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Auf Erfolgskurs: Die perfekte Bewerbung für den Berufseinstieg

Du schreibst gerade an deiner Abschlussarbeit oder nennst dich schon stolz Bachelor oder Master? Dann kann der erste richtige Job ja kommen! Eine wichtige Hürde, die du dafür nehmen musst, ist die Bewerbung. Wie du mit deiner Bewerbung für den Berufseinstieg punktest, verraten wir dir hier.

Stellenausschreibung: Wunschliste der Arbeitgeber

In vielen Stellenanzeigen liest du: „Mindestens drei Jahre Berufserfahrung gewünscht.“ Ohne Joberfahrung also kein Berufseinstieg? Von wegen! Viele Unternehmen suchen gezielt nach Berufseinsteigern und bieten Trainee-Programme an.

Lass dich von den Ausschreibungen nicht verunsichern: Sie sind häufig als Wunschzettel zu verstehen. Wenn du zwei Drittel erfüllst, kannst du ohne zu zögern als Berufseinsteiger nach dem Studium eine Bewerbung abschicken. Viele der aufgeführten Qualifikationen sind keine zwingenden Voraussetzungen, sondern wünschenswerte Extras.

Mit Selbstbewusstsein und den richtigen Argumenten qualifizierst du dich auch als Berufseinsteiger für Jobs. Vergiss nicht: Durch deine Nebenjobs, die Praktika und Werkstudententätigkeit hast du bereits Berufserfahrungen gesammelt. Die Tätigkeiten mögen eventuell nichts mit deiner aktuellen Bewerbung zu tun haben, dennoch hast du vor dem Berufseinstieg Strukturen und Arbeitsabläufe kennengelernt.

Umfang der Bewerbung

Wenn es im Inserat heißt: „Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen“, sind nicht nur Anschreiben und Lebenslauf gewünscht. Dann bist du aufgefordert, deiner Bewerbung für den Berufseinstieg Zeugnisse von Abitur und Hochschule sowie Arbeitszeugnisse von deinen Praktika und Werkstudentenjobs beizufügen. Vielleicht hast du weitere Bescheinigungen und Zertifikate, die nützlich sein können? Verschickst du die Bewerbung per E-Mail, erstellst du ein PDF, in dem alle Dokumente gebündelt sind. Die Datei sollte nicht größer als vier Megabyte sein. Im Internet findest du Programme, mit denen du das PDF gegebenenfalls komprimieren kannst

Bewerbung für den Berufseinstieg: Das Anschreiben

Passende Stellenanzeigen sind das eine, sich darauf zu bewerben etwas anderes. Oftmals fällt es schwer, den Einstieg in das Anschreiben zu finden. Bislang kannst du nur Studium, Nebenjobs und Praktika vorweisen – aber genau das sind vielleicht deine Asse im Ärmel! Unser Tipp: Schreibe einfach drauf los und kürze später ein!

Erzähle, wer du bist und was du kannst. Erkläre, warum du dich auf die Stelle bewirbst und finde Argumente, wieso gerade du dich besonders gut für den Job eignest. Versuche dich in die Lage des Personalers zu versetzen: Wie überzeugst du ihn von dir und machst neugierig auf ein persönliches Kennenlernen?

Verzichte auf Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als …“. Das sollte bereits aus der Betreffzeile ersichtlich sein. Formuliere einen individuellen Einstiegssatz, indem du erläuterst, warum du dich auf den Job bewirbst. Entspricht er deinen Interessen, kannst du deine Fähigkeiten einbringen oder hast du bereits entsprechende Erfahrungen während eines Praktikums gesammelt? Die aktuelle Abschlussarbeit eignet sich ebenfalls als Aufhänger der Bewerbung für den Berufseinstieg.

