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Berufe mit Zukunft: Die 6 aussichtsreichsten Jobs

Die Welt liegt dir zu Füßen, doch deine Treter wissen beruflich noch nicht wohin? Dann lohnt sich ein Blick auf die Berufe mit Zukunft. Durch die Digitalisierung verändern sich viele Branchen – Jobs fallen weg, neue entstehen. Egal, ob du deinen Abschluss gerade in der Tasche hast oder beruflich neu durchstarten willst – wir stellen dir sechs spannende Zukunftsberufe vor.

1. Robotik-Ingenieur

Ein Blick in die Wolfsburger VW-Werkshallen zeigt, dass Roboter längst nicht mehr nur futuristische Elemente aus Science-Fiction-Filmen sind. Die künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch und soll immer komplexere Aufgaben computergesteuert übernehmen. Die langfristige industrielle Entwicklung geht in Richtung vollautomatisierte Fabriken. Nun bedarf es cleverer Köpfe, die diese Maschinen entwickeln, programmieren und instand halten. Das sind Ingenieure. Aber nicht irgendwelche, sondern im besten Fall mit einer Spezialisierung auf Robotik. Sie bringen nicht nur technisches Know-how mit, sondern auch Kompetenzen in der Programmierung. Um als Robotik-Ingenieur die industrielle Welt maßgeblich zu verändern, musst du studieren. Das Berufsfeld lohnt sich auch aus Verdienstperspektive: Das Durchschnittsgehalt beträgt rund 52.000 Euro brutto im Jahr.

Robotik-Studium in Niedersachsen

In Niedersachsen bieten zurzeit zwei Universitäten einen geeigneten Studiengang an. In Oldenburg kannst du „Eingebettete Systeme und Mikrorobotik“ an der Carl von Ossietzky Universität studieren. An der Hochschule Osnabrück bietet sich der Master-Studiengang „Elektrotechnik – Automatisierungssysteme“ an.

2. E-Sports-Manager

Noch mehr digitale Berufe mit Zukunft stammen aus unerwarteter Ecke: der Gaming-Branche. Unzählige junge und gestandene Leute verbringen ihre Zeit am liebsten zockend. Der Spieltrieb geht sogar so weit, dass sie bei offiziellen E-Sports-Turnieren gegen andere passionierte Spieler antreten. Diese Wettkämpfe sind teils sehr lukrativ: Beim Dota-Turnier „The International“ etwa erhielten die besten E-Sportler 2016 Preisgelder von sage und schreibe 20 Millionen Dollar.
Der Trend hat eine neue Berufsgruppe ins Leben gerufen: Hast du schon einmal vom E-Sports-Manager gehört? Sein Job besteht darin, Profizocker zu beraten, zu trainieren und gegebenenfalls Verhandlungsgespräche für sie zu führen. Ganz wie bei Fußballbundesligisten, nur dass seine Klienten auf elektronischem Rasen oder in virtuellen Welten antreten. Das durchschnittliche Bruttogehalt des E-Sport-Managers beträgt rund 43.000 Euro jährlich. Ein konkretes Studium ist keine Voraussetzung dafür, um E-Sport-Manager zu werden, allerdings sind sehr gute Englischkenntnisse und Marketing-Know-How von Vorteil. Das Wichtigste ist die Affinität zum Gaming, denn schließlich berätst du Gamer, unterstützt sie bei Turnierveranstaltungen und verhandelst für sie mit möglichen Sponsoren.

Junge Männer sitzen in der Reihe an Gaming-PCs und spielen konzentriert.
E-Sport-Events sind im Kommen: In großen Hallen zocken Gamer gemeinsam um die Wette.

Job gefällig?

Im eSport-Bereich gibt es spezialisierte Gamer-Jobbörsen. Du sucht eine Stelle? Versuch es doch mal bei Games Career oder Jobs in eSport.

