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Wann und wie soll ich mich um die Rente kümmern?

Du bist jung, fit und der Ruhestand liegt noch in weiter Ferne. Sehr gut! Dann hast Du noch jede Menge Zeit, um dir zu überlegen, wie du ihn gestalten willst. Willst du später viel reisen und ferne Ländern erkunden oder gleich ganz auswandern? Du könntest auch eine coole WG mit anderen Junggebliebenen aufmachen. Oder auch etwas völlig anderes durchziehen. Egal, was du dir vornimmst: Nach dem Job kannst du dein Leben so leben, wie du es willst!

Aber um dann noch mal richtig durchzustarten, brauchst du natürlich Geld. Praktischerweise bekommst du im Alter vom Staat eine Finanzspritze namens Rente. Jeden Monat. Das hast du dir mit deiner Arbeit redlich verdient. Aber da geht noch mehr. Du kannst nämlich die amtliche Zuwendung aufstocken. Und je früher du damit beginnst, desto mehr hast du später in der Tasche. Wir zeigen dir, welche Möglichkeiten es gibt. Dann heißt es aber: Selbst ist der Mann – oder die Frau. Verlass dich nicht auf den möglichen Lottogewinn, den reichen Traumprinzen oder das unverhoffte Erbe. Deine Zukunft liegt in deiner Hand.

So funktioniert das Rentensystem

Die Rente ist kein Alte-Leute-Thema. Im Gegenteil. Wer sie heute einstreicht, braucht sich keine Gedanken mehr darüber zu machen, sondern sackt sie einfach Monat für Monat ein. Das willst du auch eines Tages? Dann kann es nicht schaden, wenn du weißt, wie das mit der Rente funktioniert. Zunächst mal: Die Altersvorsorge in Deutschland basiert auf einem Drei-Säulen-System:

  • gesetzliche Rentenversicherung
  • betriebliche Altersvorsorge
  • private Altersvorsorge

Fangen wir mit der gesetzlichen Rente an. Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden dir automatisch vom Bruttolohn abgezogen. Darum brauchst du dich schon mal nicht weiter zu kümmern – läuft also. Aktuell (Stand 2018) investierst du so ohne Stress 18,6 deines Einkommens in deine Zukunft – so hoch ist nämlich der Beitragssatz. Das Beste daran: Dein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte davon.

Mit YouTube & Co. in die Selbstständigkeit

Und wenn du auf eigene Rechnung als Grafikdesigner, Texter, Blogger oder YouTuber arbeitest? Dann bist du selbstständig. Die gesetzliche Rente fällt damit für dich flach. Die private Altersvorsorge ist für dich dann wirklich ein Must-have.

Und was macht nun der Staat mit deinem abgezweigten Geld? Der greift sich die gesetzliche Rentenversicherung und reicht es an die aktuelle Rentnergeneration weiter. So bezahlst du mit deinem Geld die heutigen Ruheständler. Aber nur kein Neid. Nach diesem Prinzip wird irgendwann auch deine Rente finanziert. Klingt so weit doch ganz gut. Die Sache hat nur einen Haken: Die Geburtenrate in Deutschland sinkt und gleichzeitig werden die Leute älter als früher. Das ist ungünstig, denn so gibt es immer mehr Rentner und immer weniger Einzahler wie dich. Was heißt das für dich? Deine gesetzliche Rente wird in 30 bis 40 Jahren voraussichtlich kleiner ausfallen, als sie es heute täte.

Das ist aber kein Grund zur Panik, denn: Neben der staatlichen Unterstützung kannst du ja noch die betriebliche Altersvorsorge und die private Altersvorsorge nutzen, um dir ein bequemes Finanzpolster für den Ruhestand zu schaffen.

Wie viel Rente bekommt man überhaupt?

Wie viel gesetzliche Altersrente du später bekommst, hängt davon ab, was du verdient hast und wie lange du Beiträge eingezahlt hast. Auch einige Zeiten ohne Job, etwa Wehrdienst oder Ausbildung, werden dir als sogenannte „Rentenpunkte“ angerechnet.

Du willst jetzt schon wissen, wie viel Rente du später bekommst? Kein Problem: Einen ersten Anhaltspunkt verschafft dir der Online-Rentenrechner der VGH. Damit siehst du, wie hoch deine Rente nach aktuellem Stand voraussichtlich ausfällt. Außerdem zeigt der Rechner dir, wie groß die Lücke ist, die du mit privater Altersvorsorge schließen musst, um deinen Lebensstandard zu halten.

Altersvorsorge: Privat oder betrieblich?

Mehr Geld im Alter, heißt mehr Spaß im Alter. Wenn das kein guter Grund ist, zusätzlich zum gesetzlichen Normalprogramm in deine Rente zu investieren? Das geht praktisch jederzeit. Aber: Je früher du damit anfängst, desto mehr hast du später. Am besten beginnst du schon mit deinem ersten Gehalt – denn über die Jahre läppern sich auch kleine Sparsummen zu großen Beträgen.

Nehmen wir an, du entscheidest dich für die betriebliche Altersvorsorge. Die muss dir dein Chef auf Nachfrage anbieten. Nicht vorgeschrieben sind aber die Details und Konditionen. Die unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen teils sehr stark. Trotzdem gelten in jedem Fall ein paar Grundsätze.

