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Tipps von der Festivalfee: Der ultimative Festival-Survival-Guide

Wenn die Gummistiefel endlich wieder schlammig sind, du Glitzer dort hast, wo die Sonne nie hin scheint und der Campingstuhl zu deinem Thron wird, dann ist es wieder so weit: Die Festivalsaison ist da!

Redakteurin Charlotta Witte OEVB
von Charlotta Witte12 Januar, 2022

Viel zu lange mussten wir die Füße stillhalten, jetzt warten unsere Stimmen nur darauf, endlich wieder herausgeschrien zu werden. Egal, ob du mittlerweile ein wenig eingerostet bist oder es deine erste Gelegenheit ist, diesen Wahnsinn zu erleben: Die Festivalfee weiß, was du brauchst, um zwei verlorene Jahre gebührend nachzuholen!

Die Must-have-Liste

Wer vorhat, seine Nächte auf dem Zeltplatz zu verbringen, sollte bei gewissen Essentials nicht sparen – außer natürlich, du hast Lust auf Übermüdung und Rückenschmerzen.

  1. Für deine optimale Schlafstätte brauchst du auf deiner Festival-Packliste deshalb:
  • Zelt
  • Isomatte
  • Luftmatratze
  • Schlafsack
  • Campingstuhl (dort wirst du abseits der Bühne vermutlich die meiste Zeit verbringen)
  • Ohrenstöpsel (ob wummernde Bässe, Vogelgezwitscher und Gegröle ­– du bist gewappnet)

Ein wenig Luxus kannst du dir mit einer Fleecedecke oder einem Kissen gönnen – die sind auf dem Festival fast so wertvoll wie der Platz, den sie im Gepäck einnehmen. Pack also lieber erst mal deine Must-haves zusammen, bevor du dich mit Luxusgütern verkalkulierst.

  1. Deinen Abenteuer-Ausflug zum Lokus, den Duschen und Co. kannst du möglichst angenehm gestalten, indem du an folgende Dinge denkst:
  • Handtuch
  • Badelatschen (wirf ab Tag 2 besser keinen Blick auf den Boden)
  • Bikini/ Badehose (falls du dich in der Dusche sonst unwohl fühlst oder dich selbst lufttrocknen willst)
  • Zahnpasta und -bürste
  • 2in1 Shampoo/ Duschgel
  • Deo
  • Klopapier (dein Retter in der Not im Dixi)
  • Feuchttücher (falls die Schlange zur Dusche mal zu lang ist oder du eingestaubt wurdest)
  • Trockenshampoo (spart mindestens 1x Haarewaschen)

Richtige Profis legen sich außerdem eine kleine Gießkanne zu: Einfach an der Wasserstelle auffüllen und als mobile Dusche verwenden, wenn es mal schnell gehen muss.

  1. Um Wind und Wetter zu trotzen, sollte deine Kleiderwahl möglichst breit gefächert ausfallen. Auch wenn die Vorhersage Sonne verspricht, sind ein dicker Pulli oder eine Jacke Pflicht – spontane Schauer und kalte Nächte haben schon für so einige Erkältungen gesorgt. Absolute Must-haves auf der Festival-Packliste sind außerdem: 
  • Kopfbedeckung (schon mal Sonnenbrand auf der Kopfhaut gehabt? Aua!)
  • Sonnenbrille (zum Bühne sehen und Augenringe verstecken)
  • Sonnencreme (LSF 50 + wasser- und schweißfest)
  • Regenponcho (so klein, die gibt’s sogar als Schlüsselanhänger)
  • Gummistiefel
  • Regen- oder Sonnenschirm (oder im besten Fall einen Pavillon)

Packe Socken und Unterwäsche außerdem extra in Tüten ein. Sollte dein Zelt im Laufe der Festivalzeit unter Wasser stehen oder verdrecken, wirst du deinem Vergangenheits-Ich danken.

  1. Irgendwas geht immer kaputt. Ob durch Sturmböen und stolpernde Festivalgäste – eigentlich egal, wenn am Ende dein Zelt zusammenfällt. Dann lohnt es sich, einen mobilen Notfallkoffer dabei zu haben:
  • Panzertape (deine Nummer 1 und ein absolutes Muss)
  • Kabelbinder
  • Multi-Tool (Schere, Zange oder Dosenöffner, die Entscheidung liegt bei dir)
  • Taschenlampe (der Akku deines Handys ist wertvoll)
  • Powerbank (falls doch mal der Saft ausgeht)
  1. Notfälle gibt es natürlich nicht nur in handwerklichen Belangen. Auch eine kleine Reiseapotheke zahlt sich in vier Tagen Festival sicher aus:
  • Desinfektionsspray
  • Pflaster/ Bandagen (Festivaldreck in Wunden sollte unbedingt vermieden werden)
  • Kühlgel für Sonnenbrand und Insektenstiche
  • Wund- und Heilsalbe
  • Kopfschmerztabletten
  • Kondome
  • Tampons

Sollte eine Verletzung ernster sein, sich entzünden oder nicht aufhören zu schmerzen, sucht auf jeden Fall das Notfallzelt oder die Sanitäter auf dem Gelände auf. Hier gilt: Lieber zu vorsichtig sein, als am Ende schwere Konsequenzen davontragen.