3. Software-Entwickler & Frontend-Developer

Virtual Reality-Brillen beamen uns in eine andere Welt. Die Erfindung ruft weitere Berufe mit Zukunft auf den Plan, allen voran die Software-Entwickler und Frontend-Developer. Schließlich müssen kreative Köpfe erst einmal die künstlichen Welten erschaffen. Die sind übrigens nicht nur im Gaming-Bereich interessant. VR-Brillen finden beispielsweise in der Medizin Anwendung: Chirurgen können damit Operationen simulieren. Das Gadget kann in Zukunft auch bei deinen Shoppingtouren auf der Lister Meile in Hannover nützlich werden: Statt Klamotten mühselig anzuprobieren, ziehst du sie dir virtuell über – praktisch, oder? Das Aufgabenfeld als Software-Entwickler ist dabei extrem breit und im Hintergrund der voranschreitenden Digitalisierung sehr dynamisch. Von Softwaresystem-Analyse bis zum Programmieren individueller Software-Lösungen gilt es meist kundenspezifische Software-Lösungen zu entwickeln und Anwender entsprechend zu schulen. Das durchschnittliche Bruttogehalt beträgt rund 43.000 Euro. Übrigens: Die VGH bietet im Bereich IT ebenfalls spannende Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten. Schau doch einfach mal hier.

Drei Wege zum Software-Entwickler

Um Software-Entwickler oder Frontend-Developer zu werden, gibt es nicht den einen Weg. Du kannst zum Beispiel eine Ausbildung zum „Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung“ in einem Unternehmen abschließen, ein Studium in „Informatik“ absolvieren oder als Autodidakt einsteigen. Letzteres verlangt besonders viel Disziplin und Durchhaltevermögen. Solltest du eine freiberufliche Tätigkeit anstreben, wäre dies vielleicht dein Weg. Siehst du dich in einem festen Anstellungsverhältnis, solltest du eine Ausbildung oder ein Studium in Betracht ziehen, da viele Unternehmen eine professionelle Ausbildung voraussetzen. Ein Studium in Richtung „Informatik“ kannst du beispielsweise in Braunschweig, Clausthal-Zellerfeld, Emden, Hannover, Oldenburg, Osnabrück oder Wolfenbüttel abschließen.

Du sucht einen Job? Softgarden hat hier die 20 besten Jobbörsen für IT-Fachkräfte und Entwickler zusammengefasst.  Auch die VGH bzw. der IT-Dienstleister der VGH, die IVV, bietet immer wieder spannende Jobs. Offene Stellenangebote findest du hier. Viel Erfolg!

vier junge Menschen sitzen in hellem Großraumbüro
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Berufsunfähigkeitsversicherung ist im Beruf unverzichtbar

Wenn du ins Berufsleben startest, ist alles aufregend und neu für dich. Du lernst neue Menschen kennen und widmest dich neuen Aufgaben. Dennoch solltest du dir etwas Zeit nehmen, um dich im Berufsleben abzusichern. Dazu zählt neben der Krankenversicherung auch die Berufsunfähigkeitsversicherung. Unsere Vertreter informieren dich gerne über verschiedene Möglichkeiten.

Hier findest du weitere Infos zum Versicherungsangebot der VGH und ÖVB (für alle aus Bremen und Bremerhaven).

4. Lehrer für Naturwissenschaften

Zugegeben: Lehrer klingt nicht gerade nach Trendberuf. Auch in Zukunft werden Lehrer händeringend gesucht – und zwar ganz besonders solche, die Naturwissenschaften unterrichten. Neben Mathematik, Physik und Chemie ist auch Informatik ein gefragtes Lehrfach. Der Bedarf resultiert aus den neuesten Entwicklungen: Immer mehr junge Leute konzentrieren sich bereits in der Schule auf naturwissenschaftliche Fächer, um später als IT- und Technik-Fachkräfte durchzustarten. Ein Lehramtsstudium ist dafür gar nicht unbedingt notwendig: Auch der Quereinstieg für Naturwissenschaftler in den Lehrerberuf ist in vielen Bundesländern möglich. Der Lehrerverdienst ist tariflich geregelt und steigt mit zunehmender Zeit. Durchschnittlich verdienen Lehrer der Naturwissenschaften rund 59.000 Euro brutto im Jahr. Hier findest du eine Übersicht über die Möglichkeiten eines Lehramtsstudiums in Niedersachsen.

zwei junge Männer arbeiten im technischen Labor
Warum nicht? Naturwissenschaftler starten als Lehrer durch.

