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Frauen in technischen Berufen – das hat Zukunft!

Glänzende Jobaussichten und ein guter Verdienst – ob im IT-Bereich oder in der Elektrotechnik. Das ist  möglich, sowohl für Männer als auch für Frauen. Dennoch entscheiden sich viele junge Frauen immer noch gegen ein Studium oder eine Ausbildung im MINT-Bereich. MINT, das steht für Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Doch warum ist das noch so? Wir werfen einen Blick auf die Gründe und zeigen, warum gerade Frauen heute von Unternehmen der Tech-Branche umworben werden. Und überhaupt: wo in Niedersachsen und Bremen kann man eigentlich was studieren und welche Lehre beginnen? Hier erfahrt ihr mehr!

Technische Berufe erlernen – in Niedersachsen und Bremen

Ob Schiffsoffizierin, Spieleentwicklerin, Mechatronikerin oder Pilotin – in Niedersachsen und Bremen gibt es die unterschiedlichsten technischen Studienfelder und Ausbildungsberufe. Was kann man wo erlernen? Wir sagen’s euch:

Technische Ausbildungsberufe in Niedersachsen und Bremen

Vor allem im Bereich Technik kann man dank unterschiedlicher Vertiefungen seinen Interessen nachgehen. So gibt es beispielsweise Mechatronikerinnen für Autos, aber auch für Zweiräder und Landmaschinen. Es gibt Tontechnikerinnen, IT-System-Elektronikerinnen oder Fluggerätmechanikerinnen. Kurz: die Auswahl ist riesig.

Geomatikerin

Liegt dir zum Beispiel Mathematik, Geografie und der Umgang am Computer könnte der Beruf der Geomatikerin genau das Richtige für dich sein. Beim Landesamt für Geoinformationen und Landesvermessung Niedersachsen lernst du neben dem Vermessen von Landstücken auch, wie du aus sogenannten Geodaten Karten, Pläne oder sogar dreidimensionale Modelle oder Animationen erstellst. Für die dreijährige Ausbildung sollte dir deshalb nicht nur sorgfältiges Arbeiten, sondern auch räumliches Vorstellungsvermögen liegen.

Land- und Baumaschinenmechatronikerin

Oder bist du eher die Frau für’s Grobe, die sich nicht vor großen Maschinen scheut und gerne rumbastelt? Als Land- und Baumaschinenmechatronikerin lernst du in dreieinhalb Jahren die Instandsetzung, Wartung und Prüfung von Baumaschinen und Geräten. Diese darfst du gleichzeitig bedienen und auch Fehlerdiagnosen erstellen. Genau richtig für alle, die gerne tüfteln und schweres Gerät bedienen wollen. Zudem findest du diesen Beruf in beinahe jeder Region. Voraussetzung für die Ausbildung ist ein Hauptschulabschluss.

Medieninformatikerin im Bereich Game Development

Interessieren dich allerdings Videogames, Animationen und Co und du findest, du hättest Spiele wie World of Warcraft oder Tom Raider lange besser machen können, solltest du eine Ausbildung zur Medieninformatikerin im Bereich Game Development in Hannover in Erwägung ziehen. Als Game Entwicklerin setzt du die Ideen und Vorstellungen der Gamedesigner um und erschaffst somit digitale Welten und Charaktere in 2D und in 3D.  Bei der schulischen Ausbildung kannst du auch noch direkt einen Bachelor machen. Dadurch hast du zwei Fliegen mit einer Klappe und in drei Jahren gefangen. Solltest du später nicht mehr in dem Bereich tätig sein wollen, kannst du auch als staatlich geprüfte Medieninformatikern durchstarten, das ist in der Ausbildung nämlich gleich mit inklusive.

Die vorgestellten Berufe sind nur ein Bruchteil an Möglichkeiten: In Niedersachsen gibt es zur Zeit rund 900 und in Bremen 65 freie Ausbildungsplätze – und das nur im technischen Bereich. Also: Bewirb dich! Vielleicht suchen sie ja nach dir!

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Apps, Sprachsteuerungen, Rauchmelder, Elektroscooter – Smarte Technik im Alltag

Wir schauen die neuesten Serien auf Netflix, fragen Alexa nach dem Wetter von morgen oder steuern das Licht per App. Technische Gadgets umgeben uns überall, besonders in den eigenen vier Wänden. Der Smart-Home-Bereich boomt, Innovationen werden blitzschnell zur Normalität. Doch jede technische Erneuerung bietet auch neue Berufsbereiche und Jobperspektiven – nicht nur für Männer, auch für Frauen.

Wer z.B. schon immer Ideen hatte, wie man Apps sinnvoll optimieren kann, hat vielleicht auch Interesse, als IT-Entwicklerin durchzustarten. Laut Statista wird der nationale Umsatz im Smart-Home-Bereich bis 2022 ein Marktvolumen von 5.523 Mio. € erreichen. Das entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 20,6%. Das bietet gewaltige Möglichkeiten. Deine Chance, eine smarte Zukunft aktiv mitzugestalten.

