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Funsport in Niedersachsen: Von Wattolümpiade bis Bauchtanz

Funsport ist alles, was extrem viel Spaß macht und ein bisschen außergewöhnlich ist. Der Sportfaktor steht dabei mal mehr mal weniger im Vordergrund: Nach dem Kitesurfen an der Nordsee hast du vermutlich mehr Muskelkater als nach einem Seifenkistenrennen. Wir haben dir ein paar coole Ideen für Funsport in Niedersachsen rausgesucht.

Ab aufs Wasser: Kiten an der Küste

Wasser hat ja grundsätzlich einen gewissen Spaßfaktor, kein Wunder also, dass viele Funsportarten genau dort stattfinden: Kitesurfen zum Beispiel. Dabei stehst du auf einem Surfbrett, logisch. Der Clou: Du lässt dich von einem Lenkdrachen ziehen, der an deinem Körper befestigt ist und den du mit den Händen steuerst. Wenn du Drachensteigen schon immer super fandest und außerdem auf Wasser und High-Speed-Action stehst, ist das genau dein Ding. Kitesurfen kannst du vor allem an der Nordsee, weil hier ordentlich Wind weht. Ohne eine steife Brise funktioniert dieser Funsport nämlich nicht. Aber auch im Landesinneren gibt es ein paar Spots, an denen du Kitesurfen lernen kannst.

Wenn du lieber ohne Wind mit einem Board über das Wasser gleitest, probier’s doch mal mit Stand-Up-Paddling (kurz SUP). Dabei stehst oder kniest du auf einem Brett, das etwas breiter und kürzer ist als klassische Surfbretter, und manövrierst dich mit einem langen Paddel übers Wasser. Das kann ganz entspannt und meditativ sein, aber auch richtig actiongeladen. Immerhin gibt es sogar Meisterschaften im Schnellpaddeln. Oder du stürzt dich mit Board und Paddel in reißende Strömungen – ähnlich wie beim Kanufahren.

Das Praktische: Da die Funsportarten auf dem Wasser alle irgendwie miteinander verwandt sind, kannst du sie oft alle an einem Ort testen und so überall mal reinschnuppern. Wenn du in Niedersachsen Kitesurfen lernen willst, kannst du das zum Beispiel in Norddeich, am Steinhuder Meer oder in Neuharlingersiel. Schnupperkurse gibt es teilweise schon ab 100 Euro. Für einen Anfängerkurs solltest du 200 bis 300 Euro einplanen. Wenn du danach Blut geleckt hast und häufiger mit dem Kite die Wellen reiten willst, muss natürlich eigene Ausrüstung her. Dafür legen wir dir einen Besuch bei WSM Funsport in Oldenburg ans Herz.

Schatzsuche 2.0: Geocaching und Lost Places in Niedersachsen

Geocaching ist ein Funsport, der an die Schnitzeljagd aus Kindertagen erinnert. Statt kleiner Papierzettel hast du allerdings Koordinaten aus dem Internet und ein GPS-Gerät zur Hand. Im Netz findest du Koordinaten zu Schätzen, sogenannten Caches, in deiner Region. Manche Orte sind vergleichsweise einfach zu erreichen, andere erfordern Ausdauer und Klettergeschick; einige Schätze sind sogar unter Wasser versteckt. Für Knobelfans gibt es Rätselcaches, bei denen du erst ordentlich Hirnschmalz bemühen musst, um die Koordinaten rauszubekommen. Hast du den Schatz gefunden, trägst du dich ins beiliegende Logbuch ein und tauschst den Inhalt gegen eine Kleinigkeit aus, die du selbst mitgebracht hast.

Diesen coolen Funsport kannst du im Grunde überall in Niedersachsen betreiben. Wenn es in deiner Gegend für deinen Geschmack noch zu wenig Caches gibt, kannst du auch selbst welche verstecken und andere Leute auf Schatzsuche schicken. Mit einer Geocaching-Tour im Harz kannst du das Naturschutzgebiet ganz neu entdecken und für Anfänger gibt es sogar geführte Geocaching-Touren, bei denen du nicht mal ein eigenes GPS-Gerät brauchst. Kostenpunkt: 40 bis 50 Euro für eine Tour, 80 bis 200 Euro für ein handliches GPS-Navigationssystem.

Geocaching: Junge Frau läuft mit Navigationssystem durch den Wald begleitet von zwei jungen Männern
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Unbeschwerte Freizeit

Wusstest du eigentlich, dass die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift, wenn dir in deiner Freizeit was passiert?

Deshalb ist es sinnvoll, eine private Unfallversicherung zu haben. Im Ernstfall kannst du dich ganz aufs Gesundwerden konzentrieren. Wir sorgen dafür, dass dein Unfall nicht auch noch zur finanziellen Belastung wird. Du kommst aus Bremen oder Bremerhaven? Hier geht’s zu den Infos zur privaten Unfallversicherung der ÖVB.

