Kleine Wohnung: Junges Paar steht mit Neugeborenem in der Wohnung neuer voller Umzugskartons.

Kleine Wohnung mit Nachwuchs – so holst du das Beste aus deinen vier Wänden

Der Nachwuchs ist da und das Glück perfekt. Nur deine kleine Wohnung gleicht seit dem Einzug des Winzlings einem chaotischen Schlachtfeld. Der kleine Mensch benötigt eben längst nicht nur Luft und Elternliebe zum Leben. Irgendwie ist alles zu klein und zu eng geworden – für einen Umzug fehlt jedoch das Geld. Macht nichts! Mit unseren DIY-Tipps zauberst du wieder mehr Platz in das Familiendomizil – clevere Umbaumaßnahmen inklusive!

Das erfährst Du in diesem Artikel

Kleine Veränderungen, große Wirkung: So schaffst du mehr Stauraum in deiner Wohnung

Schau dir deine kleine Wohnung genau an. Vielleicht wirkt sie auf den ersten Blick ziemlich vollgestopft. Wie sollst du hier zusätzlichen Stauraum schaffen? Ganz einfach, indem du Ecken und Nischen gekonnt nutzt! Dafür brauchst du nicht notwendigerweise neue Möbel. Nein, du kannst stattdessen dein bestehendes Inventar pimpen.

Beispiel Küchenmöbel: Ist dir schon mal aufgefallen, wie viel Platz du unterhalb der Schrankdecken verschwendest? Das lässt sich im Nu ändern. Besorge dir zusätzliche Miniregale, die du in deinen Küchenschrank stellst oder hängst. Schiefe Tellertürme oder gefährlich aufeinander gestapelte Konservendosen gehören mit diesem Lifehack der Vergangenheit an.

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Auch die Innenseiten von Schranktüren kannst du als Platzspender nutzen. Dazu benötigst du lediglich einen Zeitschriftenhalter, den du auf der Innenseite fixierst. Der perfekte Ort für sperrige Küchenutensilien wie Backpapier, Aluminium- und Frischhaltefolie.

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Weitere Beispiele für mehr Stauraum: Ausziehschubladen unter Möbeln

Die zwei Beispiele machen ein Prinzip deutlich, dass du auf deine komplette kleine Wohnung übertragen kannst: Nutze kahle Türen und Wände sowie luftige Flächen für deine Zwecke! Unter der Kommode im Flur ist ein Hauch von Nichts? Prima, denn hier ist der ideale Platz für eine Ausziehschuhablage für eure unzähligen Hausschuhe. Apropos Ausziehschublade: Die konstruierst du mithilfe von vier Rollen und einer passenden Ablage ganz einfach selbst. So kannst du zudem das Chaos unter deinem Bett bekämpfen. Die Fläche wird von vielen häufig als Stauraum genutzt – clever! Doch mindestens genauso häufig verlieren Platzsparfüchse den Überblick, welche Schätze das Schlafnest über all die Jahre verschluckt.

Optische Täuschung: Kleine Wohnung größer wirken lassen

Praktisch ist gut, aber schön soll sie auch sein, deine kleine Wohnung. Und nicht winzig wirken. Glücklicherweise kannst du dein Domizil mit einfachen Tricks optisch vergrößern. Berücksichtige folgende Punkte bei deinen Umgestaltungsmaßnahmen:

  • Helle Wände. Sie verleihen den Räumen Weite und wirken grundsätzlich luftiger. Dunkle Farben hingegen engen ein. Farbenfrohe Möbel und Deko-Objekte sind ebenfalls willkommen, solange du damit nur Akzente setzt.
  • Weniger ist mehr. Überlade deine kleine Wohnung nicht mit Einrichtungsgegenständen. Die sind im Einzelnen sicher ganz hübsch, in der Summe wirken sie jedoch unruhig. Beschränke dich auf das Wesentliche – das ist auch beim Staubwischen von Vorteil.
  • Ein kleines Bad oder einen schmalen Flur kannst du mit einem geschickt positionierten Spiegel optisch vergrößern. Im Idealfall bildet die Spiegelfläche einen hellen Hintergrund ab, also eine helle Wand oder helle Möbel und nicht das überquellende Bücherregal.
  • Niedrige Decken kannst du mithilfe von Leuchten strecken, die das Licht an die Decke werfen – oder zumindest an den oberen Bereich von Wänden.

