Eishockey Regeln: Kufe und Puck auf dem Eis

Eishockey: Alles zu Spiel und Regeln

Beim Eishockey geht es zur Sache: Die schnelle Sportart auf dem Eis begeistert Spieler und Zuschauer gleichermaßen. Die Eishockey-Regeln und andere wichtige Infos zu Spielen und Ausrüstung findest du in diesem Artikel. In Niedersachsen kannst du zum Beispiel in Wolfsburg und Hannover Eishockey spielen oder im Stadion mitfiebern. Aber auch Bremen und Bremerhaven haben in Sachen Eishockey einiges zu bieten.

Das erfährst Du in diesem Artikel

Eishockey-Regeln: Die Basics

Der Ball ist flach und das Spiel dauert 60 Minuten – beim Eishockey ist also einiges anders als im Fußball. Eigentlich wird auch nicht mit einem Ball gespielt, sondern mit dem sogenannten Puck, einer kleinen Scheibe aus Hartgummi.

Fun Facts:

  • Der Puck wird vor dem Spiel eingefroren, damit er nicht wie ein Flummi übers Eis hüpft.
  • Der erste Hockey-Puck wurde angeblich um 1800 aus gefrorenem Kuhdung gemacht.

Das Spielfeld ist eine Eisfläche, auf der sich die Spieler mit Schlittschuhen bewegen. Es ist in drei gleich große Teile aufgeteilt: Jedem Team gehört eine Seite, in der Mitte liegt die neutrale Zone. Wie beim Fußball hat jede Mannschaft ein Tor, das ein Torhüter bewachen muss. Ziel ist es, mehr Tore als die gegnerische Mannschaft zu erzielen. Fünf Feldspieler versuchen, Tore zu machen oder in der Abwehr die Gegner daran zu hindern.

Die Spielzeit ist in drei Abschnitte mit jeweils 20 Minuten Dauer aufgeteilt. Allerdings gibt es viele Unterbrechungen, zum Beispiel wenn Spieler eingewechselt werden. Das passiert in Eishockey-Spielen sehr häufig – die Spieler sind oft nur etwa eine Minute auf dem Feld. Das liegt auch daran, dass das Spiel sehr anstrengend ist.

Abbildung: Eishockey Spielfeld
Das Spielfeld: Blaue und rote Linien markieren die verschiedenen Zonen.

Hier geht’s lang: Die Markierungen auf dem Spielfeld

Die vielen farbigen Linien und Markierungen auf dem Spielfeld können erst einmal ein bisschen verwirren. In den Eishockey-Regeln ist aber klar festgelegt, was sie bedeuten. Die rote Linie kennzeichnet die Mitte des Spielfelds, die beiden blauen Linien markieren die Bereiche der Teams und die neutrale Zone. Die in Kreisen liegenden Punkte sind sogenannte Anspielpunkte. Hier geht das Spiel nach einer Unterbrechung weiter. Neben dem Tor befindet sich auf beiden Seiten ebenfalls eine rote Linie. Sie dient vor allem zur Orientierung, denn laut Eishockey-Regeln darf auch hinter dem Tor gespielt werden. Der Raum direkt vor dem Tor wird auf beiden Seiten durch einen roten Halbkreis markiert.

Schlittschuhe, Helm und Schläger: Ausrüstung von Eishockey-Spielern

Wer schon einmal bei einem Eishockey-Spiel war, weiß: Es geht dort hoch her. Die Spieler rempeln sich gegenseitig an, stoßen zusammen oder werden vom Puck getroffen. Deshalb brauchen sie eine gute Schutzausrüstung. Neben Schläger und Schlittschuhen trägt jeder Spieler einen Helm mit Visier, der den Kopf schützt, sowie Handschuhe und einen Nacken- und Kehlkopfschutz. Außerdem gibt es Protektoren für die Schultern und den Brustkorb.

Torhüter sind beim Eishockey besonders gefährdet, weil sie immer wieder harte Schüsse mit dem Puck abbekommen. Sie tragen deshalb zusätzlich große Beinschoner und zwei verschiedene Handschuhe: einen zum Fangen und einen zum Blocken. Der Schläger des Torwarts ist auch etwas anders geformt als die der anderen Spieler.

Eishockey Regeln: drei Spieler auf dem Spielfeld
In voller Montur: Die Ausrüstung für Eishockey-Spieler ist vielteilig.

Regelverstöße und Strafen auf dem Eis

Obwohl sich die Spieler auch mal etwas härter angehen dürfen, erlauben die Eishockey-Regeln natürlich nicht alles. Für Fouls wie Beinstellen oder Stockschläge gibt es eine Zeitstrafe von zwei bis fünf Minuten. Wer besonders heftig foult, kann auch für ein ganzes Spiel gesperrt werden, dies wird dann “Disziplinarstrafe” genannt. Wenn ein Spieler den Stock über Schulterhöhe hebt, erhält er ebenfalls eine Zeitstrafe von zwei bis fünf Minuten.

