#

Nachhaltiger Tourismus: So machst du umweltschonend Urlaub

Wenn du den Instagram-Feed deiner Freunde durchscrollst, wirst du neidisch: Die einen sonnen sich am Strand von Thailand, andere posieren vor der Golden Gate Bridge in San Francisco, wieder andere wandern auf dem Inka-Trail nach Machu Picchu. Aber sind das wirklich Gründe, deine Freunde zu beneiden? Sie können zwar ein weiteres Land auf ihrer Reiseliste abhaken, dafür tun sie der Umwelt keinen Gefallen! Reisen belastet die Natur und verbraucht Ressourcen. Du hingegen möchtest deinen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich halten. Ganz auf Urlaub musst du selbstverständlich trotzdem nicht verzichten. Wir verraten dir, worauf es beim nachhaltigen Tourismus ankommt und haben Tipps für den perfekten Urlaub in Niedersachsen.

Was bedeutet nachhaltiger Tourismus?

Wir lieben Reiseziele mit eindrucksvoller Natur, unberührten Landschaften und interessanten Kulturen. Es ist zum Trend geworden, im Urlaub immer weiter weg zu fliegen, um wirklich Außergewöhnliches zu erleben. Die Instagram-Profile der Stars und Influencer zeigen schließlich, dass es überall schöner ist als zu Hause. Nachhaltig ist das allerdings nicht. Und ist denn ein Urlaub in der Heimat auch zwangsläufig öde?
Touristen hinterlassen ihre Spuren: Durch Massentourismus leidet die Natur, Ökosysteme werden zerstört. Nicht nur durch den Müll, den die Besucher hinterlassen. Vor allem durch die langen Flüge entstehen tonnenweise klimaschädliche Treibhausgase. Die sogenannten CO2-Emissionen belasten die Umwelt. Die Alternative: Nachhaltig Urlaub machen. Nachhaltig zu reisen, bedeutet, im Einklang mit Natur und Landschaft Neues zu entdecken, die Ressourcen zu schonen und das Klima zu schützen.

Der ökologische Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck ist ein Indikator für Nachhaltigkeit. Er beschreibt die Fläche der Erde, die nötig ist, um deinen Lebensstil und Lebensstandard dauerhaft zu ermöglichen. Ist dein Ergebnis beispielsweise 2,5, wären eigentlich zweieinhalb Erden nötig, wenn jeder so leben würde wie du. Indem du unter fussabdruck.de 13 Fragen beantwortest, testest du, wie groß dein CO2-Abdruck ist. Außerdem bekommst du Tipps, wie du ihn verringern kannst.

Reiseplanung: Nachhaltig (an)reisen und unterkommen

Du kannst urlauben, ohne Spuren zu hinterlassen. Das fängt gleich bei der Planung und der Wahl des Ferienziels an. Urlaub direkt vor der Haustür ist deshalb ideal: Niedersachsen hat viele ebenso reizvolle wie schöne Urlaubsziele, die nachhaltigen Tourismus ermöglichen. Tipp: Mach lieber einmal länger Urlaub als mehrere Kurztrips. So sparst du dir die Anreisen, die in der Regel den größten Teil deines ökologischen Fußabdrucks ausmachen.

Manche Fernziele sind nur mit dem Flugzeug erreichbar. Wenn du jedoch die Wahl hast, solltest du in den Bus oder Zug steigen. Flixbus und die Deutsche Bahn bringen dich fast überall hin. Nur wenn du zusammen mit Freunden oder Familie fährst, ist auch das Auto in Ordnung. Spätestens vor Ort solltest du den Pkw dann aber stehen lassen.

Auch mit deiner Unterkunft kannst du etwas Gutes für die Umwelt tun. Und das bedeutet nicht einmal, dass du campen und auf Komfort verzichten musst. Mittlerweile gibt es zahlreiche Bio- und Öko-Hotels, die sich dem Umweltschutz und fairen Arbeitsbedingungen verschrieben haben. Denn Nachhaltigkeit hat immer auch wirtschaftliche und soziale Aspekte. Bio-Hotels achten beispielsweise darauf, nur Lebensmittel aus ökologischem Anbau anzubieten und etwa Wind- oder Solarenergie für die Stromgewinnung zu nutzen. Auf biohotels.info kannst du Bio-Hotels in Niedersachsen sowie in Deutschland und anderen europäischen Ländern buchen. Familien mit Kindern verbringen idyllische Ferien auf einem Bio-Bauernhof.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von BIO HOTELS Haus AnNatur Juist (@bio_hotels_haus_annatur) am

Hast du eine Unterkunft gefunden, verzichte darauf, die Buchungsbestätigung auszudrucken. Mit deinem Smartphone hast du alle wichtigen Unterlagen bereits in der Tasche. Und selbst Landkarten brauchst du nicht mitzunehmen: Lade dir vor deinem Urlaub einfach Offline-Karten auf dein Handy, um selbst ohne Internet immer den richtigen Weg zu finden.

Zertifizierungen für Bio-Hotels

Manche Bio-Hotels sind mit dem roten „TourCert“-Siegel zertifiziert. Die gleichnamige gemeinnützige Organisation zeichnet damit Unternehmen aus, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus soziale und ökologische Anforderungen erfüllen.

