Junge Frau mit Labrador auf einer grünen Wiese.

Dog Holiday! Urlaub mit Hund!?

In den Ferien musst du deinen Hund nicht zwangsläufig bei Freunden oder in der Pension zurücklassen. Allerdings so ganz ohne Plan solltest du deinen geliebten Vierpföter nicht zum Travel-Buddy machen. Doch keine Sorge, mit unseren Tipps wird euer gemeinsamer Urlaub garantiert WAU!

Das erfährst Du in diesem Artikel

1. Überleg dir, welcher Urlaub zu deinem Hund passt

Remember! Hunde sind, genau wie Menschen, unterschiedlich. Sowohl innerlich wie äußerlich. Will sagen: Bevor du deinen Hund mit in den Urlaub einpackst, solltest du überlegen, ob dein felliger Berner Sennenhund wirklich so eine gute Zeit am Strand in der Sonne hat, wie du. Oder ob du deinen sozial unverträglichen und nervösen Zwergpinscher unbedingt in das trubelige Hotel schleifen möchtest. Versetz dich in die Lage deines Hundes, wenn du nach einem geeigneten Ziel Ausschau hältst. Ob Berge, Strand oder relaxte Städtetrips – am Ende sollte entscheidend sein, dass du mit einem Urlaub zufrieden sein wirst, der auch zu deinem Hund passt. Ansonsten kümmere dich lieber vorher um eine gute Hundepension. Das schont die Nerven aller Beteiligten.

2. Kenne den Unterschied zwischen Hunde erlaubt und Hunde willkommen

Dass Hundehalter ihre Lieblinge gerne mit in den Urlaub nehmen, ist bei vielen Reiseveranstaltern, Ferienhausbesitzern und Hoteliers mittlerweile angekommen. Einige Anbieter konzipieren sogar eigens danach ausgerichtete Urlaube, wie etwa  Travel4Dogs oder Max&Moritz. Doch bevor du in ein vermeintlich hundefreundliches Domizil fährst, solltest du dich vorab schlau machen, wie es wirklich um die Akzeptanz für deinen Vierbeiner bestellt ist. Wohin darf der Hund genau mit? Wie weit ist die nächste Auslaufstelle entfernt? Und wenn du ein Ferienhaus mietest: Gibt es einen (intakten) Gartenzaun? Kann dein Hund auf den Bodenbelägen problemlos laufen?

Auch bei der Wahl des Urlaubslandes gibt es erhebliche Unterschiede in der generellen Akzeptanz der Vierbeiner. Hier findest du eine Übersicht der besten und eher weniger gut geeigneten Ziele. Kleiner Spoiler: Die absoluten Hunde-Hotspots sind: Österreich, Belgien und die Niederlande. In Deutschland ist besonders Bayern sehr hundefreundlich.

3. Kümmere dich frühzeitig um den Pass deines Hundes

Ja, du hast richtig gelesen. Genau wie du braucht auch dein Hund einen Ausweis. Wenn du in Deutschland bleibst, reicht der Impfpass, wenn du weiter weg willst, muss der in der EU gültige Heimtierausweis her. Der EU-Heimtierpass wurde 2004 eingeführt und ist zwingend notwendig, wenn du Ärger bei der Einreise vermeiden willst, dein Hund im Urlaub unerwartet krank wird, entläuft oder in einen Unfall involviert ist. Der Pet Passport gibt Auskunft über die Identität deines Hundes und bestätigt außerdem die Gültigkeit der letzten Tollwutimpfung. Beides muss im Vorfeld erledigt werden und kostet dich 10–50 € (je nachdem, ob dein Hund bereits geimpft und per Mikrochip registriert ist oder noch nicht). Beachte: Die allererste Tollwutimpfung muss mindestens 21 Tage zurückliegen. Erst dann ist sie gültig.

Achtung: Nicht jeder Tierarzt darf einen Heimtierausweis ausstellen. Wenn dein Arzt nicht zugelassen ist, wird er dich aber auf Anfrage an einen zuständigen Kollegen verweisen.

