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Kreative Ausbildungsberufe

Gut bezahlte Jobs mit Zukunft

Nach dem Abitur erscheint vielen Abgängern ein Studium häufig wie der logische nächste Schritt. Die Möglichkeiten für kreative Ausbildungsberufe ziehen viele Abiturienten gar nicht erst in Erwägung. Dabei sind Bachelor und Master noch lange keine Garantie für einen erfolgreichen Berufseinstieg, während eine betriebliche Ausbildung auch die Chance birgt, nach dem Abschluss direkt übernommen zu werden. Welcher Ausbildungsberuf zu dir passt und in welchen Berufen du schon am Anfang deiner Karriere ein kompetitives Gehalt einstreichen kannst, verraten wir dir hier.

Redakteurin VGH Wiebke Knoche JetztLosleben
von Wiebke Knoche8 Januar, 2021
Kreative Ausbildungsberufe mit Zukunft

Dein Persönlichkeitsprofil: Welcher Job passt zu dir?

Nach dem Schulabschluss noch nicht zu wissen, was du danach machen möchtest, ist völlig normal. Plötzlich die Wahl aus tausenden Möglichkeiten in den Berufseinstieg zu haben ist aufregend, kann einen auch leicht überfordern. Am wichtigsten ist, dass du herausfindest, was dich als Mensch antreibt und was dir in deinem Alltag und der Schule Freude macht. Es gibt viele Anhaltspunkte, an denen du erkennen kannst, ob zum Beispiel ein kreativer Ausbildungsberuf zu dir passt.

Was waren deine Lieblingsfächer in der Schule?

Welche Fächer dir Spaß gemacht haben und welche dich eher gelangweilt haben, ist ein guter Indikator dafür, welcher Beruf dich begeistern wird: Du magst Mathe und Logik? Dann bist du im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) möglicherweise gut aufgehoben. Der Kunst-Unterricht oder die Theater-AG waren dein Highlight im Schulalltag? Schau doch mal nach kreativen Ausbildungsberufen.

Frag bei deinen Freunden und Eltern nach, wie sie dich sehen!

Vielleicht ist denen nämlich längst klar, für welchen Beruf du geboren bist – oder sie können dir zumindest eine Fremdeinschätzung deiner Stärken und Schwächen geben. Wenn du Freunde hast, die schon in die Ausbildung gestartet sind, frag doch bei Ihnen nach, welche Aufgaben sie haben und was ihnen an ihrem Beruf gefällt.

Welche Hobbies hast du?

Oft verstecken sich in unseren Freizeitaktivitäten Hinweise auf unseren Traumjob: Für deinen Instagram Account hast du das Fotografieren gemeistert? Deine große Leidenschaft ist das Kochen von veganen Rezepten? Dein eSports-Team würde ohne deine Organisationsskills auseinanderfallen? Sieh unbedingt nach, ob es einen Job gibt, in dem du diese Fähigkeiten anwenden kannst!

Welche Erwartungen hast du an dein Arbeitsleben?

Kannst du dir einen Office-Job vorstellen? Ist es dir wichtig, Aufstiegschancen zu haben und viel Geld zu verdienen? Schichtdienst und die Arbeit am Wochenende kommen für dich nicht in Frage? Viele Berufe kannst du ausschließen, wenn du herausfindest, wie genau du dir dein zukünftiges Arbeitsleben vorstellst.

Noch unsicher? Mach doch erst einmal ein Praktikum!

Natürlich hast du auch während der Schulzeit schon eines oder mehrere Pflichtpraktika machen können. Wenn da aber noch nichts dabei war, ist es eine gute Idee, nach dem Schulabschluss auf diesem Wege nochmal in einen Beruf herein zu schauen, der dich neugierig macht.

Lass dir ruhig ein wenig helfen!

Ein Berufsberater kann dir helfen, den passenden Job für deine Skills zu finden. Manchmal reicht aber auch schon einer von zahlreichen Selbsttests im Internet, um neue Wege zu entdecken, auf die man von alleine nicht gekommen wäre.

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Kreative Ausbildungsberufe

Wenn du dir ein paar Gedanken dazu gemacht hast, was du willst, kannst du selbstbewusst in die Jobsuche starten. Im Folgenden haben wir für dich einige kreative Ausbildungsberufe gesammelt – das ist aber lange noch nicht alles. 326 anerkannte Ausbildungsberufe gab es 2019 in Deutschland. Betrachte diese Liste also am besten als Startpunkt für deine Recherche, wenn deine Berufung nicht dabei ist. Auf ausbildung.de findest du eine Liste mit allen Ausbildungsberufen, die es in Deutschland gibt – da findest du dann auch weiterführende Infos zu allen Ausbildungen, die auf dieser Liste keinen Platz finden.