Häufigste Ausbildungsberufe in Niedersachsen

Welche Ausbildungsberufe sind bei uns Niedersachsen besonders beliebt? Wir haben eine Top-Ten-Liste für euch. Die Beliebtheit richtet sich hierbei nach der Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge.

  1. Kaufmann/-frau für Büromanagement
  2. Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  3. Verkäufer/-in
  4. Kraftfahrzeugmechatroniker/-in
  5. Industriekaufmann/-frau
  6. Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel
  7. Elektroniker/-in
  8. Medizinische/-r Fachangestellte/-r
  9. Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
  10. Fachkraft für Lagerlogistik

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (Stand: 01.12.2014)

5. Lebensmitteltechniker / Lebensmittelkontrolleur

Beim Einkauf im Supermarkt guckst du erst einmal auf die Inhaltsstoffe auf der Produktrückseite? Dann geht es dir wie vielen anderen Deutschen: Gesunde und bewusste Ernährung ist vielen Menschen wichtig. Der Markt reagiert entsprechend und stellt Produkte mit angepassten Rezepturen her. Insbesondere der Trend zu Bio- und Fleischersatzprodukten boomt. Ein niedersächsisches Unternehmen, das auf die veränderten Konsumentenbedürfnisse reagiert hat, ist zum Beispiel die Rügenwalder Mühle mit Sitz in Bad Zwischenahn. Eigentlich als Fleisch- und Wurstproduzent bekannt, stellt das niedersächsische Unternehmen bereits jetzt ein Fünftel seiner Frikadellen und Schnitzel aus Fleischersatzstoffen her – Tendenz steigend. Das Fleisch wird unter anderem durch Eiweiß, Milch oder Soja ersetzt.
Solche innovativen Produktneuheiten müssen jedoch erst einmal entwickelt, produziert, kontrolliert und weiterverarbeitet werden. Dafür sind Lebensmitteltechniker und/oder -Kontrolleure verantwortlich. Dabei arbeitest du entweder in Fisch-, Fleischbetrieben beziehungsweise Obst- und Gemüseverarbeitung. Du könntest auch in industriellen Großbäckereien oder Molkereibetrieben landen. Hier bist du dann bei allen Stationen der Lebensmittelproduktion beteiligt: Vom Eingang der Rohware bis zum eingepackten Produkt. In diesen Jobs mit Zukunft verdienst du etwa 41.000 Euro brutto jährlich.

Wie werde ich Lebensmitteltechniker?

Zunächst durchläufst du eine 3-jährige Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik in einem entsprechenden Betrieb. Anschließend gibt es zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für deinen Techniker- oder Meistertitel.
Du willst direkt mit dem Studium durchstarten? In Hannover oder Osnabrück gibt es die Möglichkeit, Lebensmitteltechnik zu studieren.

Das Forum Lebensmitteltechnik-Deutschland verschafft dir hier einen genauen Überblick deiner Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung im Bereich „Lebensmitteltechnik“.

6. Luft- und Raumfahrtingenieure

Drohnen fliegen durch die Luft, Raumschiffe durch’s All. Luft- und Raumfahrtingenieure sind gefragter denn je. Sie klären unter anderem Fragen zur technischen Umsetzung verschiedener Beförderungsmöglichkeiten in der Raumfahrtindustrie. Dazu gehört das Konstruieren, Warten und Sichern sämtlicher Luftmaschinen: Flugzeuge, Hubschrauber, Satelliten und Raketenteile. Für Luft- und Raumfahrtingenieure gibt es viele Einsatzfelder. Jobs gibt es bei Fluggesellschaften, Produktionsfirmen für Luft- und Raumfahrttechnik oder Forschungsstationen. Meistens arbeiten die Ingenieure im Team und konstruieren Maschinenteile. Daher sind Teamgeist, Kreativität und ein physikalisches Grundinteresse unabdingbar. Das Einstiegsgehalt liegt bei 45.000 Euro brutto.

Studium in Niedersachsen

Du interessierst dich für die Luft- und Raumfahrtindustrie? An der Hochschule Osnabrück gibt es den Bachelor-Studiengang „Aircraft and Flight Engineering“. Der sechssemestrige Vollzeitstudiengang mit internationaler Ausrichtung ist der erste Schritt in Richtung Luft- und Raumfahrtingenieur.

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