Hoch hinaus: So nutzt du hohe Decken als Stauraum

Deine kleine Wohnung geht vielleicht nicht in die Breite, dafür aber in die Höhe? Sehr gut, denn es gibt unzählige Möglichkeiten, wie du den oberen Bereich nutzen kannst. Befestige zum Beispiel im engen Bad ein Regal oberhalb des Türrahmens, um darauf Handtücher oder andere Badutensilien abzulegen. Oder konstruiere gleich eine zweite Ebene in einer passenden Nische der Wohnung. Ein komplexer Einbau ist nicht unbedingt notwendig. Eine Holzplatte und ausreichend Verankerungen, etwa in Form von Schienen, tun es auch. Darin verstaust du am besten Dinge, auf die du nicht täglich zugreifen musst. Schau doch gleich mal beim Baumarkt in deiner Nähe vorbei.

Nicht nur für Kinder attraktiv: ein Hochbett. Ob die Luft oben besser ist, darüber lässt sich gewiss streiten. Doch die Argumente sprechen für sich: Unter der Koje auf Stelzen kannst du den Platz perfekt nutzen, etwa für deinen Schreibtisch, eine Spieleecke oder deine kuschelige Couch. Damit du dir beim Aufstehen nicht deinen Kopf stößt, sollte der Abstand zur Decke natürlich entsprechend groß sein. Und sogar der Weg hinauf kann mithilfe eines Treppenregals zum praktischen Stauraum-Wunder verwandelt werden.

Was darfst du als Mieter in der Wohnung verändern?

Die Idee ist fix. Bevor du nun den Bohrer für deine umfassenden Renovierungsarbeiten ansetzt, solltest du aber noch über die rechtliche Lage im Blick sein. Darfst du einfach mit deinem Umbau loslegen? Jein. Es kommt nämlich darauf an, was du verändern möchtest. Grundsätzlich hast du das Recht darauf, deine Wohnung umzubauen, wenn du dabei nicht erheblich in die Bausubstanz eingreifst. Wenn du also beispielsweise Dübellöcher in die Wand bohrst, um Regale zu befestigen oder die Wände farbig streichst, benötigst du dafür in der Regel keine Genehmigung vom Vermieter. Es sei denn, im Mietvertrag sind genaue Vorgaben dazu festgelegt. Für das Einziehen einer Zwischenwand ist dagegen sehr wohl eine Einwilligung vonnöten.

Allerdings ist nicht immer zweifelsfrei klar, was genehmigungspflichtig ist und was nicht. Deshalb raten wir dir, geplante Renovierungsmaßnahmen stets von deinem Vermieter genehmigen zu lassen.
Solche Umbauten gehen in der Regel auch mit Lärm einher. Den hören deine Nachbarn natürlich nicht gerne. Um nicht auf Kriegsfuß mit diesen zu stehen, benachrichtige sie über deine Pläne. Und kündige am besten an, wann du lärmintensiv arbeitest. So haben deine Nachbarn die Möglichkeit, ihre Zeit gegebenenfalls anderswo zu verplanen. Grundsätzlich solltest du außerdem Ruhezeiten berücksichtigen. Das betrifft nicht nur die Nachtruhe, sondern – sofern im Mietvertrag festgelegt – auch die Mittagsruhe.

Umbauten schriftlich festhalten

Halte die Maßnahmen schriftlich fest. Das Schriftstück sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Was wird genau verändert?
  • Was geschieht mit den Umbauten, wenn du ausziehst?
  • Wer kommt für eventuelle Kosten der Instandhaltung auf?
Kleine Wohnung: Junges Paar steht mit Neugeborenem in der Wohnung neuer voller Umzugskartons.

Haftpflicht bei Mietsachschäden

Beim Umbau wolltest du deinen Spiegel befestigen und dabei ist dir der Hammer ins Waschbecken gefallen? Solche und andere Mietsachschäden passieren schnell. Wer kommt aber nun für den Schaden auf? Wenn du über eine Privathaftpflichtversicherung verfügst, deckt sie diesen ab – sofern es sich um festverbautes Inventar der Mietwohnung handelt.

Beispiele für Mietsachschäden, die eine Privathaftpflichtversicherung abdeckt:

  • Fenster, Türen und Wände
  • Sanitäranlagen (Waschbecken, Toiletten, Badewannen, Duschen)
  • Böden (zum Beispiel Fliesen und Dielen)
  • Einbauschränke

Hier findest du weitere Infos zur Haftpflichtversicherung der VGH und ÖVB (für alle aus Bremen und Bremerhaven).

Ein Angebot der
VGH ÖVB

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