Hier die wichtigsten Eckpunkte zur betrieblichen Altersvorsorge in Kürze:

  • Dein Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge wird dir vor allen anderen Steuer- und Sozialabgaben von deinem Bruttogehalt abgezogen. Deshalb sinken deine Abgaben und du hast unterm Strich mehr Netto vom Brutto.
  • Dein Arbeitgeber kann die betriebliche Altersvorsorge freiwillig bezuschussen. Aufgrund des neuen Betriebsrentenstärkungsgesetzes muss er das bald sogar.
  • Der bAV-Vertrag besteht zwischen deinem Arbeitgeber und dem Versicherungsunternehmen. Er ist in der Regel nicht kündbar. Suchst du dir irgendwann einen anderen Job, dann kannst du die betriebliche Altersvorsorge aber im neuen Unternehmen weiterführen.

Private Altersvorsorge: Riester- oder Rürup-Rente?

Nun zur privaten Altersvorsorge. Da hast du die Wahl zwischen mehreren Optionen. Die beiden wichtigsten Modelle sind die Riester-Rente und die Rürup-Rente (auch Basis-Rente genannt).

Die Riester-Rente gibt es für dich nur, wenn du Pflichtmitglied der gesetzlichen Rentenversicherung bist. Die Rürup-Rente (Basis-Rente) kann jeder abschließen. Beide Modelle werden staatlich gefördert, allerdings auf unterschiedliche Art und Weise.

Das Wichtigste zur Riester-Rente:

  • Der Staat schießt dir zu deiner Riester-Rente eine sogenannte Grundzulage von 175 Euro pro Jahr zu. Und falls du nach 2008 ein kindergeldberechtigtes Kind bekommen hast, dann legt er jeweils noch mal 300 Euro drauf.
  • Um die volle Förderung zu erhalten, musst du vier Prozent deines Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr in die Riester-Rente einzahlen. Sonst gibt es den Zuschuss nur anteilig. Beispiel: Du hast ein Bruttogehalt von 2.500 Euro. Davon musst du pro Monat 100 Euro beziehungsweise 1.200 Euro jährlich in die private Altersvorsorge stecken. Nur dann gibt es die volle Förderung.
  • Bis zu 2.100 Euro der Beiträge zur Riester-Rente darfst du als Sonderausgaben bei der Steuer absetzen.
  • Nicht jede private Rentenversicherung wird als Riester-Rente staatlich gefördert – die RiesterRente der VGH schon.
  • Wie hättest du es gern? Die Riester-Rente kannst du auf einen Schlag als Einmalzahlung oder regelmäßig als monatliche Rente bekommen. In beiden Fällen musst du das Geld voll versteuern.
  • Solltest du arbeitslos werden und auf Hartz IV angewiesen sein, bleibt dein Riester-Vermögen unangetastet. Deine Ersparnisse sind also sicher.
  • Die Riester-Rente kommt vor allem als private Altersvorsorge infrage, wenn du Kinder und ein eher überschaubares Einkommen hast.

Fazit: Die Riester-Rente kommt vor allem als private Altersvorsorge infrage, wenn du Kinder und ein eher überschaubares Einkommen hast.

Private Altersvorsorge: Junges Paar hält Baby im Arm
Die Riester-Rente ist für junge Familien mit Kindern und überschaubarem Einkommen besonders geeignet.

Das Wichtigste zur Rürup-Rente:

  • Steuererleichterungen machen die Rürup-Rente als private Altersvorsorge attraktiv: Momentan kannst du 86 Prozent deiner Beiträge bei der Steuer als Sonderausgaben absetzen; bis 2025 steigt die Absetzbarkeit sogar auf 100 Prozent – jeweils bis zu einer Höchstgrenze von 20.392 Euro pro Jahr.
  • Rürup-Verträge kannst du nicht kündigen, aber beitragsfrei stellen lassen.
  • Das Geld erhältst du später als monatliche Rente.
  • Ab dem Rentenjahr 2040 sind die Auszahlungen aus der Rürup-Rente voll steuerpflichtig.
  • Keine Sorge: Dein Erspartes wird nicht angetastet, falls du in die Insolvenz gehst oder Hartz IV beziehst.

Fazit: Die Rürup-Rente ist für dich also interessant, wenn du selbstständig arbeitest oder auch als Angestellter ein sehr hohes Einkommen hast und deshalb von den Steuervorteilen profitieren kannst.

Private Altersvorsorge: Junges Paar sitzt auf dem Sofa und arbeitet am Laptop
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Private Altersvorsorge: Hohe Sicherheit oder hohe Renditen?

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Richtige Altersvorsorge: Warum es sich lohnt, früh zu investieren

Welche die beste Altersvorsorge für dich ist, besprichst du am besten mit einem Rentenversicherungsprofi. Egal, für welches Modell du dich entscheidest: Die private Altersvorsorge funktioniert, weil sich deine Rente vermehrt – entweder durch Zinsen oder durch Zulagen. Je mehr Zeit vergeht, desto größer ist dein Gewinn – umso höher also dein monatlich verfügbares Einkommen im Rentenalter. Und dann heißt es nur noch: Mach was draus!

Kleinvieh macht auch Mist

Mit 25 Euro im Monat kannst du einen netten Abend im Kino haben, aber deinen Lebensabend kannst du damit nicht finanzieren. Oder vielleicht doch? Die Zinsen sind momentan niedrig, doch selbst wenn die 25 Euro pro Monat nur mit zwei Prozent Zinsen anwachsen, tut sich da über die Jahre Einiges: Nach 20 Jahren sind daraus gute 7.000 Euro geworden.

 

Übrigens: Nur mit einer Rentenversicherung hast du die Gewissheit, bis zum Lebensende ein monatliches Einkommen zu haben – egal wie alt du bist. Die Gewinne aus anderen Anlageformen sind irgendwann aufgebraucht.

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