Herzstück der Bewerbung: Beschreibe deine Motivation

Im weiteren Verlauf des Schreibens machst du an konkreten Beispielen klar, wieso dich deine Erfahrungen für die Stelle qualifizieren. Hast du eine Projektarbeit an der Uni gehabt, die zu deinem Jobprofil passt? Oder warst du nach dem Abitur im Ausland? Gehst du außergewöhnlichen Hobbys nach oder bist du ehrenamtlich engagiert? Bestimmt hast du viel über dich zu erzählen. Verknüpfe deinen Lebenslauf mit deinen Fähigkeiten. Auch wenn du damit keine Fachkenntnisse nachweist – die Soft Skills sind mindestens genauso wichtig. Zu diesen gehören unter anderem Belastbarkeit, Eigenverantwortung, Motivation und vieles mehr.

Vermeide Schachtelsätze und versuche, abwechslungsreich zu formulieren. Beende dein Anschreiben mit Sätzen wie „Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich.“ oder „Gerne stelle ich mich Ihnen persönlich bei einem Vorstellungsgespräch vor.“ Das Konjunktiv sollte hier auf jeden Fall vermieden werden, denn es ist ja dein klares Anliegen, eingeladen zu werden. Länger als eine Seite sollte das Anschreiben nicht sein! Und zum Schluss: Prüfe deine Bewerbung gründlich auf Rechtschreib- und Grammatikfehler – sonst vermittelst du kein seriöses Bild.

junge Frau sitzt in einem Café und recherchiert am Laptop
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Willkommen im VGH Karriereblog!

Auch wir erhalten immer wieder Bewerbungsanschreiben. In unserem Karriereblog lernst du Bewerber kennen, die mit ihrer Bewerbung für den Berufseinstieg oder die Ausbildung Erfolg hatten: Unter karriere-blog.vgh.de geben dir Azubis, Studenten, Trainees, Praktikanten und Mitarbeiter der VGH Einblicke in ihren Berufsalltag.

Achte auf Formalitäten!

Genauso wichtig wie der Inhalt des Anschreibens ist die Form. Durch ein ansprechend und individuell gestaltetes Motivationsschreiben weckst du das Interesse des Empfängers. Sind zudem alle Formalien wie deine Kontaktdaten, die Adresse des Unternehmens und Betreff vorhanden, hast du gute Karten. Im Internet findest du viele moderne Bewerbungsvorlagen für den Berufseinstieg. Versuche durch dezente Farben und gut lesbare Schriftarten, wie Arial oder Calibri, eine eigene Note hineinzubringen.

Tipp: Falls in der Stellenausschreibung eine Referenznummer für den Job und ein konkreter Ansprechpartner genannt sind, solltest du diese auch in die Betreffzeile und die Anrede übernehmen. Bei Initiativbewerbungen musst du gegebenenfalls beim Unternehmen nachfragen, an wen du die Bewerbung richten kannst. Hier ist die Personalabteilung ein guter Ansprechpartner.

Alles auf einen Blick: Der Lebenslauf

Um die Fähigkeiten, die du in deinem Motivationsschreiben erwähnst, zu belegen, gehört zu jedem Bewerbungsschreiben ein Lebenslauf – auch für Berufseinsteiger! Gestalte den Lebenslauf übersichtlich und ordne deine bisherigen Stationen chronologisch, beginnend in der Gegenwart. Deine Grundschule musst du nicht nennen. Stelle besser relevante Qualifikationen heraus, indem du die Unternehmen und deine dortige Funktion sowie deine Tätigkeiten auflistest. Das Arbeitszeugnis bietet dafür eine gute Grundlage. Inhaltlich und optisch sollten Anschreiben und Lebenslauf stimmig sein.

Bitte lächeln!

Ein Bewerbungsfoto ist keine Pflicht. Allerdings: Ein seriöses Foto kann den positiven Eindruck unterstreichen, mit einem schlechten Foto verbaust du dir unter Umständen die Chance auf den Job. Wenn du dich mit Foto bewerben möchtest, lass einen Profi ran – Selfies und Schnappschüsse vor der weißen Tapete im Studentenwohnheim sind ein absolutes No-Go!

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