Vor Ort nachhaltig Urlaub machen

Einmal angekommen (wie gesagt: Am besten per Bahn oder Bus!), fängt der nachhaltige Urlaub erst so richtig an. So bequem es auch ist: Verzichte vor Ort auf Auto, Taxi und Mietwagen und nutze die öffentlichen Nahverkehrsmittel. Und selbst wenn es mit der Infrastruktur nicht sonderlich weit her sein sollte, wirst du zumindest ein Fahrrad leihen können. Niedersachsen ist in weiten Teilen schließlich schön flach und lässt sich prima auf zwei Rädern erkunden. Oder du gehst einfach zu Fuß – und entdeckst das eine oder andere schöne Plätzchen, das dir im Auto überhaupt nicht aufgefallen wäre. Was das Hotel betrifft: Brauchst du wirklich jeden Tag neue Handtücher? Und muss die Klimaanlage die ganze Zeit laufen? Schalte die Klimaanlage nur an, wenn es wirklich nötig ist, vergeude beim Zähneputzen und Duschen kein Wasser und benutze Handtücher mehrmals. Damit tust du der Umwelt einen großen Gefallen. Und noch etwas: Wir Deutschen gelten als Weltmeister der Mülltrennung. Wieso sollten wir diese Tugend im Urlaub schleifenlassen? Wenn du beim Spaziergang Müll herumliegen siehst, sammle ihn auf und entsorge ihn in der Mülltonne. Spazierengehen ist ohnehin eine prima Freizeitbeschäftigung fürs nachhaltige Reisen. Wandern, Fahrradfahren, Paddeln, Schwimmen – alles, was du aus eigener Kraft machst, stellt keine Belastung für die Umwelt dar. Nicht nur in Naturschutzgebieten bewahrst du dabei natürlich Respekt vor Pflanzen und Tiere, daher solltest du dich abseits der gekennzeichneten Pfade besser nicht aufhalten.

Paearchen paddelt im Kajak durch einen Fluss
Genieße die Natur bei einem Kajak-Trip!

Leckeres Essen gehört ebenfalls zu einem guten Urlaub. Nachhaltiger Tourismus bedeutet auch, regionale Spezialitäten zu genießen. Statt im exotischen Restaurant oder in der Fast-Food-Kette einzukehren, setzt du auf lokale Leckereien. In Niedersachsen heißt das: Heidschnucke, Wild, Nordseekrabben, Spargel und Kuchen mit Äpfeln aus dem Alten Land.

Frau liegt in einem Baumhaus bei Sonnenuntergang
p p

Sicher dich gegen finanzielle Folgen von Unfällen ab!

Wir hoffen natürlich, dass du einen unfallfreien und umweltschonenden Urlaub in Niedersachsen erlebst. Doch gerade in der Freizeit passieren viele Unfälle, die nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt sind. Unsere private Unfallversicherung hilft dir, die finanziellen Folgen von schweren Verletzungen zu tragen und schnell wieder auf die Beine zu kommen – für den nächsten nachhaltigen Urlaub. Du kommst aus Bremen oder Bremerhaven? Hier findest du alle Infos zur privaten Unfallversicherung der ÖVB.

Beispiele für nachhaltigen Tourismus in Niedersachsen

Schon Goethe wusste: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“ Kaum einer, der diese geflügelten Worte nicht kennt. Ob der große Dichter damit immer noch recht hat, kannst du ganz einfach herausfinden. Traumhafte Strände findest du nicht erst nach einem zwölfstündigen Flug. Spätestens wenn du Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog oder Wangerooge einmal besucht hast, weißt du die ostfriesischen Inseln (interner Link „Insel-Hopping“) zu schätzen: Breite Sandstrände, Dünen mit Dünengras, Strandkörbe und Meer soweit das Auge reicht – zu jeder Jahreszeit zeigen sich die Nordseeinseln von ihrer charmanten, manchmal etwas rauen Seite. Die steife Brise, die dir um die Ohren weht, lässt den Alltag schnell vergessen – ein Urlaub an der ostfriesischen Nordseeküste ist Erholung pur! Insbesondere Juist ist ein prima Beispiel für nachhaltigen Tourismus: Bis zum Jahr 2030 möchten die Inselbewohner zusammen mit den Besuchern CO2-neutral leben. Autofrei ist die 17 Kilometer lange Insel sowieso schon – stattdessen siehst du hier Kutschen und Fahrräder. Pensionen und Hotels bieten Pauschalreisen mit der Bahn an, Energie wird aus Wind, Solar und Geothermie gewonnen. 2015 hat Juist für dieses Engagement bereits den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten.

 

 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

 

 

 

Ein Beitrag geteilt von K a t j a (@kvxsh) am


Wer den Strand lieber gegen Berge tauscht, ist im Harz gut aufgehoben. Das Mittelgebirge grenzt an Sachsen-Anhalt und Thüringen eignet sich perfekt für Aktivurlauber: Skifahren im Winter, Wassersport, Wandern und Klettern im Sommer, Natur erleben am Brocken, Weltkulturerbe entdecken in Goslar.

Die Lüneburger Heide wird nicht umsonst als deutsche Toskana bezeichnet. Wenn im Sommer das Heidekraut in Lila und Pink um die Wette blüht, glaubt man kaum, noch in Deutschland zu sein. Die weitläufigen Heideflächen mit den leuchtenden Blütenteppichen verzaubern jeden Besucher.

 

 

 

 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

 

 

 

Ein Beitrag geteilt von Christiane travels the world (@christiane_travels_the_world) am


Und selbst Städtetrips müssen nicht über die Grenzen des Bundeslandes hinausgehen. Wusstest du etwa, dass in Celle das größte zusammenhängende Fachwerkensemble Europas steht? Insgesamt 480 denkmalgeschützte Fachwerkhäuser präsentieren sich in der historischen Altstadt. Mit dem Niedersachsenticket der Deutschen Bahn kannst du für 23 Euro an einem Tag hin und zurück; nimmst du noch 4 Freunde mit, zahlt jeder nur 7,80 Euro. Der Besuch lohnt sich besonders während der Kunst-, Wein- und Weihnachtsmärkte.

Ähnliche Artikel