Eigentlich ein Hobby für sich, das sich aber prima mit dem Funsport Geocaching verbinden lässt: Das Erkunden von Lost Places – also von verlassenen Orten, die kaum noch jemand kennt. Die spezielle Atmosphäre dort erinnert häufig an Horror- oder Endzeitfilme. Ein paar sehenswerte Lost Places in Niedersachsen findest du zum Beispiel in Hannover und der Lüneburger Heide.

Hüftschwung mal anders: Bauchtanz und Poledance

Du denkst bei dem Wort „Tanzschule“ an die befremdliche Atmosphäre der Tanzstunde in der achten Klasse und fragst dich bis heute, wozu die Welt Foxtrott braucht? Dann wird es Zeit, dir zu zeigen, dass Tanzen definitiv Funsport ist – du musst nur den richtigen Tanz finden.

Von Bauchtanz hast du sicherlich schon mal gehört. Ausprobiert hast du es wahrscheinlich noch nicht (außer heimlich und alleine vor dem Spiegel). Bauchtanz macht ziemlich viel Spaß. Und Sport ist es auch, denn du trainierst nebenbei auch noch deine Bauch-, Rücken- und Beckenbodenmuskulatur und verbesserst deine Körperhaltung. Ob du lieber den klassischen Bauchtanz wie aus 1001 Nacht oder den wilder anmutenden Tribal Fusion Bellydance magst, bleibt dir überlassen. Viele Bauchtanzschulen bieten beides an. Kurse gibt es fast überall in Niedersachsen für vergleichsweise wenig Geld. Wer zum Beispiel in Hannover Bauchtanz lernen will, findet schon für rund 50 Euro einen Anfängerkurs.

Bauchtanz: Junge Frau tanzt auf grün-beleuchteter Bühne
Mit dem richtigen Outfit macht der Bauchtanzkurs noch mehr Spaß.

Eine andere eher ungewöhnliche Tanzart: Poledance – nicht umsonst auch Polefitness genannt. Denn der Tanz an der Stange ist viel anstrengender als er aussieht, bringt aber auch jede Menge Spaß. Eine Stunde kostet je nach Tanzstudio etwa 20 bis 30 Euro und schon nach einem Probetraining hebst du vom Boden ab und kannst kleine Tricks. Alles, was du brauchst, sind ein paar kurze Sportklamotten – je mehr Haut du zeigst, desto leichter kannst du dich an der Stange halten. Wenn du dich in langen Sachen wohler fühlst: auch OK. Poledance-Kurse gibt es zum Beispiel bei Polesports in Hannover, Bremen und Buchholz in der Nordheide.

Jetzt wird’s richtig dreckig: Wattolümpiade

Die Wattolümpiade – nein, wir haben uns nicht vertippt – ist eines beliebtesten Funsport-Events im Norden. Direkt hinter der Landesgrenze Niedersachsens im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel kämpfen sich am 21. Juli 2018 die Teilnehmer rund vier Stunden lang durch Schlick und Matsch. Länger geht nicht, denn dann kommt die Flut. Auf dem Plan steht neben Volleyball, Handball und Fußball auch ein Schlickschlittenrennen. Die Startplätze für die Wattleten kosten 40 Euro pro Team und sind immer sehr schnell ausgebucht. Hingehen lohnt sich trotzdem, denn: Auch Zuschauen macht eine Menge Spaß und ganz nebenbei dient das Ganze noch einem guten Zweck. Die Einnahmen werden nämlich an die Krebshilfe gespendet.

Hier wird im Schlamm gekämpft

Funsport für Bastler: Seifenkistenrennen in Osnabrück

Bestimmt kennst du Seifenkistenrennen aus amerikanischen Filmen und Serien. Dort hat das Wettrennen in den selbst gebauten Holzgefährten seit den 1930er Jahren Tradition. Hierzulande ist es ein wenig in Vergessenheit geraten. Außer in Niedersachsen, genauer gesagt in Osnabrück. Dort wird daraus nämlich einmal im Jahr ein Funsport-Event für die ganze Familie. Ein bisschen kreative Tüftelfreude solltest du dafür schon mitbringen, denn dein Fahrzeug solltest du selbst zusammenbauen, bevor du damit den Berg runterbrettern kannst. Wer handwerklich völlig unbegabt ist, kann aber auch in einer Leih-Seifenkiste teilnehmen. Preise gibt es nicht nur für die schnellste Abfahrt, sondern auch für die schönste Seifenkiste. Am 10. Mai 2018 findet das Seifenkistenrennen in Osnabrück am Hauswörmannsweg statt. Zeit genug, noch was zu bauen und dabei zu sein!

Seifenkistenrennen: Grüne Seifenkiste fährt auf Straße
Windschnittig: Beim Seifenkistenrennen in Osnabrück geht’s ab.

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