Junge Frau steht vor der Kamera und lächelt.

Ruhm durch Likes: Die Influencer aus Niedersachsen und Bremen

Die sozialen Medien kamen – und mit ihnen das Phänomen des Influencers. Je größer Instagram, SnapChat und Co. wurden, desto größer wurden auch die Influencer. Mittlerweile gehören sie zu einem Berufsstrang, der sich ständig wandelt: Zuerst erhofften sich Marken durch die Zusammenarbeit mit Influencern, auch Kooperation genannt, eine größere Reichweite vor allem bei jüngeren Zielgruppen. Mittlerweile werden die Social-Media-Stars sogar zum Gesicht einer Marke, erhalten exklusive Einladungen zu den roten Teppichen des Landes oder kreieren eigene Marken und Produktlinien.

Aber nicht nur der Auftritt der Influencer, auch dessen Gehalt lässt sich bald mit denen der Stars vergleichen. Bis zu 22.000 Euro zahlen Unternehmen für ein Posting der Creme da la Creme der Influencer. Dabei gilt: Je mehr Follower, desto größer die Reichweite und desto höher auch der Preis für Postings. Aber auch die Qualität des Postings, Engagement und Image spielen eine Rolle dafür, wie viel der Influencer für ein Werbeposting verlangen kann.

Wir stellen euch einige erfolgreiche Influencer vor, die über ihre Heimaten Bremen und Niedersachsen hinaus durch soziale Medien bekannt wurden.

Das erfährst Du in diesem Artikel

Diese Niedersachsen und Bremer wurden durch soziale Medien berühmt

Nicht nur in Hamburg, München und Berlin tummeln sich die Influencer Deutschlands – manche von ihnen könnten uns auch auf Niedersachsens und Bremens Straßen durchaus mal über den Weg laufen.

Naomi Jon

Die YouTuberin wurde einst über musical.ly, heute TikTok, bekannt. Seitdem hat sich viel getan bei der gebürtigen Göttingerin: Nicht nur haartechnisch hat Naomi schon einige Experimente hinter sich, auch der Content der 22-Jährigen hat sich mit der Zeit verändert. Nachdem sie hauptsächlich Make-up-Tutorials veröffentlichte, geht Naomi nun immer mehr Richtung Unterhaltung. Mit Erfolg: Naomis Abonnenten- und Follower-Zahlen steigen und steigen.

YouTube-Abonnenten: über 900.000

Instagram-Follower:  über 600.000

TikTok: über 1,6 Mio.

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Jolina Mennen

Jolina Mennen startete 2013 auf YouTube mit Make-up-Tutorials durch. Nach ihrem Outing als Transgender-Frau wurde die 26-Jährige dann aber schlagartig einem großen Publikum bekannt. Seitdem nimmt die Bremerin ihre Abonnenten und Follower mit auf den schwierigen Weg vom Mann zur Frau. Dabei redet Jolina ebenso ungeschönt über Hormonzunahme und Schönheits-OPs, wie über Lippenstifte und Concealer. Diese Ehrlichkeit kommt bei ihren Abonnenten gut an.

YouTube-Abonnenten: über 270.000

Instagram-Follower: über 140.000

ClashGames (Kevin)

Hinter ClashGames steckt ein 19-Jähriger Gamer aus Delmenhorst, der sich bereits während der Schulzeit dank seines YouTube-Kanals selbstständig machen konnte. Auf YouTube begeistert ClashGames, der eigentlich Kevin heißt, seine Abonnenten mit Videos, in denen man ihm beim Spielen eines Strategiespiels zuschauen kann. Warum das so gut ankommt, weiß er selber nicht: Er sei weder ein besonders guter Spieler, noch sehr unterhaltend, so der Profi-Gamer. 59 Mio. Klicks erzählen allerdings eine andere Geschichte…

YouTube-Abonnenten: über 250.000

Louisa Dellert

Die gebürtige Braunschweigerin startete vor circa 5 Jahren ihre Karriere mit Instagram. Damals befasste sie sich vor allem mit dem Thema Body Positivity, also einer gesunden Einstellung zum eigenen Körper, sowie Fitness-Beiträgen. Bis heute setzt Louisa auf Natürlichkeit – und das in einer Instagram- Welt, in der Filter über Filter gezogen werden, um Dellen und Unreinheiten zu kaschieren. Mittlerweile beschäftigt sich die Wahl-Hamburgerin auch mit dem Thema Nachhaltigkeit und wirbt sogar als Klima-Patin des Bundesumweltministeriums für den Klimaschutz.

YouTube-Abonnenten: über 35.000

Instagram-Follower: über 350.000

Eike Wiemken

Als Hobby-Fußballer fing seine Sportler-Karriere an – mittlerweile ist Eike Wiemken Fitness-Model, Vlogger und Influencer.