Dagegen ist es kein Problem, wenn ein Spieler den Puck mit dem Fuß kickt. Allerdings zählt es nicht, wenn so ein Tor geschossen wird. Außerdem darf man den Puck mit der Hand aus der Luft fangen. Auch im Eishockey gibt es ein Abseits: Wenn sich ein angreifender Spieler vor dem Puck im Drittel der gegnerischen Mannschaft befindet, wird Abseits gepfiffen. Es geht mit einem Anspiel (Bully) in der neutralen Zone weiter. Ein Torraumabseits gibt es, wenn Spieler sich direkt im gegnerischen Torraum aufhalten.

Kleines Eishockey-Lexikon

Eishockey ist in Deutschland zwar beliebt, kann es aber noch lange nicht mit Fußball aufnehmen. Die Sportart kommt ursprünglich aus Nordamerika und deshalb sind viele englische Begriffe in den Eishockey-Regeln gebräuchlich. Hier ein Überblick über die wichtigsten:

 

  • Bully: Entspricht einem Einwurf oder Anstoß beim Fußball. Der Ball wird an einem der Anspielpunkte wieder ins Spiel gebracht. Nach einer Unterbrechung an den roten Punkten, nach einem Tor oder zu Beginn eines neuen Spieldrittels an dem blauen Punkt in der Mitte. Beim Bully versuchen zwei Spieler, den Puck für ihre Mannschaft zu gewinnen.
  • Penalty: Ein Strafschuss, der dem Elfmeter im Fußball entspricht. Er erfolgt, wenn ein Spieler bei einer Torchance gefoult wurde. Nur er und der Torwart befinden sich dabei auf dem Eis. Der Spieler startet an der Mittellinie und versucht, den Puck ins Tor zu befördern.
  • Power Play: Wenn ein Spieler auf der Strafbank sitzt, ist das gegnerische Team in der Überzahl auf dem Feld. Dieses Verhältnis bezeichnet man als Power Play. Sobald die Mannschaft in der Überzahl ein Tor erzielt, endet es.
  • Icing: Ein unerlaubter Weitschuss aus der eigenen Hälfte bis hinter die gegnerische Torlinie. Es folgt ein Bully.
  • Overtime: Wenn es zum regulären Spielende unentschieden steht, kommt es zur Verlängerung. Die genauen Regeln sind je nach Liga unterschiedlich. Meistens werden noch fünf Minuten gespielt. Gibt es dann auch noch keinen Sieger, entscheidet ein Penalty-Schießen.

 

Schnelle Kurven und gute Stimmung: Zum Spiel gehen

Die Atmosphäre bei einem Eishockey-Spiel ist etwas Besonderes: Die Fans sind meistens mit viel Begeisterung dabei und unterstützen ihre Mannschaft mit Gesängen. Wer die grundlegenden Eishockey-Regeln kennt, hat natürlich noch etwas mehr Spaß auf den Zuschauerrängen. Trotzdem geht es um ein Spiel mit viel Tempo und der Puck ist klein. So kann es schon mal passieren, dass du ein Tor nicht mitbekommst. Deshalb gibt es Blinklichter hinter den beiden Toren, die immer dann leuchten, wenn eine Mannschaft erfolgreich war.

Auf zum Eishockey-Training: So startest du

Du hast Lust bekommen, dich selbst mal in schwerer Montur aufs Eis zu wagen? In Niedersachsen gibt es viele Eishockey-Vereine, in denen du selbst aktiv werden kannst. In Bremen spielen zum Beispiel die Weserstars, in Hannover die EC Hannover Indians und der Stammverein der Fischtown Pinguins ist der REV Bremerhaven. Zwar sind Eishockey-Vereine nicht so häufig zu finden wie Fußballmannschaften, aber irgendwo in deiner Umgebung findest du sicher einen Club. Meistens kannst du ein kostenloses Probetraining vereinbaren und für den Anfang stellen die Vereine Leihausrüstung bereit. In der Praxis bist du dann sicher schnell mit den Eishockey-Regeln vertraut.

Eishockey Regeln: drei Spieler auf dem Spielfeld

Eishockey in Bremerhaven

Zu den bekanntesten Eishockey-Clubs in Niedersachsen und Bremen gehören die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Sie werden von der ÖVB unterstützt. In der Eisarena Bremerhaven kannst du während der Saison, also vor allem in den Wintermonaten, regelmäßig Spiele sehen. Hier bekommst du Tickets für eines ihrer nächsten Spiele. Keine Karten mehr ergattert? Auf YouTube und Facebook nehmen dich die Pinguins mit zu jedem Spiel.

Ein Angebot der
VGH ÖVB

Ähnliche Beiträge

Kommentare sind geschlossen.