Erster Job: Sei du selbst

So meisterst du deinen ersten Job

Herzlichen Glückwunsch! Du bist Berufseinsteiger und hast dich gegen eine große Konkurrenz durchgesetzt. Immerhin haben sich 2016/2017 mehr als 52.000 Bewerber um eine Ausbildungsstelle in Niedersachsen bemüht. Und jetzt verdienst du dein erstes eigenes Geld. Beherzigst du einige Tipps, dann wird es für dich auch künftig gut und ohne Probleme im Job laufen.

Das erfährst Du in diesem Artikel

Soft Skills öffnen Türen

Soviel ist schonmal sicher: Dein erster Job macht dich zwar unabhängiger, wird dir aber auch einiges abverlangen. Immerhin bist du nun viele Stunden am Tag mit Kollegen und Chefs zusammen. Und die erwarten von dir nicht nur fachliches Know How, sondern auch einige Soft Skills. Verlässlichkeit und Teamfähigkeit stehen da ganz weit oben. Mit starken sozialen Kompetenzen kannst du auch als Berufseinsteiger in deiner neuen Firma groß rauskommen. Worauf es in der Arbeitswelt ankommt, erklären wir dir hier.

Der erste Eindruck zählt

Die Aufregung steigt, dein erster Arbeitstag steht an. Wir fassen ein paar Punkte zusammen, die du im Hinterkopf behalten solltest, um einen guten Eindruck zu machen.

Finde das richtiges Outfit! Auch wenn es etwas oberflächlich erscheint – in manchen Branchen solltest du nicht under- oder overdressed zur Arbeit erscheinen. Es muss nicht immer gleich Anzug oder Kostüm sein, Kapuzenpulli und Jogginghose werden aber auch nur in den seltensten Fällen gerne gesehen. Frag’ am besten im Vorfeld nach einem Dresscode.

Kulturschock? Sei dir darüber im Klaren, dass in deiner Firma ein ganz eigenes Klima herrscht: Du triffst auf verschiedenste Charaktere, Regeln und Verhaltensweisen, die du so noch nicht kennst. Sei aufmerksam und offen für diese Firmenkultur und lass dich nicht verunsichern.

Denk’ an deine neuen Kollegen! Dein erster Tag sollte gefeiert werden, schließlich gibt es Grund zur Freude für dich und deine Kollegen. Sorge für ein paar Leckereien für dich und deine Mitarbeiter – das kommt bei jedem gut an.

Bleib cool! Viele Namen, Eindrücke und Vorgänge können am ersten Arbeitstag schon mal überfordern. Lass’ dich nicht unterkriegen: Sollte dir etwas nicht klar sein oder du zu bestimmten Sachverhalten mehr Erklärungen brauchen, scheu dich nicht davor, nachzufragen. Auf der anderen Seite solltest du nicht direkt bei jeder Kleinigkeit den Rat deiner Kollegen suchen. Du wurdest nicht ohne Grund eingestellt: Sei selbstbewusst und finde mit eigenen Überlegungen die Lösung.

Junge Arbeitskollegen diskutieren und haben Spaß
Soft Skills, wie Teamfähigkeit sind im beruflichen Alltag nicht zu unterschätzen.

Pünktlichkeit – die Zeit läuft …

Schaffst du es, rechtzeitig aus den Federn zu kommen, den Bus zu erwischen und pünktlich im Büro zu sitzen? An jedem Arbeitstag? Sehr gut! Wenn du dann auch noch deine Termine einhältst, Aufgaben flott erledigst und pünktlich zu Meetings kommst, dann ist das eine gute Basis für deinen Erfolg im Beruf. Was du dafür brauchst, ist ein gutes Zeitmanagement. Hast du das im Griff, müssen die Kollegen nicht auf deine Arbeit warten und gemeinsame Projekte bleiben im Plan. Versuche den Aufwand für deine Aufgaben möglichst genau abzuschätzen. Falls du gefragt wirst, wie lange du für eine bestimmte Aufgabe brauchst, setze die Zeit wenn möglich etwas höher an als du denkst. So hast du einen kleinen Puffer, falls du auf unvorhergesehene Schwierigkeiten stößt. Wenn du schneller fertig wirst, wird sich sicherlich niemand beschweren. Brauchst du länger als geplant, kann das hingegen den Betrieb verzögern. Wenn du unsicher bist, schadet es nicht zu fragen, wie viel Zeit für eine bestimmte Aufgabe vorgesehen ist. Natürlich solltest du versuchen, sie möglichst einzuhalten.

Zuverlässigkeit – stehe zu deinem Wort

Am Flughafen in Hannover kommt der wichtige japanische Geschäftspartner deiner Firma an. Weil du weißt wie wichtig Pünktlichkeit ist, bist du trotz Stau rechtzeitig dort und empfängst ihn. So muss es sein, denn besonders Japaner schätzen Verlässlichkeit hoch ein. Aber nicht nur sie. Bei deinen Chefs und Kollegen sammelst du damit ebenfalls Bonuspunkte. Das gilt auch bei kleinen Dingen, beispielsweise wenn du anbietest, den Konferenzraum für einen Kundentermin vorzubereiten. Sage aber nur Aufgaben zu, die du wirklich erfüllen kannst. Andere verlassen sich nämlich auf dich, auch wenn du Berufseinsteiger bist. Welpenschutz gilt in der Arbeitswelt nur sehr begrenzt. Wenn du zur Vergesslichkeit neigst, lege Termine und Aufgaben in deinem Smartphone ab, dann kannst du schon auf dem Weg zur Arbeit abchecken, ob den Tag über irgendwas Besonderes ansteht.

