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Ehrenamtliche Tätigkeit – eine Win-win Situation

Ehrenamtliche Tätigkeiten sind der Inbegriff einer Win-win-Situation, da im Idealfall Helfer wie Geholfene von ihr profitieren können. Der Schritt mit dem Helfen anzufangen, ist aber weitaus härter, als der Verlockung nachzugeben, die neuesten Netflix-Serien zu bingen. Wir zeigen dir, wie du es trotzdem schaffst und bieten Orientierung, auf welche Art du dich in Niedersachsen gemeinnützig einbringen kannst!

Ich würde ja gerne helfen, aber…

Oft hast du schon gedacht, man müsste echt mal was machen: Vielleicht mit traurigen Hunden aus dem Tierheim spazieren gehen oder in der Obdachloseneinrichtung Essen ausgeben. Wenn man schon Ungleichheit als strukturelles Merkmal unserer gegenwärtigen Gesellschaft nicht einfach so ändern kann, dann wenigsten im Kleinen tätig werden. Soweit so moralisch richtig der Gedanke. Doch so entfernt ist er davon, ein wirkliches To-do im, ach so vollen, Terminkalender zu werden. Kommt dir das bekannt vor? „Ich würde ja gerne, aber“ ist deine Standardantwort? Keine Sorge, du bist kein schlechter Mensch. Ausreden zu formulieren, warum wir doch lieber zuhause bleiben oder zumindest bloß das machen, was uns bekannt ist, ist pur menschlich. Vielleicht ahnst du schon, worauf wir hinaus wollen…

Du musst „Raus aus der Komfortzone“!

Du kennst sicher das Bild mit den zwei Kreisen: Im ersten steht „Komfortzone“, also der Ort in dem alle deine ewig bewährten Handlungsmuster und Routinen stattfinden, und in dem anderen Kreis heißt es: „Wo die Magie passiert.“ Um an diesen magischen Ort zu kommen, musst du allerdings dein limbisches System überlisten. Dieses hält dich, mit allerlei fein säuberlich zurecht gelegten Ausreden, davon fern, dich auf unbekanntes Terrain zu begeben. Diese Anti-Engagement-Taktik deines Gehirns ist ein Schutzmechanismus, der dich vor Stress, Angstzuständen und überflüssigen Anstrengungen bewahren soll. Aber eben auch dazu führt, dass du ein eher langweiliges, da risikoarmes Leben verbringst.

1. Finde ein geeignetes Ziel

Motive, warum Menschen helfen reichen von A wie Altruismus bis Z wie Zeitvertreib. Daher soll es hier nicht darum gehen, all diese Aufzulisten. Wichtig ist in erster Linie, dass du dir eine persönliche Begründung für deinen Einsatz suchst. Es ist nicht verwerflich, sondern zwingend Notwendig hier nach deinen Interessen zu gehen. Sei es, dass du Fähigkeiten ausüben willst, welche du sonst nicht einbringen kannst, in neue Bereiche schauen willst oder einfach etwas zurückgeben möchtest. Denn ohne Ziel keine Motivation, ohne Motivation bleibst du da wo du bist: In der Komfortzone.

2. Klein anfangen

Aus der Komfortzone heraus zu treten ist pure Übungssache. Deshalb lautet die Devise: Taste dich heran. Will man direkt das ganz Große erreichen, bewegt man sich wahlweise, statt in die positive orangene Lernzone, in den roten Bereich, der auch als Panikzone beschrieben wird, man ist also überfordert. Oder aber, man hegt so große Ambitionen, dass man am Ende doch nicht tätig wird und in der Komfortzone stecken bleibt. Um das aufs Helfen zu übertragen: Niemand erwartet von dir, dass dich direkt die nächsten 12 Monate einmal pro Woche zu einem „Hilfseinsatz“ verpflichtest. Schau dir das Projekt deiner Wahl erstmal in Ruhe an und mach dich mit der neuen Situation vertraut. Deine Dosis an „Hilfseinsätzen“ kannst du dann schließlich immer noch hochschrauben.

3. Tu Gutes und rede darüber

Vielleicht kommt dir das komisch vor. Und damit ist auch nicht gemeint, dass du prahlend überall rumerzählen solltest, wie genial du letzten Sonntag in der Kleiderspende Sachen sortiert hast. Nein, hier geht es um etwas anderes: Denn indem du deine Erlebnisse in deinem Umfeld erzählst, etablieren und normalisieren sie sich in deinem Alltag. So ist die Gefahr, dein limbisches System mal wieder die Kontrolle übernehmen zu lassen und dich zu drücken, eingedämmt. Als positiver Nebeneffekt wirkst du motivierend auf deinen Bekanntenkreis ein.

In welchen Bereichen findet Ehrenamt statt?

  • Armut/Soziale Gerechtigkeit
  • Bildung
  • Migration
  • Sport/Freizeit
  • Seniorenbetreuung
  • Krankenbetreuung
  • Demokratie/Bürgerrechte
  • Kultur
  • Umwelt/Tierschutz

Helfen in Niedersachsen

Ok, du hast genug vom Motivationsgefasel und möchtest jetzt wirklich loslegen? Wir wissen, aller Anfang ist schwer, deshalb haben wir dir eine Liste für Anlaufstellen in deiner Stadt vorbereitet. (Falls sie nicht dabei ist, hilft dir diese Seite weiter.)

Helfer schaut mit Snioren ein Fotobuch im Seniorenzentrum an.
Warum nicht ein Ehrenamt im Seniorenzentrum?

Wo kann ich in Niedersachsen mit dem Helfen loslegen?

Hannover

Braunschweig

Oldenburg

Wolfsburg

Osnabrück

Ein Mädchen mit handicap sitzt und hört seiner Heferin beim Vorlesen eines Buches in der Schule zu..
p p

Sicher ist sicher!

Du hilfst gerne den Anderen? Doch was ist mit dir?

Leider sind wir nicht unverwundbar. Um deine Angehörigen finanziell abzusichern, wäre im Falle des Falles eine Ri­si­ko­­le­bens­­ver­­si­che­rung die fi­nan­ziel­le Le­bens­­grund­la­ge deiner Familie. Informiere dich hier über die Angebote der VGH Lebensversicherung. Und hier geht es zur Risikolebensversicherung der ÖVB.

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