Wer mit Medien kreativ werden will, wird Mediengestalter – oder lernt als Fachinformatiker die technischen Grundlagen der Webgestaltung

Kreative Medienprofis

Wer seiner Kreativität freien Lauf lassen will, für den kommen viele kreative Ausbildungsberufe in Frage: Am offensichtlichsten ist der Medien- und Marketingbereich. Der/die Kaufmann/Kauffrau für Marketingkommunikation entwickelt smarte Konzepte, um Produkte und Dienstleistungen an den Markt zu bringen. Der/die Mediengestalter/in übersetzt solche Konzepte technisch in frische Designs, egal ob Website, gedrucktes Magazin oder Film. Der/die Fotograf/in macht nicht nur tolle Bewerbungsfotos, sondern hat bei vielen Aufträgen einen total kreativen Beruf – egal ob Fashion-Shoot, Produktfotografie oder individuelles Portrait. Solche künstlerischen Berufe mit Zukunft werden so schnell von keinem Roboter übernommen werden können.

Kreative Jobs im Handwerk: Als Schneiderin oder Kunsthandwerkerin kann man kreativ werden, ohne an einen Bildschirm gefesselt zu sein

Kreative Jobs im Handwerk

Aber auch außerhalb der Medienwelt gibt es kreative Ausbildungsberufe, bei denen die eigenen Ideen zählen. Das Medium Garten- und Landschaftsbauer/innen und Florist/innen sind halt nicht Pixel oder Druckfarbe, sondern Blumen und Pflanzen. Einen individuellen Strauß oder die Gestaltung einer Gartenanlage erfordern deswegen nicht weniger Kreativität. Schneider/innen, Raumausstatter/innen und Kunsthandwerker/innen müssen einen guten Sinn für Ästhetik haben, gleichzeitig aber auch die Materialien meistern, mit denen sie arbeiten. Etwas weniger fein geht es bei Tischler/innen, Maler/innen und Lackierer/innen zu – aber auch hier erwarten die Kunden gutes, kreatives Handwerk genau nach ihren Wünschen. Tolle gestalterische Berufe, wenn man am Ende gerne ein Ergebnis zum Anfassen hat und gerne mit den Händen arbeitet.

Auch Koch, Bäcker oder Konditor ist beim richtigen Betrieb ein richtig kreativer Ausbildungsberuf
Betriebliche AltersvorsorgeBeim Berufseinstieg schon an die Rente denken

Kreative Köche und Kosmetiker

Kreative Gerichte und das Handwerk der Küche lernen Konditor/innen, Bäcker/innen und Köch/innen. Es kommt natürlich ein wenig auf den Betrieb an, wie viel Kreativität hier im Berufsalltag stattfindet, so oder so bekommst du aber das Handwerkszeug mit auf den Weg, deine Ideen in der Küche umzusetzen. Eher #nofilter als #foodporn? Friseure, Kosmetiker/innen und Maskenbildner/innen stehen in ständigem Kundenkontakt und wissen, welchen Look der Kunde möchte, bevor er es selber weiß. Auch das können kreative Ausbildungen sein.

Kreativität ist in vielen Ausbildungsberufen gefragt

Kreativität muss nicht immer etwas mit gestalterischen Berufen zu tun haben: In vielen Berufen kannst du glänzen, wenn du kreative Problemlösungsstrategien entwirfst und gute Ideen hast, die dir und deinen Kollegen den Arbeitsalltag erleichtern. Zum Beispiel kannst du als Softwareentwickler eine tolle Idee zur Automatisierung von Prozessen in deinem Unternehmen beisteuern oder als Erzieherin ein tolles Lernspiel für deine Kindergartengruppe aushecken – deine Vorgesetzten werden es dir danken!

Soziale und Medizinische Ausbildungsberufe

Hast du eine soziale Ader, kommen erzieherische, pflegerische und medizinische Ausbildungsberufe infrage. Diese sind zudem Ausbildungsberufe mit Zukunft: Die Gesellschaft wird immer älter, der Bedarf an Pflege und Betreuung dementsprechend immer größer. Da es in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf Kitaplätze gibt, sind Erzieher sehr gefragt. Bei den folgenden Ausbildungsberufen hast du regelmäßig mit Menschen Kontakt, kannst ihnen mit deinen fachlichen und persönlichen Fähigkeiten helfen und ihr Leben verbessern:

  • Hörgeräteakustiker
  • Alten und Krankenpfleger
  • Logopäde
  • Augenoptiker
  • Erzieher
  • Zahnarzthelfer
  • Ergotherapeut

