Freiheit auf vier Rädern: Quad fahren in Niedersachsen

Quads kennt man von Urlaubsbildern auf Instagram. Oder vielleicht vom Bauernhof nebenan. Ein bisschen erinnern sie auch an überdimensionale Bobby-Cars. Quads versprechen Freiheit, Action und Offroad-Abenteuer, und das garniert mit einer gehörigen Portion Dreck … Das willst du ausprobieren? Dann bist du in Niedersachsen genau richtig. Hier gibt es nämlich nicht nur schöne Reitwege, sondern auch geniale Quadtour-Routen.

Das erfährst Du in diesem Artikel

Was ist das überhaupt, ein Quad?

Quad, das leitet sich vom lateinischen „quattor“ ab und bedeutet „vier“. So weit, so schlau. Und so weit, so wichtig für das Quad. Denn ohne seine monströsen vier Räder wäre das Quad eben nicht gleich Quad. Gut, es bliebe ein Motor, aber beim Dach hört es dann schon wieder auf – das besitzt ein Quad nämlich nicht. Auf der Sitzbank dieses Halbautos haben bis zu drei Personen Platz. Es gibt sie in verschiedenen Größen, unterschiedlichen Motorisierungen und mit verschiedenen Bereifungen. Die Raketen unter ihnen können bis zu 200 km/h schnell werden. Im Straßenverkehr zugelassene Modelle dürfen aber nur bis 45 km/h fahren.

Die Quad-Evolution: Woher kommt das Quad?

Am Anfang war das Quadricycle. Dieses 1898 von der britischen Firma Royal Enfield hergestellte Gefährt bevölkerte die Straßen jedoch nicht sehr lange. Der Grund dafür? Der Passagier diente bei dieser ersten Bauweise quasi gleichzeitig als Stoßstange und Windschutzscheibe. Die Unfallquote war dementsprechend hoch. Umgebaut und umgetauft, tauchte es im Deutschland der 1960er Jahre wieder auf. Der Hersteller FAUN erfand den „KRAKA“, kurz für Kraftkarren. Der KRAKA beflügelte die Landwirtschaft und das Militär. Seine Haupteinsatzform war nutzenorientiert: Man wollte ihn auf unwegsame Äcker loslassen, Lasten transportieren, und Offroad-Gelände erkunden.

In Südkalifornien, etwa 10 Jahre später, kam man auf die Idee, ein Motorrad für die Wüste zu erfinden. Es nannte sich All-Terrain-Motorcycle, abgekürzt: ATC. Doch obwohl es viel Begeisterung auslöste, vor allem bei Actionsport-Fans, wurde die Produktion gesetzlich verboten. Grund dafür war die enorme Unfall-Anfälligkeit der Bauweise, die von der Dynamik der 3 Räder ausging. Suzuki nutze die Gunst der Stunde und machte aus 3 einfach 4 Räder. Und so kam 1985 das erste vierrädrige Quad auf den Markt. Es sah übrigens so ähnlich aus, wie ein Aufsitzrasenmäher.

Quad-FAQ: Die wichtigsten Infos im Überblick

Wer darf Quad fahren?
Wenn du auf öffentlichen Straßen fahren möchtest, benötigst du einen normalen PKW-Führerschein (Klasse B). Auf Privatwegen, die nicht mit öffentlichen Wegen vernetzt sind, ist das Fahren auch ohne Führerschein erlaubt. Wer einen Rollerführerschein hat, darf auch schon mit 16 Jahren (allerdings mit gewissen Einschränkungen) fahren. Ganz genau steht alles hier.

Muss man beim Quadfahren einen Helm tragen?
Unbedingt! Seit 2006 herrscht Helmpflicht. Zum Thema Schutzbekleidung sollte man sich im Idealfall an der Motorradausrüstung orientieren. Außerdem muss ein zugelassener Verbandkasten (§ 35 h StVZO) und ein Warndreieck (§ 53a StVZO) mitgeführt werden.

Darf das Quad im Straßenverkehr fahren?
Das kommt drauf an. Wie die Entwicklungsgeschichte des Quads zeigt, war es vor allem ein Spaß- und/oder ein Nutzfahrzeug. Der Einsatz im Straßenverkehr stand dabei nie wirklich im Vordergrund. Herkömmliche Sport-Quads sind daher nur auf der Straße erlaubt, wenn es Scheinwerfer, Bremslichter, Blinker, Standlicht sowie einen Tacho nach EC-Norm verbaut hat. Noch mehr Sicherheit garantieren Spurverbreiterung, Tieferlegung und Straßenreifen. Aufrüsten ist teuer, daher gibt es seit den letzten Jahren vermehrt Quads, die bereits straßenverkehrstauglich produziert werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem ATV und einem Quad?
ATV-Quads haben einen Allrad-Antrieb und orientieren sich an der Nutzfahrzeug-Tradition des 1960 entwickelten KRAKA. Sie sind robuster und haben in der Regel ein größeres Gewicht (bis zu 350 kg) und einen größeren Hubraum vorzuweisen.

Gibt es eigentlich auch E-Quads?
Momentan sind E-Quads vor allem für Kinder erhältlich. Der Markt wird sich aber hoffentlich, aufgrund der Dringlichkeit einer überdachten Klimapolitik, daran ausrichten.

Mit dem Quad fahren in Niedersachsen – die Anfänge

Wenn du mit dem Quadfahren anfangen willst, lohnt es sich, vorerst eine begleitete Tour zu machen und dir ein Quad zu leihen. Bei diesen Anbietern kannst du Quadtour-Luft schnuppern. Tipp: Auch wenn du keinen Führerschein hast, kannst du doch als zweite Person hintendrauf sitzen. Bei diesen Anbietern, kannst du dir Quads ausleihen:

Die schönsten Strecken für deine Quadtour

Du hast schon viel Fahrerfahrung oder sogar ein eigenes Quad? Dann probier’s mal hier entlang:

Hier gibt es die besten Offroad Quad Adventures

Auf der sicheren Seite.

Quad fahren macht tierisch Spaß. Solltest du dir ein eigenes Quad zulegen, vergiss aber nicht, es gut zu versichern, wenn du es auch im Straßenverkehr nutzen möchtest. Mit der Kfz-Versicherung der VGH bist du auf der sicheren Seite.

Du hast Versicherungsfragen, die dein Quad betreffen? Dein persönlicher Berater der VGH hilft dir gerne.

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