Was tun bei Problemen im Job?

Du gibst dir als Berufseinsteiger alle Mühe und trotzdem geht etwas schief? Der Chef und die Kollegen machen Stress? Du hast das Gefühl, dass alle unzufrieden mit dir sind? Keine Panik, das ist ganz normal und nicht gleich ein Fall von Mobbing. Gehe offen mit der Situation um, sprich die betreffenden Personen ruhig an und bitte sie zu einem klärenden Gespräch. So findet ihr gemeinsam heraus, wo es hapert und findet eine Lösung. Klappt das nicht, kannst du einen neutralen Kollegen bitten, zu vermitteln. Bevor du dich direkt beim Chef beschwerst, sprich im Zweifelsfall lieber erst einmal mit deinem direkten Vorgesetzten. Wird dieser wegen deiner Beschwerde zum Gespräch gebeten, könnte er sich zu Recht übergangen fühlen. Und womöglich kann er das Problem ohnehin besser lösen, weil er viel näher dran ist. Manche Unternehmen kooperieren bei heiklen Problemen sogar mit professionellen Mediatoren, die helfen, Konflikte zu schlichten. Auch die VGH bietet Mediation in Streitfällen an.

Und wenn gar nichts mehr geht? Dann unterstützt dich eine Rechtsschutz-Versicherung der VGH und ÖVB (für alle aus Bremen und Bremerhaven). Diese schließt du im besten Fall ab, bevor du als Berufseinsteiger antrittst. Die VGH und ÖVB erklären dir gerne, wie du dich gegen Konflikte im Job absichern kannst.

Mediation bei der VGH

Miteinander reden hilft! Im Rahmen deiner VGH Rechtsschutzversicherung ist die Mediation inklusive. Mediation bedeutet in dem Fall die Vermittlung in einem Streitfall zwischen beispielsweise dir und deinem Kollegen. Das Ziel: Wir wollen gemeinsam eine Lösung für das Problem finden, mit der alle leben können, damit es nicht zum Prozess kommt. Eine Mediation kann in vielen Fällen nervige und eventuell kostspielige Gerichtsverfahren vermeiden.

Teamfähigkeit – Einer für alle

Im Job hältst du es am besten mit dem Motto der drei Musketiere: Einer für alle, alle für einen! Eine Firma funktioniert nur, wenn alle Kollegen an einem Strang ziehen. Teamarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Läuft der Laden, hat jeder etwas davon – auch du. Deswegen punktest du am meisten, wenn du dich als Teil einer Gruppe verstehst und nicht als Einzelkämpfer. Abgesehen davon brauchst du als Berufseinsteiger selbst viel Unterstützung. Nur so arbeitest du dich ein, lernst Abläufe und Zuständigkeiten kennen und findest heraus, wo deine Fähigkeiten besonders gefragt sind. Auch abseits vom Job-Alltag gilt: Sollte es Betriebsfeste oder freiwillige Team-Events geben, nimm teil! Der Spaß mit deinen Kollegen schweißt euch noch mehr zusammen und bringt neuen Schwung in den Arbeitsalltag.

Höflichkeit – mit kleinen Gesten Großes erreichen

Ja, die Niedersachsen gelten als ein stures Völkchen. Aber Tür aufhalten, freundlich grüßen, etwas Smalltalk im Fahrstuhl, das hast du doch alles schon gemacht. Und warum? Weil du weißt, dass nette kleine Gesten die Stimmung auflockern. So löst ein Lächeln im größten Stress kurz die Anspannung. Außerdem wirkst du dann entspannter und kompetenter. Behandle auch Gäste und Geschäftspartner freundlich und respektvoll. Das fördert eine gute Zusammenarbeit. Achte darauf, alle zu grüßen, die dir begegnen. Lieber einmal mehr, als einmal zuwenig. Lächle, höre zu, antworte auf alle Fragen. Notiere dir zu Beispiel die Geburtstage deiner Kollegen und überrasche sie mit deinem Glückwunsch. Das hebt die Laune und gleichzeitig dein Standing.

Geschäftspartner stehen im Büro und besprechen etwas

Rechtsschutzversicherung

Abmahnungen, Kündigungen und ähnliche Probleme im Job landen schnell vor Gericht. Und das kann für dich teuer werden. Besonders, wenn du einen Prozess verlierst. Dann musst du nämlich die Kosten des Verfahrens tragen. Eine Rechtsschutzversicherung schützt dich vor unkalkulierbar hohen Summen, wenn du einen Streitfall juristisch klären willst. Und zwar egal, ob du gewinnst oder die Gegenpartei. Damit auch Streitigkeiten aus dem Arbeitsleben abgedeckt sind, musst du beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung darauf achten, dass ein Berufsrechtsschutz enthalten ist. Die VGH und ÖVB beraten dich gerne zu den verschiedenen Bausteinen beim Rechtsschutz.

Hier findest du weitere Infos zur Rechtsschutzversicherung der VGH und ÖVB (für alle aus Bremen und Bremerhaven).

Ein Angebot der
VGH ÖVB

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