  1. Luft und Liebe beflügeln dich vielleicht vor der Bühne, doch deinen Magen füllen sie nicht. Auch Bier zum Frühstück, Mittag- und Abendessen stellt keine ausreichende Mahlzeit dar. Sorge immer für genug Trinkwasser und denke an wiederverwendbare Teller und Besteck. Setze Lebensmittel auf deine Festival-Packliste, die auch ungekühlt überleben und zumindest ein paar Nährstoffe zu bieten haben. Zum Beispiel:
  • Obst (am praktischsten und sättigendsten sind Bananen)
  • Brot/ Reiswaffeln
  • Erdnussbutter
  • Frikadellen/ Minisalamis (die sind zwar nicht sonderlich gesund, dafür aber perfekt als Snack und oft wiederverschließbar verpackt)
  • Müsliriegel
  • Studentenfutter
  • Fertige (Nudel- oder Bulgur-)Salate

Für „Luxus-Camper“ gibt’s natürlich noch den Campingkocher und entsprechende Fertigmahlzeiten. Denke bei Getränken außerdem daran, dass Glasflaschen so gut wie nie erlaubt sind – Tetrapacks und Dosen sind die Alternative der Wahl.

Du weißt noch nicht, wohin es gehen soll? Wie wär’s denn zum Einstieg mit dem Ferdinands Feld Festival? Zwölf Stunden elektronische Musik mit zubuchbarer Campingoption erwarten dich auf den Rothenburger Flugplatz Anfang August. Auch die VGH ist als Sponsor ab diesem Jahr mit dabei! Bei der Flowerstage erwartet euch zum Beispiel nicht nur eine Tribüne mit bester Aussicht, sondern auch eine Blumenwand für eure Erinnerungsfotos.

Die Witzig-to-have-Liste

Wenn du nach dieser Liste von Must-haves noch Platz im Rucksack oder Kofferraum hast, kannst du deine Festivalerfahrung aufs nächste Level heben. Bierpong, Flunkyball und Kartenspiele sind fester Bestandteil des 1x1 der Festivalunterhaltung. Aber sie sind auch altbekannt. Ganz und gar nicht langweilig wird es stattdessen, wenn du diese Ergänzungen auf deine Packliste setzt:

Planschbecken

Vielleicht ein bisschen mühselig zu befüllen, dafür an heißen Sommertagen aber eine Wohltat für schwitzende Festivalgäste und zu warme Getränke. Ein Eimer oder eine Gießkanne können dir einige Laufwege sparen – im Zweifelsfall tut‘s aber auch ein motiviertes Team mit Plastikflaschen.

Alles, was aufblasbar ist

Pooltiere oder ein kleines Schlauchboot können zu Loungesesseln und Camp-Maskottchen umfunktioniert werden, ein kleines Schlauchboot kann dich sogar zum Crowdsurfer machen. Alles, was sich aufblasen lässt, spart bei der An- und Abreise ordentlich Platz – und steigert den Spaßfaktor deutlich mehr als ein einfacher Campingstuhl.

Poolnudeln

Du siehst: Dein gesamtes Schwimmbad-Equipment kann zum Festival-Extra werden. Denn was kindersicher ist, ist auch idiotensicher – und das ist nach ein paar Bierchen auf dem Festival besonders wichtig. Eine Poolnudel ist die perfekte Möglichkeit, dich mit anderen Gästen oder Camp-Partnern zu duellieren, ohne dabei ein blaues Auge zu riskieren. Veranstaltet ein Fecht- oder Ritterturnier und krönt den König des Zeltplatzes.

Hula-Hoop-Reifen

nur die perfekte Beschäftigung für den Festival-Frühsport sein. Liegt euer Camp an einem der Wege über den Zeltplatz, könnt ihr mit ihnen auch einen kleinen Parkour auf dem Boden legen – und gewillte Vorbeilaufende zum Durchhopsen bewegen.

Luftballons

Wer sich in der Sommerhitze abkühlen und gleichzeitig die Zeit vertreiben will, für den sind Wasserbomben der perfekte Weg, mit Zeltnachbarn ins Gespräch zu kommen. Vielleicht schaffst du es ja sogar, eine campingplatzweite Schlacht zu veranstalten. Aber Achtung: Entfernt euch weit genug von allem, was nicht nass werden sollte (inklusive unbeteiligter Festivalgäste).

