#

Cool bleiben: So rockst du das Bewerbungsgespräch

Die erste Hürde hast du gemeistert: Du wurdest zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Doch nun macht sich in dir Panik breit. Wie kannst du deinen potenziellen Chef von dir überzeugen? Du willst diesen Job unbedingt, hast aber auch ganz schön die Hosen voll. Erstmal heißt es: Tief ein- und ausatmen. Du bist toll, so wie du bist. Mit ein bisschen Vorbereitung wird das auch dein Gegenüber erkennen. Wir helfen dir dabei.

1. Vorbereitung ist der halbe Job

Wenige Sekunden können ausschlaggebend dafür sein, ob du die Stelle bekommst oder nicht. Bei dem Gedanken wird dein Kopf abrupt tonnenschwer. Und was, wenn du einen Blackout hast?

Das Risiko kannst du deutlich minimieren, wenn du dich ordentlich auf das Bewerbungsgespräch vorbereitest. Üben, üben, üben lautet daher die Devise. Am besten im Gespräch mit Freunden oder Familie. Typische Fragen sind beispielsweise:

  • Warum haben Sie sich bei uns beworben?
  • Was sind Ihre Stärken/Schwächen?
  • Warum denken Sie, dass Sie der/die Richtige für den Job sind?

Im tatsächlichen Bewerbungsgespräch kannst du deine Antworten dann souverän abrufen. Diverse Karriereseiten wie zum Beispiel monster.de oder karrierebibel.de präsentieren ausführliche Fragenkataloge. Nutze sie und schreibe dir Notizen auf.

Karriere-Coach: Was kann er, woran erkennst du einen guten Berater?

Ein Karrierecoach kann dir helfen, den richtigen Job zu finden. Sein Aufgabengebiet umfasst unter anderem:

  • Berufsorientierung
  • Unterstützung bei der Jobsuche
  • Hilfestellungen beim Verfassen von Bewerbungen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse, ggf. Arbeitsproben etc. – sind deine Unterlagen vollständig?)
  • Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch

Wichtig: Er ist nicht da, damit du dir einen faulen Lenz machst. Vielmehr erarbeitet ihr gemeinsam, wie du deine Karriere voranbringen kannst.

Mittlerweile gibt es unzählige Karriere-Coaches, die dir das Gelbe vom Ei versprechen. Daran erkennst du gute Berater:

  • Er bietet ein kostenloses Erstgespräch an. So findet ihr heraus, ob die Chemie stimmt und du gewinnst einen ersten Eindruck von seinen Kompetenzen.
  • Er formuliert den Coaching-Prozess klar und macht keine Versprechungen.
  • Er macht keinen Hehl aus der Kostenfrage; Honorare zwischen 150 und 200 Euro pro Stunde sind die Regel.
  • Er kann eine fundierte Coaching-Ausbildung vorweisen. Achte auf Zertifikate seriöser Berufsverbände wie der ECA (European Coaching Association).
Zeitmanagement: Junge Geschäftsfrau schüttelt jemandem die Hand
pp

Zeit für deine Karriere

Auch bei der VGH kannst du beruflich richtig loslegen. Auf unserem Karriere-Blog erfährst du, wer bei uns was macht und wie du bei uns Karriere machen kannst. Ein gutes Bewerbungsgespräch ist da erst der Anfang.

2. Recherchiere Wissenswertes über das Unternehmen

Informiere dich über das Unternehmen. Stöber am besten auf der firmeneigenen Website herum. Wie ist die Unternehmensphilosophie? Welche Umsätze macht die Firma? Welche Produkte vermarktet sie? Bring die Informationen im Vorstellungsgespräch an geeigneter Stelle ein. Damit signalisierst du echtes Interesse an deinem potenziellen Arbeitgeber – das kommt gut an.

Außerdem kannst du die Infos später für Rückfragen nutzen. Die Chance solltest du in jedem Fall ergreifen – für dich selbst und um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Stell aber keine Fragen, die du locker auf der Website nachlesen kannst. Erkundige dich beispielsweise, ob die Stelle neu geschaffen wurde oder wie ein typischer Arbeitstag aussieht.

Der verflixte erste Eindruck

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Eine Studie der Universität von Kalifornien in Berkeley ergab sogar, dass Personaler binnen 20 Sekunden entscheiden, ob sie jemanden sympathisch finden.

Soll heißen: Das Bewerbungsgespräch kann fachlich noch so gut sein, wenn die Chemie nicht stimmt, findet dein Gegenüber das bekannte Haar in der Suppe. Bleib einfach authentisch. Personaler durchschauen schnell, wenn sich jemand verstellt, um zu gefallen. Das kommt gut an:

  • Lächle!
  • Bleib locker: Gerade sitzen mit Körperspannung. Hände ruhig. Nicht zappeln.
  • Sei offen und freundlich.
  • Spiegle dein Gegenüber (ohne nachzuäffen!): Wenn der Personaler lächelt, lächle auch. Studien haben gezeigt, dass diese Verhaltensweise unterbewusst Vertrauen erweckt.