Technische Studiengänge in Niedersachsen und Bremen

Technik-Begeisterte können sich über eine große Auswahl an unterschiedlichsten Angeboten freuen. Auch in Niedersachsen sind viele der Studiengänge vertreten. Hier ein paar Beispiele:

Nautik und Seefahrt

In Emden/Leer lockt zum Beispiel ein Studium in Nautik und Seefahrt durch den du später in führender Position die Meere der Welt befahren kannst. Hier lernst du in acht Semestern die Prozesse im Schiffbau sowie Abläufe auf den Schiffen kennen. Auch Umwelt- und Materialwissenschaften stehen auf dem Lehrplan. Spezielle Simulationsanlagen bereiten dich auf alle möglichen Situationen in Offshore Anlagen oder Maschinenräumen vor. Später kannst du aber nicht nur auf See, sondern auch in Unternehmen an Land arbeiten.

Technologie nachwachsender Rohstoffe

Diejenigen, die gerne verschiedene Studienfächer verbinden möchten, könnten an dem Studiengang „Technologie nachwachsender Rohstoffe“ an der Hochschule Hannover Gefallen finden. Dort wirst du auf den Gebieten Naturwissenschaften, Technik sowie Wirtschaftswissenschaften unterrichtet. Zu den Modulen gehören neben Chemie und Technisches Zeichen auch BWL und mathematisch-statistische Grundlagen. Nach sieben Semestern kannst du dir unter anderem Jobs im Bereich Biotechnologie oder in der Pharmaindustrie sichern.

Aircraft and Flight Engineering

Oder soll es lieber in die Luft gehen? In sechs Semestern erlernst du das Handwerk der Luftfahrttechnik an der Hochschule Osnabrück. Der Studiengang „Aircraft and Flight Engineering“ umfasst auch gleichzeitig die fliegerische Grundausbildung nach europäischen Richtlinien. Für die Luftfahrttechnik zählen vor allem eine mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Ausbildung. Nach dem Studium kannst du dann unter anderem in der technischen Fliegerei oder in der Flugzeugwartung arbeiten,
Aber nicht nur auf die exotischen Studiengänge solltest du einen Blick werfen: Vor allem die „Klassiker“ wie Maschinenbau und Elektrotechnik sind in Niedersachsen und Bremen an vielen Standorten vertreten. Auch hier werden dir später eine breitgefächerte Auswahl an Jobs angeboten.

5 Gründe, warum Frauen und Technik einfach zusammenpassen

  1. Köpfchen statt Muskelkraft
  2. Kreativität
  3. Kommunikationsfähigkeit
  4. Fingerspitzengefühl und Geschicklichkeit
  5. Zeit für Job und Familie durch flexible Arbeitszeiten

So findest du deinen beruflichen Weg

Das beste aus beiden Welten: das duale Studium

Du willst praktische Erfahrungen sammeln, aber gleichzeitig nicht auf den akademischen Titel verzichten? Hier bietet ein duales Studium einen perfekten Kompromiss. Wenn du nicht gerade an einer Uni oder Hochschule büffelst, arbeitest du in deinem Ausbildungsbetrieb, um kostbare Arbeitserfahrung zu sammeln. Vor allem große Unternehmen bieten eine Kombination aus Ausbildung und Uni an.

Bei der VGH kannst du zum Beispiel sowohl Betriebswirtschaft als auch Informatik dual studieren. Die Regelstudienzeit liegt bei drei Jahren und während der praktischen Phase lernst du als Betriebswirtschafter unterschiedliche Abteilungen wie das Marketing, die Personalabteilung oder die Kundenberatung kennen. Als Informatiker kommst du ebenfalls in unterschiedlichen Abteilungen wie z.B. der Anwendungsentwicklung und dem Service der Informationsverarbeitung der Versicherungen (ivv) zum Einsatz. Deine Studiengebühren übernimmt die VGH. Dadurch hast du die perfekte Grundlage, um nach deinem Studium richtig durchzustarten.

Studium? Ausbildung? Ja! Aber was?

Orientiere dich am besten an deinen Interessen. Je neugieriger du auf ein Thema oder Fach bist, desto motivierter gehst du an die Sache ran. Am besten informierst du dich vorab über die Studien- bzw. Ausbildungsinhalte, damit du sichern sein kannst, die richtige Wahl getroffen zu haben. Die Bundesagentur für Arbeit bietet zudem Tests an, die dir verraten, welche Studiengänge  oder Berufe auf Grund deiner Kompetenzen, Interessen und beruflichen Vorstellungen zu dir passen könnten, z.B. von der Bundesagentur für Arbeit.

Kein BAföG? Stipendium!

Stipendien gibt es auch für technische Studiengänge. Unter Stipendienlotse von dem BMBF oder myStipendium findest du speziell für dich passende Stipendien.

Technische Berufe: eine Männerdomäne?