4. Informiere dich über die Einreisebestimmungen

Innerhalb der EU gilt für deinen Hund in jedem Fall die EU-Heimtierpass-Regelung, darüber hinaus wird das Miteinander im öffentlichen Raum aber nochmal länderspezifisch geregelt. So herrscht z.B. strenge Leinenpflicht in Belgien und Kroatien, Spanien verbietet große Hunde an Promenaden, Stränden und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Damit es keine bösen Überraschungen gibt, solltest du dich daher im Vorfeld sorgfältig informieren. Besonders aufpassen musst du, wenn es nach Dänemark geht. Insgesamt 13 Hunderassen, darunter u.a. Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier und American Bulldog, werden aufgrund ihrer potentiellen Angriffslust nicht ins Land gelassen. Genaueres hier.

5. Checke vorher die Gesundheit beim Tierarzt

Versteht sich von selbst: Nur ein gesunder Hund sollte auf Reisen gehen. Neben der obligatorischen Tollwutimpfung ist es jedoch ratsam, einige prophylaktische Behandlungen gegen Parasiten durchzuführen. Besonders, wenn du in südliche Gefilde reisen willst, ist der Extra-Schutz für deinen Bello keine Option, sondern ein absolutes Muss, um unangenehme Folgen zu vermeiden. Die gefährlichsten Hundekrankheiten und Risiken auf Reisen sind: Hitzeschlag, Herzwürmer, Leishmaniose und Zecken.

6. Vermeide lange Fahrtwege ohne Pause

Die allerbeste Möglichkeit, um mit deinem Tier in den Urlaub zu fahren, ist das Auto: Denn nur hier kannst du gezielt Pausen einlegen, die dein Vierbeiner in jedem Fall benötigen wird. Bei Fahrten mit dem Zug empfiehlt es sich bei längeren Strecken keine Direktverbindungen zu buchen, sodass dein Hund sich zwischendurch die Beine vertreten kann. Von Reisen mit dem Flugzeug solltest du für bloße Ferienzwecke am besten absehen. Denn alle Hunde, die nicht im Mini-Format daherkommen, müssen in den lauten, temperatur-schwankenden Frachtraum.

7. Gestalte die Fahrt so angenehm wie möglich

Es gibt Hunde, die sind regelrechte Autofans. Andere bekommen Panik, wenn sie eine sich öffnende Autotür nur hören. Generell gilt jedoch, dass auch dem autoerprobtesten Hund die Kurven auf dem Weg in die Alpen auf den Magen schlagen können. Es ist daher ratsam, den Hund vorher nicht zu füttern. Wasser sollte jedoch in jeder Pause (am besten alle 2 Stunden eine Rast einplanen) bereitgestellt werden. Auch sollte bei jedem Halt eine Runde Gassi drin sein. Muss der Hund im Auto warten, muss unbedingt sichergestellt sein, dass das Auto im Schatten abgestellt wird und genug Luft reinkommt. Und im besten Fall noch eine „Bin Bald Zurück“ Notiz. Sonst droht die eingeschlagene Scheibe durch tierschutzbewusste Passanten.

8. Richte deinem Hund die gewohnte Umgebung ein

Am Zielort angekommen, solltest du dafür sorgen, dass dein Hundefreund sich trotz der fremden Umgebung zu Hause fühlt. Dabei sind vertraute Gerüche das A und O. Deshalb pack am besten seine Schmusedecke, das Lieblingsspielzeug und die Futternäpfe ein. Für besondere Connaisseurs und empfindliche Hundemägen: Pack das heimische Futter mit ein und strecke es nach und nach mit dem Futter am Urlaubsort.

Die ultimative Checkliste

  • Impfpass/EU-Heimtierpass
  • Versicherungsnummer/Anschrift der Haftpflicht
  • Transportkorb
  • Maulkorb/Leine
  • Adress-Schild (evtl. auch mit Urlaubsanschrift und mit jeweiligem Reise-Zeitraum)
  • Erste-Hilfe-Set
  • Plastiktüte und Schaufel
  • Futter, Leckereien, Kauknochen, Dosenöffner
  • Bürste, Kamm
  • Sonnenschutz und Sonnencreme
  • Körbchen/Decke
  • Spielzeug
  • Handtuch
Junge Frau mit Labrador auf einer grünen Wiese.

Tierhalterhaftpflicht

Hunde können lammfromm sein und stundenlang schmusen. Genauso gut kann jedoch selbst der treueste Golden Retriever, bedingt durch seine Instinkte, zur Gefahrenquelle werden. Als Hundebesitzer bist du im vollen Umfang haftungspflichtig, daher solltest du für einen entspannten Urlaub gut versichert sein. Informiere dich hier zur Tierhalter Haftpflichtversicherung der VGH.

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