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Klima verbessern: Das kannst du zu Hause dafür tun

Klimaschutz geht uns alle an. Und wenn jeder einen kleinen Teil dazu beiträgt, können wir zusammen viel erreichen. Dass Radfahren besser fürs Klima ist als der PS-starke Sportwagen, ist nun kein Geheimnis. Aber wusstest du, dass sogar richtiges Lüften und umweltfreundliches Einkaufen das Klima verbessern können? Wir haben hier ein paar einfache und wichtige Tipps, mit denen du nicht nur das Klima schützen kannst, sondern auch deinen Geldbeutel.

Die wichtigsten Treibhausgase und wo sie hauptsächlich entstehen:

  • Kohlenstoffdioxid (CO2): Verbrennungsprozesse – z.B. im Stromkraftwerk
  • Methan (CH4): Klärwerke, Mülldeponien, Erdgasförderung, Tierhaltung (v.a. Wiederkäuer wie Rinder)
  • Lachgas (N2O): Düngemittel
  • Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW): Aluminiumproduktion, Kühlmittel, Kunststoffherstellung

Energiesparen im Haushalt schützt das Klima

Stromsparen schützt das Klima. Warum? Ein großer Teil der CO2-Emissionen entsteht bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Öl oder Kohle – und die machen immer noch rund die Hälfte des in Deutschland produzierten Stroms aus. Hier eine Checkliste mit einfachen Maßnahmen, wie du zu Hause Energie sparen kannst:

  • richtig lüften
  • Geräte ausschalten, statt auf Stand-by
  • Ökoprogramme bei Wasch- und Spülmaschine
  • Heizung: Thermostat runter
  • Kühlschrank: Temperatur hoch
  • Energiesparlampen
  • Wärmedämmung am Haus

Die Wärmedämmung von Wänden, Fenstern und Türen ist natürlich Sache des Hausbesitzers. Doch alle anderen Klimaschutzmaßnahmen kannst du auch super in einer Mietwohnung umsetzen. Hier kommen die Erklärungen, wie’s richtig geht:

Richtig lüften: Im Sommer kannst du natürlich Tag und Nacht das Fenster gekippt lassen. Doch im Winter, wenn die Heizung läuft, verbrennst du damit bares Geld. Viel energiesparender ist kurzes Stoßlüften nach Bedarf: Fenster auf, Heizung aus.

Bye-bye, Stand-by: Du willst Strom sparen? Dann trenne die Geräte mit Stand-by Funktion doch einfach vom Netz. Das schützt das Klima und schont den Geldbeutel.

Ökoprogramme: Omas Uraltgeräte sollten definitiv neuen Geräten mit einer hohen Energieeffizienzklasse weichen. Wasch- und Spülmaschinen haben mittlerweile immer ein Ökoprogramm. Sachen, die nicht superschmutzig sind, brauchen keinen Heißwaschgang, sondern werden auch bei niedrigen Temperaturen sauber – verbrauchen dabei aber viel weniger Strom und Wasser. Außerdem: Mach die Maschine immer ganz voll. Leerlauf ist Energieverschwendung.

Klimaschutz: Junges Paar kocht mit iPad in der Küche
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Schütze dein Hab und Gut

Du hast dir gerade neue, klimafreundliche Elektrogeräte gekauft? Super! Bestens geschützt ist dein Hab und Gut mit einer Hausratversicherung: Bei Feuer, Wasserschaden und Co. ersetzt die Versicherung dir den aktuellen Wert oder bezahlt die Reperatur. Wenn du aus Bremen oder Bremerhaven kommst, findest du hier alle Infos zur Hausratversicherung der ÖVB.

Heizung runterdrehen: Du sitzt auch im Winter mit T-Shirt auf der Couch? Dann hast du eine Menge Energiesparpotenzial. Jedes Grad weniger spart bis zu sechs Prozent Energie. 20 Grad Raumtemperatur sind ein guter Mittelweg zwischen Gemütlichkeit und Klimaschutz. Tipp: Mit einer Zeitschaltuhr kannst du programmieren, wann die Heizung anspringen soll und wie warm du es haben möchtest. So braucht der Heizkörper nicht den ganzen Tag laufen und es ist trotzdem gemütlich, wenn du nach Hause kommst.

Kühlschranktemperatur: Wenn im Kühlschrank sieben statt fünf Grad Celsius herrschen, schadet das den Lebensmitteln nicht, spart aber Energie und schützt so das Klima.

Energiesparlampen: Moderne LEDs haben die Macken der ersten Energiesparlampen überwunden. Es gibt also keinen Grund mehr, an den alten stromfressenden Glühbirnen festzuhalten. Der Wechsel geht schnell und trägt nachhaltig zum Klimaschutz bei.

Wie groß ist dein CO2-Fußabdruck?

Lass es dir online ausrechnen. Dabei kannst du ganz gut sehen, was du privat dafür tun kannst, um deinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Der Rechner zeigt dir auch direkt an, wie viele Bäume du pflanzen müsstest, um deine CO2-Produktion auszugleichen.

Mit Gemüse die Welt retten: Klimafreundlich einkaufen

Auch beim Wocheneinkauf kannst du einen großen Unterschied in Sachen Klimaschutz machen: Mehr Gemüse, weniger Fleisch und Milch.

Die Begründung: Methan hat einen Anteil von 20 Prozent am von Menschen verschuldeten Treibhauseffekt. Und wer produziert am meisten Methan? Pupsende Kühe. Und davon gibt es weltweit rund eine Milliarde, um die menschliche Lust auf Fleisch und Milch zu befriedigen. Auch andere Tierprodukte glänzen nicht gerade mit ihrer Ökobilanz, denn das Kraftfutter für die Massentierhaltung wird meist vom anderen Ende der Welt angeliefert. Das pustet ordentlich CO2 in die Luft.

Alternativen gibt es viele:

Soja- statt Kuhmilch, Tofubolognese statt Rinderhack und Seitan- statt Schweineschnitzel.

Wenn du jetzt denkst: „Aber Soja zerstört den Regenwald!“, hast du Recht – aber nicht so ganz. Es stimmt, für große Sojakulturen werden riesige Regenwaldflächen gerodet. Das ist schlecht fürs Klima und die dort lebenden Tiere. Aber: Rund 80 Prozent des weltweit angebauten Sojas werden nicht zu Tofu, sondern zu Tierfutter.

Und da sind wir direkt beim nächsten Klimaschutztipp für den Wocheneinkauf: Kauf regional und saisonal. Noch besser als die Sojamilch ist zum Beispiel Hafermilch – die kommt aus Norddeutschland. Schau auf dem Wochenmarkt in deiner Stadt oder in einem von Niedersachsens zahlreichen Hofläden vorbei. Je weniger dein Essen herumgefahren wird, desto besser fürs Klima. Obst und Gemüse, das gerade Saison hat, ist nicht nur gesünder fürs Klima, sondern schmeckt auch besser. Oder hast du schon jemals im Dezember Erdbeeren gegessen, die so richtig lecker waren?

Klimaschutz: Einkaufen auf dem Wochenmarkt
Regional und saisonal: Auf dem Wochenmarkt kaufst du klimafreundlich ein.

Wie kann ich das Klima noch mehr schützen?

Wenn du jetzt voll motiviert bist, dein Leben klimafreundlicher zu machen: Der Nabu hat eine Liste mit 77 Klimaschutz- und Stromspartipps für den Alltag erstellt. Du musst sie ja nicht alle sofort umsetzen – jedes Bisschen Umweltschutz zählt!

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