Der ehemalige Mr. Niedersachsen wurde durch seine Fitness-Vlogs bekannt, wo er über Kraftsport und Ernährung aufklärt. Unterstützt wird er durch seine Freundin Wencke, die ebenso fit unterwegs ist, wie ihre bessere Hälfte. Zusammen geben sie zusätzlich Tipps zum Thema gemeinsames Training und gesunde Ernährung als Paar.

YouTube-Abonnenten: über 50.000

Instagram-Follower: über 115.000

So könntest auch du Influencer werden:

  • Du hast ein besonderes Talent? Zeige es!
  • Nutze deinen Humor oder Kreativität, um deine Follower zu unterhalten
  • Nutzer lieben Information: Wenn du dich mit Etwas besonders gut auskennst, solltest du deine Follower mit diesen Tipps und Tricks versorgen, z.B. durch einen themenbasierten Account

Das ist natürlich nur die Basis zum Erfolg. Mehr nützliche Tipps findest du hier.

Influencer und der Hofknicks

Lange vor Influencern gab es prominente Vorbilder, die durch ihr Nutzen eines bestimmten Produktes dessen Verkauf antrieben. Bestes Beispiel: die Königsfamilien. In den 1760er Jahren konnte Josiah Wedgwood das englische Königshaus für seine Töpfe sowie Keramikgeschirr begeistern und dadurch seinem Unternehmen einen bis heute währenden Erfolg garantieren.
Und auch in der Gegenwart sind die Royals nach wie vor Vorreiter: Tragen Meghan Markte oder Kate Middleton einen bestimmten Mantel von H&M ist dieser binnen weniger Stunden ausverkauft. Influencer hingehen, erreichen ihre Bekanntheit meist nicht durch ihre Familien oder Heirat, sind als Stilvorbilder aber mittlerweile genauso wichtig wie die Königsfamilien selbst.

Die erfundenen Influencer

Manchmal gehen Unternehmen sogar weiter, als einfach nur eine Kooperation mit einem Influencer einzugehen: Sie erschaffen sie selbst. Was sich wie eine Szene aus Mary Shelleys „Frankensteins Monster“ anhört, ist eigentlich viel simpler: Unternehmen erschaffen Charaktere, zu denen Kunden ein Vertrauen aufbauen sollen. Das soll uns unbewusst zum Kauf anregen und eine Beziehung zum Produkt herstellen. Im Gegensatz zu den meisten Influencern sind Werbefiguren allerdings meist jahrelang das Gesicht einer Marke – und nicht nur für eine Kampagne oder wenige Monate. Wir haben euch ein paar berühmte Beispiele zusammengestellt:

Hohoho: Der Weihnachtsmann (CocaCola)

Kinder unter 10 Jahren sollten nun lieber aufhören zu lesen: Der Geschenke bringende, Kekse liebende Weihnachtsmann ist lediglich eine Neu-Interpretation vom Getränkehersteller Coca Cola basierend auf der Legende des St. Nikolaus. Zufälligerweise spiegelt sich das leuchtende Rot der Marke sogar in dessen Anzug wieder. Damit hat das Riesenunternehmen einen Coup erreicht: Auf der ganzen Welt glauben mittlerweile Kinder an den Weihnachtsmann.

Tony, der Tiger, lädt seit über 50 Jahren zum Frühstückstisch (Kellogs)

Viele verbinden die Samstagmorgen ihrer Kindheit wohl mit einer Schüssel Cornflakes und Zeichentrickfilmen. Seit 1952 ziert der starke Tiger mit rotem Halstuch bereits die Packung der Kellogs Frühstücksflocken und springt durch die Werbepausen. Zeitweise besaß er sogar einen eigenen Twitter-Account, der später allerdings mit der offiziellen Twitter-Seite von Kellogs zusammengelegt wurde.

Ein HappyMeal mit Ronald McDonald (McDonald’s)

Der freundliche Clown der Fast-Food-Kette wurde in den 60er Jahren erschaffen und als Werbefigur eingesetzt. Heute wird Ronald McDonald weltweit mit McDonald’s in Verbindung gebracht. Allerdings erfreute sich der muntere Clown nicht immer großer Beliebtheit: 2011 forderte die Organisation Corporate Accountability International von dem Fast-Food-Riesen die Absetzung des Clowns. Als Grund gab die Organisation die steigenden Adipositas-Zahlen von Kindern und Jugendlichen an. McDonald’s lehnte ab, nutzte aber die Macht ihres Influencers, um Kinder in neuen Werbespots zu mehr Bewegung aufzurufen.

Illustration von Sprechblasen

Auch Influencer müssen vorsorgen

Das Leben als Influencer wirkt häufig wie aus einem Traum: Reisen zu abgelegenen Inseln, Designer-Klamotten und Einladungen zu spannenden Events. Aber all die heutige Anerkennung auf sozialen Medien und das Jetsetter-Leben hilft im Alter nicht. Wer nicht frühzeitig an seine Altersvorsorge denkt, schaut später dumm aus der Wäsche. Am besten gleich beim nächsten VGH-Vertreter über deine Möglichkeiten reden.

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