Autofahren mit Kindern: Vater schnallt sein Kind im Kindersitz an

Autofahren mit Kindern: sicher ans Ziel kommen

Kinder genießen immer besonderen Schutz. Auch im Auto ist es wichtig, für entsprechende Sicherheit zu sorgen. Erinnerst du dich noch an den Moment, in dem Britney Spears ihren fünf Monate alten Sohn auf dem Schoß unangeschnallt durch die Gegend kutschiert hat? Mit dieser Aktion handelte sie gegen das Gesetz. Natürlich bist du nicht so verantwortungslos. Damit du über wichtige Sicherheitsvorkehrungen für Autofahrten mit Kindern im Bilde bist, haben wir folgende Infos für dich zusammengefasst.

Das erfährst Du in diesem Artikel

Sicherheit geht vor

Regel Nummer 1, wenn es um Sicherheit im Auto geht: anschnallen. Das gilt für dich genauso wie für den Nachwuchs. Darüber hinaus müssen die kleinen Mitfahrer die Fahrt auf jeden Fall im Kindersitz verbringen. Von Babyschale bis Sitzerhöhung: Kindersitze werden in verschiedene Gewichtsgruppen eingeteilt. Die Gruppenbezeichnung sagt aus, welche Sitzart für dein Kind geeignet ist.

Kindersitzgruppen in der Übersicht

  • Gruppe 0 (Geburt – 10 kg)
  • Gruppe 0+ (Geburt – 13 kg)
  • Gruppe I (9 – 18 kg)
  • Gruppe II (15 – 25 kg)
  • Gruppe III (22 – 36 kg)

Babyschalen für Säuglinge

Sogenannte Babyschalen sollten auf der Rückbank oder dem Beifahrersitz entgegen der Fahrtrichtung befestigt werden. Wichtig: Sollte dein Auto einen Beifahrer-Airbag haben, musst du ihn ausschalten. Wenn er sich nicht deaktivieren lässt, platzierst du die Babyschale auf der Rückbank. Diese Schalen sind besonders praktisch, da man sein Kind samt Sitz an einem Griff aus dem Auto tragen kann. So müssen kleine Schlafmützen bei der Ankunft nicht geweckt werden. Achtung: Babyschalen werden schnell zu klein. Achte darauf, dass der Kopf des Babys nicht über die Rückenlehne ragt. Bei Frühgeborenen und schwachen Kindern solltest du vor der ersten Autofahrt mit dem Kinderarzt sprechen – bei ihnen ist die Wirbelsäule noch nicht stabil ausgebildet. In dem Fall kann eine Babyschale auf langen Autofahrten körperliche Schäden hervorrufen. Generell sollte dein Nachwuchs nicht zu viel unnötige Zeit in dem Sitz verbringen, da die gekrümmte Haltung zu Rückenschäden oder –schmerzen führen kann.

Sitze für Kleinkinder

Für Kleinkinder bis zu vier Jahren eignen sich im Wesentlichen zwei verschiedene Sitzarten. Kindersitze mit Hosenträger-Gurt-Systemen werden mit dem Dreipunktgurt des Autositzes befestigt. Das Kind wird dann über die zusätzlichen Gurte am Sitz angeschnallt. Wichtig: Der Gurt sollte straff am Kind anliegen. Die Hosenträger-Gurt-Systeme haben den Vorteil, dass Kinder sich in einer angenehmen Schlafposition befinden. Zudem schwitzen sie auch nicht so viel in diesen Sitzen – anders als beim Fangkörpersystem. Bei Kindersitzen mit Fangkörpersystem wird der Dreipunktgurt des Autos durch den sogenannten Fangkörper, einer Art festem Kissen, geführt und hält somit das Kind im Sitz. Vorteil: geringere Belastung bei einem Frontalaufprall. Nachteil: Der Sitzkomfort der Kinder leidet unter den meist großen Fangkörpern. Es wird schnell sehr warm, sodass die Kinder anfangen zu schwitzen.

Kleinkind im Kindersitz
Kindersitze mit Hosenträger-Gurt-System sind besonders beliebt.

Sitzerhöhung für die Größeren

Für Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren und darüber hinaus eignen sich Sitzerhöhungen verschiedenster Art. Je nach Alter ist eine Sitzerhöhung mit Rücken- und Kopflehne sinnvoll. So verliert das Kind während des Schlafens nicht die Haltung. Bei kleineren Kindern sollte man auf eine spezielle Gurthalterung in Schulterhöhe achten. Dadurch wird das Kind mit dem Sitz am Dreipunktgurt des Autos angeschnallt.

Kindersitz kaufen

Eins steht fest: Beim Kauf eines Kindersitzes gibt es einiges zu beachten. Nimm dir daher viel Zeit, um Sitze zu vergleichen und deren Vor- und Nachteile abzuwägen. In vielen Fällen erweisen sich Kombi-Sitze als besonders praktisch: Sie decken mehrere Kindersitzgruppen ab.

Gebrauchtware ja oder nein?

Vom Kauf gebrauchter Kindersitze solltest du absehen. Im Inneren des Sitzes können sich unsichtbare Schäden befinden, die im Falle eines Unfalls schwerwiegende Folgen haben können.

Der wichtigste Punkt beim Kauf eines Kindersitzes: Stelle sicher, dass der Sitz mit der orangen ECE-Prüfplakette ausgestattet ist. Sollte dies nicht der Fall sein, ist ein sicherer Transport nicht gewährleistet. Kindersitze sollten immer den neuesten Sicherheitsstandards entsprechen. Darüber hinaus sollte dein Kind den Sitz mögen. Eine gute Möglichkeit ist es, gemeinsam in den Fachhandel zu gehen. Lasst euch beraten und vor allem: probiert die Sitze aus. Dein Nachwuchs muss sich schließlich darin wohlfühlen. Nimm auch dein Auto mit, denn nicht jeder Sitz passt in jedes Fahrzeug.

Autofahren mit Kindern: Vater schnallt sein Kind im Kindersitz an

Rundum abgesichert

Beim Autofahren steht deine Sicherheit und die deiner Kinder natürlich an erster Stelle. Der richtige Kindersitz ist erst der Anfang. Solltest du wirklich in einen Verkehrsunfall verwickelt werden, kann das nicht nur die Gesundheit der Insassen gefährden, sondern auch schnell teuer werden. Eine passende Absicherung kann hier Abhilfe schaffen. Informiere dich hier über das Kfz-Versicherungsangebot der VGH und ÖVB oder lasse dich persönlich beraten.

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