Kinderspiele

Es wird Zeit, wieder all die Spiele auszupacken, die deine Eltern vor Jahren im Keller verstaut haben. Looping Louie, Lotti Karotti oder Kroko Doc machen noch genauso viel Bock wie früher – vor allem wenn Bier und Schnaps involviert sind. Mit ein bisschen Kreativität kannst du jedes deiner Kinderspiele zum Trinkspiel machen (oder einfach den Alkohol weglassen und Spaß am Spiel haben). Ebenfalls ein wunderbarer Festival-Klassiker: Twister – wer umfällt, trinkt!

Mehr Überlebenstipps und ungeschriebene Festival-Regeln

Im besten Fall weißt du jetzt genau, was es in dein Festivalgepäck schafft. Doch für die optimale Vorbereitung gibt es ein paar Dinge zu beachten, die im Eifer des Gefechts manchmal untergehen.

Dein perfekter Stellplatz

  1. Rechtzeitig da sein. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Möchtest du sichergehen, dass du nicht im hintersten Eck des Campingplatzes landest, solltest du donnerstags frühzeitig auf der Matte stehen. Eine Person zu zu senden, die für die ganze Gruppe Plätze reserviert, schickt sich dagegen nicht – sondern sorgt nur dafür, dass am Ende Zelt an Zelt gequetscht wird.
  2. Platz sorgfältig wählen. Im Trubel des Ankommens solltest du darauf achten, dein Zelt nicht über eine Mulde oder am Fuß eines kleinen Abhangs aufzustellen – sobald es regnet, wirst du sonst überflutet. Kleine Anhöhen dagegen schützen vor Stauwasser. Bäume spenden natürlichen Schatten und sorgen dafür, dass die Temperaturen im Zelt trotz Morgensonne aushaltbar bleiben. Fernhalten solltest du dich dagegen von Dixi-Klos, Zäunen und allem, was sonst noch zum Wildpinkeln einlädt. Steht dein Zelt außerdem direkt am Weg, läufst du Gefahr, dass Leute im Dunkeln oder betrunken (vermutlich beides) stolpern und in deine Schlafstätte fallen. Das muss nicht sein.
  3. Camp markieren. Auch wenn du dir sicher bist, dass du weißt, wie dein Zelt aussieht und wo es steht: In den unendlichen Weiten des Campingplatzes setzt die Orientierung schnell aus. Vor allem, wenn es dunkel ist oder irgendwo Zelte auftauchen, wo vorher keine waren. Stelle also sicher, dass du euer Camp ausreichend markierst – zum Beispiel mit einer Fahne, einem Schild oder einer Lichterkette.

Der richtige Look

Eine weitere ungeschriebene Regel des Festivalbesuchs: Jeder trägt, was er oder sie will – ob uralte T-Shirts und zerrissene Hosen, komplette Kostüme oder etwas Schickes. Es gibt kein zu viel oder zu wenig. Leg dir ordentlich Glitzer auf, zieh etwas an, das du dich sonst nicht trauen würdest oder bemale dir das Gesicht – Hauptsache, du fühlst dich wohl. Bei der VGH Flowerstage auf dem Ferdinands Feld findest du sogar eine spezielle Glitzer- und Flechtstation. Die ermöglicht dir deinen Lieblingslook ganz ohne stundenlange Vorbereitung auf dem Campingplatz.

Nachhaltigkeit auf dem Festivalgelände

Wer schon mal das Gelände nach Abzug der Gäste gesehen hat, der weiß, dass Festivals keine saubere Sache sind. Noch schlimmer ist es meist auf dem Campingplatz. Doch ganze Zelte, Pavillons und sonstigen Müll zurückzulassen, ist nicht nur der Umwelt, sondern auch den Veranstaltern gegenüber ein No-Go. Besorg dir von Anfang an genügend Mülltüten und gewöhn dir und deinen Mitcampern an, Verpackungen, Kronkorken und Co. direkt zu entsorgen. So wird auch das Müllpfandsammeln zur Kleinigkeit. Übergebliebene Lebensmittel kannst du an Tauschregalen bzw. „Tausch dich satt“-Stationen abgeben und so dafür sorgen, dass das Ganze nicht im Müll landet. Verzichte getrost auf Pappgeschirr und -becher– die sind sowieso nach einer Mahlzeit nicht mehr zu gebrauchen. Plastik- oder Holzalternativen kommen dagegen jedes Jahr wieder zum Einsatz.

Apropos zum Einsatz kommen – bist du bereit? Das war’s nämlich mit dem Survival-Guide der Festival-Fee. Jetzt heißt es: Ab in die Startlöcher, Tickets bereitlegen und die Vorfreude genießen!

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