Überleg dir am besten im Voraus ein paar persönliche Anekdoten, die du in der Begrüßungsphase erzählst – sofern sich eine Gelegenheit ergibt.

3. Kleider machen Leute

Es versteht sich von selbst, dass du nicht in deinem Lieblingsjogginganzug beim Bewerbungsgespräch auftauchen solltest. Doch wie sieht der passende Dresscode aus? Das richtet sich nach der Branche. Bei Banken und Versicherungen bist du mit einem Kostüm beziehungsweise Anzug gut beraten. In einer Marketingagentur geht es dagegen etwas legerer zu. Aber bitte nicht zu locker: Tiefe Ausschnitte und kurze Röcke sind absolute No-Gos.

Mit einem gepflegten Äußeren und dem Credo „Weniger ist mehr“ machst du alles richtig. Sei auch bei Parfüm und Make-up eher sparsam. Nicht vergessen: Brust raus, Bauch rein – so strahlst du Selbstbewusstsein aus.

Bewerbungsgespräch Tipps: Junge Frau redet mit jungem Mann
Mit Natürlichkeit und Selbstbewusstsein punktest du beim Bewerbungsgespräch.

4. Sei deutlich und rede nicht um den heißen Brei herum

Dein Aussehen kann noch so sympathisch sein: Wenn du deine Zähne beim Sprechen kaum auseinander bekommst oder wie ein Mäuschen redest, machst du den Gesamteindruck zunichte. Sprich mit klarer, ruhiger Stimme. Das klappt am besten, wenn du gerade sitzt und deinem Gegenüber direkt in die Augen blickst – Augenkontakt ist ohnehin sehr wichtig im Gespräch.

Nervosität ist völlig normal. Verliere dich trotzdem nicht in Bandwurmsätzen, nur um Stille zu vermeiden. So machst du es richtig:

  • Zuhören: Konzentriere dich auf das Gesagte, damit du nicht nachhaken musst.
  • Nachdenken: Lass dir Zeit mit deiner Antwort. Es kommt nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Qualität an.
  • Sprechen: Mit Bedacht.

Tipp: Wenn du über eine schwierige Frage länger nachdenken musst, dann greife zum Getränk. So überbrückst du die Zeit, bis dir eine gute Antwort einfällt.

5. Individualisiere deine Antworten

„Ich bin belastbar, teamfähig und engagiert.“ – gähn! Der Personaler erfährt damit einen Hauch von Nichts über dich. Außer, dass du die Stellenanforderungen noch im Kopf hast. Besser kommt Storytelling an! Verknüpfe die Eigenschaften mit Beispielen: In welchen Situationen hast du deine Teamfähigkeit schon unter Beweis gestellt? Inwiefern engagierst du dich und wofür? Gib Personalern eine Chance, deine Persönlichkeit kennen und schätzen zu lernen.

Jobsuche: Wo gibt’s die geilen Stellen?

Setz deine Karten nie auf nur eine Stelle. Es ist immer sinnvoll, sich für mehrere Jobs zu bewerben. Aber wo findest du eigentlich die richtig guten Jobs?

  • Meta-Jobbörsen: Sie vereinen die Stellenanzeigen mehrerer Jobbörsen in einer einzigen Jobsuchmaschine. Meta-Jobbörsen sind zum Beispiel indeed, opportuno oder kimeta.
  • Branchenspezifische Jobportale: Du willst in der Hotelbranche arbeiten? Dann suche auf HotelCareer nach passenden Stellen. Ein Jobportal für kreative Schöpfer und Medienleute ist dasauge. Nachhaltige Jobs findest du auf JobVerde. Frag auch bei deinem Branchenverband nach, um die für dich passenden Jobbörsen zu rauszukriegen. Oder sprich potenzielle Arbeitgeber an. Wo inserieren sie ihre Anzeigen?
  • Social Media: LinkedIn und Xing sind die ersten Anlaufstellen. Erstelle ein ausführliches Bewerberprofil. Es ist deine Visitenkarte für zukünftige Arbeitgeber.
  • Headhunter: Wenn du ein paar Berufsjahre auf dem Buckel hast, hilft er dir, an die besonders luxuriösen Stellen zu kommen. Übrigens: Der Dienst kostet Bewerber nichts, da Unternehmen Headhunter mit der Kandidatensuche beauftragen.

Ähnliche Artikel