2015 lag der Frauenanteil in technischen Berufen bei 12 Prozent, das entspricht 5,5 Millionen Frauen. Insgesamt nimmt die Anzahl der Technikerinnen zu – wenn auch nur schleppend. Von 2001 bis 2007 lag die Zunahme des Frauenanteils gerade einmal bei 2 Prozent. Dabei gäbe es reichlich Ausbildungsmöglichkeiten.

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Frauen und Technik – Rollenklischees von gestern

Laut Bundesinstitut für Berufsbildung lag der Anteil der Frauen in technischen Berufen im Jahr 2015 bei nur 12,4 Prozent. Und auch Studiengänge wie Elektrotechnik und Maschinenbau haben mit knapp zehn Prozent eine geringe Frauenquote. Woran liegt’s?

„Entmutigung durch das soziale Umfeld“ ist einer der Gründe, warum Mädchen und junge Frauen sich häufig gegen einen technische Berufsweg entscheiden. Viele trauen sich selbst an Technik gar nicht erst heran. Doch wie junge Frauen ermutigt werden, stellen einige Unternehmen unter Beweis, die an Schulen für sich werben. Ebenso können Initiativen, Fördermöglichkeiten und Stipendien Frauen bei MINT-Berufen helfen.

Mit Support und Motivation zum Erfolg in MINT-Berufen

Technische Berufe sind keine Männersache! Mit der entsprechenden Begeisterung und nötigen Unterstützung schaffen es auch Mädchen und jungen Frauen in der männerdominierten MINT-Branche.

Inzwischen gibt es Initiativen und Fördermöglichkeiten, die Frauen für MINT-Berufe gewinnen wollen. „Komm, mach MINT!“ ist eines der bekanntesten Projekte. Am Beispiel einiger deutscher Unternehmen zeigt sich ebenso, wie gezielt Mitarbeiterinnen an Schulen Mädchen für eine technische Ausbildung oder ein duales Studium begeistern möchten. Auch als Schülerin kannst du aktiv werden und einfach deine Lehrerin bzw. deinen Lehrer ansprechen, wenn du dir eine Förderung in einem MINT-Bereich wünschst.

440.000 offene MINT-Stellen

2017 gab es so viele offene MINT-Stellen wie nie. Deutsche Unternehmen meldeten 2017 rund 440.000 offene Stellen, so viele wie noch nie. Das entspricht einem Plus von 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei halten MINT-Berufe einige attraktive Vorteile bereit, sodass sich ein aufwendiges Studium oder eine Ausbildung durchaus auszahlt:

  • Karriere mit Ausblick: Durch die Vielzahl an unbesetzten Stellen werden immer mehr technische Fachkräfte gesucht.
  • Gute Gehaltsaussichten:  Unternehmen sind froh, für unbesetzte technische Stellen attraktive Fachkräfte zu finden. Die Einstiegsgehälter von Uni-Absolventen mit Masterabschluss können sich sehen lassen, z.B. verdienen Ingenieurwissenschaftler im Schnitt 41.800 €/Jahr und Informatiker rund 41.000 €/Jahr.
  • Unbefristete Verträge: Haben Unternehmen erst einmal geeignete technische Fachkräfte gefunden, wird in vielen Fällen langfristig mit ihnen geplant. Nur 7,3% der MINT-Fachkräfte haben einen befristeten Vertrag, der Bundesdurchschnitt liegt bei 8,5%.
  • Keine halben Sachen: In den meisten Fällen werden MINT-Stellen als Vollzeitjob angeboten. Ganze 96,5% der MINT-Berufe in der Metall- und Elektroindustrie entsprechen einem Vollzeit-Arbeitsvertrag.

Ein Schnupperjahr in technische Studiengänge

proTechnicale bietet ein Orientierungsjahr für Abiturientinnen. Dort erhältst du Einblicke in technische Studiengänge und Praktika im In- und Ausland. Gefördert wird das Projekt ebenfalls vom BMBF.

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Für einen gesicherten Start in die Berufswelt: VGH Ausbildungsversicherung

Ob zur Finanzierung der Ausbildung oder des Studiums – mit der AusbildungsversicherungPlus der VGH spart ihr wichtiges Startkapital an. Und eine gute Ausbildung ist wichtiger denn je für den Start ins Berufsleben. Gerade ein Studium kann sehr teuer sein und rund 50.000 € kosten. Mit der AusbildungsversicherungPlus seid ihr umfangreich abgesichert. Kleiner Tipp: auch für eure Großeltern, Paten oder Verwandte ist es eine zukunftsorientierte Möglichkeit, euch zu unterstützen. Wenn ihr mehr erfahren wollt, dann schaut mal hier vorbei.

Noch mehr Möglichkeiten? Hier findet ihr alle Ausbildungsplätze und Studiengänge in Niedersachsen

  • https://www.aubi-plus.de/suchmaschine/suche/
  • https://www.studieren-in-niedersachsen.de/

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