Kommunikation. z. B. Marketing

Insgesamt stehen circa 1.500 duale Studiengänge in Deutschland zur Auswahl, die du ganz leicht über Portale im Internet findest.

Für wen eignet sich ein duales Studium?

Zunächst einmal darfst du nicht vergessen: Du hast durch das duale Studium eine Doppelbelastung. Wie andere Studenten in den Semesterferien faulenzen, ist nicht drin. Nach der Arbeit musst du dich noch motivieren, Hausarbeiten zu schreiben und für Klausuren zu lernen. Wenn du aber von deinem Studienfach überzeugt bist und gern in dem Unternehmen arbeitest, meisterst du das duale Studium ohne Probleme.

Junger Student sitzt mit einem Laptop auf einer Treppe.

Finde das passende Unternehmen!

In den meisten Fällen bewirbst du dich bei einem Unternehmen für ein duales Studium und hast bei einer Zusage automatisch den Studienplatz sicher. Schon gewusst, dass du auch bei der VGH dual durchstarten kannst? In unserem Karriereblog erfährst du mehr über das duale Bachelor-Studium der VGH.

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