Bestbezahlte Ausbildungsberufe

Akademiker verdienen im Schnitt mehr als Fachkräfte und Handwerker. Allerdings: Ein Uni-Abschluss bedeutet keine Job-Garantie. Manche Bachelor- und Master-Absolventen arbeiten in Berufen, für die sie überqualifiziert sind. Andere Akademiker verdienen weniger als manch ein Meister, der mehr Anfragen erhält, als er mit seiner Firma bewältigen kann. Viele kaufmännische und technische Ausbildungen zählen zu den bestbezahlten Ausbildungsberufen. Zum Beispiel Finanzwirt/in, Sozialversicherungsfachangestellte/r, Elektroniker/in für Betriebstechnik oder Mechatroniker/in. So verdienen Azubis in Banken und Versicherungen wie der VGH sowie Sozialversicherungsfachangestellte in der Ausbildung vergleichsweise viel: 800 bis 1.100 Euro brutto im Monat sind im ersten Ausbildungsjahr möglich. Physiklaboranten und Mechatroniker verdienen in der Ausbildung ebenfalls gutes Geld: Im ersten Lehrjahr gibt’s monatlich rund 900 Euro. 

Machst du eine Ausbildung zum Fachinformatiker bei der VGH, bekommst du anfangs 972 Euro. Auch in der Handwerksbranche finden sich sehr ordentlich bezahlte Ausbildungsberufe: Maurer sowie Beton- und Stahlbetonbauer sind mit rund 800 Euro Ausbildungsgehalt im ersten Jahr gut aufgestellt. Auch Polizisten und Fluglotsen haben zu Beginn ihrer Ausbildung mit einem Monatsgehalt von rund 1.000 bis 1.200 Euro bereits einen guten Verdienst. Was du nach deiner Ausbildung verdienst, kannst du in unserem Gehaltsvergleich für Niedersachsen erfahren.

Kaufmännische und technische Ausbildungsberufe

Digitalisierung, Energie, Chemie, Wirtschaft – Schlagworte, die in vielen Berufen eine große Bedeutung haben. Du kannst mit einer Ausbildung im kaufmännischen oder technischen Bereich die Zukunft vieler großer und kleinerer Unternehmen mitgestalten. Gerade die Berufsfelder, die ein Studium oder eine Ausbildung im MINT-Bereich erfordern, haben noch den Ruf, echte Männerdomänen zu sein – das ändert sich aber langsam.

  • Kaufmann für Groß- und Außenhandel
  • Kaufmann im E-Commerce
  • Bankkaufmann
  • Informatikkaufmann
  • Steuerfachangestellter
  • Fachinformatiker
  • Fachkraft für Betriebslogistik
  • Umweltschutztechniker
  • Lebensmitteltechniker
  • Chemielaborant

Betriebliche oder schulische Ausbildung?

Wer eine Ausbildung anfängt, hat die Qual der Wahl: Eine klassische duale Ausbildung im Betrieb oder eine schulische Ausbildung, bei der du noch einmal bis zu drei Jahre die Schulbank drückst? Die Vor- und Nachteile erfährst du hier:

Schulische Ausbildung

Viele kreative Ausbildungsberufe kannst du auch in einer schulischen Ausbildung erlernen. Bei einer schulischen Ausbildung verbringst du die gesamte Zeit deiner Ausbildung in der Schule. Vermittelt wird breites Branchen- und Fachwissen. Praktische Erfahrungen in einem Unternehmen machst du bei dieser Form der Ausbildung nur, wenn du in deinen Schulferien ein Praktikum machst oder neben der Schule arbeitest. Oft ist ein Pflichtpraktikum Teil der Ausbildung. Im Gegensatz zur betrieblichen Ausbildung bekommst du bei einer schulischen Ausbildung keine Vergütung und zahlst oft noch Gebühren für deine Ausbildung. 

Betriebliche Ausbildung

Bei der betrieblichen Ausbildung wirst du optimal für die Aufgaben in deinem Betrieb ausgebildet. Du wirst also eher zum Spezialisten in den Aufgaben deines Unternehmens. Obwohl es schwarze Schafe gibt, die in einem Azubi eher eine günstige Arbeitskraft sehen, werden 61% der Auszubildenden von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen. In einem kreativen Ausbildungsberuf ist das eine tolle Chance, von Anfang an gut zu verdienen. Außerdem bekommst du während deiner Ausbildung eine nicht unwesentliche Vergütung. Wenn du dich auf eine der begehrten betrieblichen Lehrstellen bewerben möchtest, kannst du im Blog nachlesen, wie du die perfekte Bewerbung schreibst und dann das Vorstellungsgespräch rockst.

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