#

Tipps für die Studenten-WG: Coole Einrichtung für kleines Geld

Wenn ihr Studenten seid, geht es euch vermutlich wie den meisten eurer Kommilitonen: Ihr habt tausend coole Ideen im Kopf, aber nicht das Geld, sie umzusetzen. Was ihr aber habt: Zeit – und davon relativ viel. Naja, zumindest im Vergleich zu euren Kumpels, die bereits Vollzeit im Bürojob stecken. Die können sich die schicken Designsofas zwar schon leisten, sind aber kaum zu Hause, um drauf zu sitzen. Wir zeigen euch hier, mit welchen günstigen Tricks ihr aus eurer ollen Studentenbude eine echte Style-WG machen könnt.

Was braucht ihr wirklich?

Ihr seid eine WG mit einem gemeinsamen Wohnzimmer. Damit gehört ihr quasi schon zur Upperclass der Studenten. In der Regel ist es aber trotzdem so: Niemand will besonders viel Geld in die Gemeinschaftsräume stecken. Schön hättet ihr es aber doch gern. Damit ihr euch trotz Minibudget eine tolle Einrichtung zaubern könnt, müsst ihr im Vorfeld miteinander sprechen:

  • Was ist euch wichtig? Eine große Couch zum Rumlümmeln oder lieber ein Kickertisch? Eine Bücherwand oder doch lieber eine Bar?
  • Welchen Stil wollt ihr? Ihr seid zu dritt. Einer steht auf Industrieromantik, eine auf Shabby Chic und der Dritte auf buntes Plastik im Stil der 70er, und jeder steuert etwas bei? So wird das nichts. Einigt euch auf eine optische Richtung.
  • Wer kann was? Ist einer von euch der Typ fürs Grobe oder ist filigraner Dekokram genau jemandes Ding? Klärt die handwerklichen Skills der Mitbewohner.
  • Wie viel wollt ihr ausgeben? Setzt vorher ein Pro-Kopf-Budget fest, dann gibt es hinterher keinen Streit.
  • Wann wollt ihr fertig sein? Projekte ohne Deadline werden gern mal vertüdelt und das war’s dann mit dem coolen Wohnzimmer.
Einrichtung Studenten-WG: Geschmackvoll eingerichtetes Wohnzimmer
p p

Schütze deine schöne Einrichtung

Wasserschaden, Einbruch oder ein in Brand geratener Wasserkocher – hoffentlich passiert dir nichts davon. Wenn doch, zahlt sich allerdings eine Hausratversicherung aus. Sie übernimmt auch für dein WG-Zimmer die finanziellen Belastungen, die so ein Ereignis nach sich zieht. Wenn du aus Bremen oder Bremerhaven kommst, findest du hier alle Infos zur Hausratversicherung der ÖVB.

Günstige Bezugsquellen für Möbel

Gerade die großen Möbel wie Sofa, Schränke und Tische gehen schnell ins Geld – selbst wenn ihr sie im schwedischen Möbelhaus besorgt. Doch es gibt Alternativen! Die sind nicht nur günstiger, sondern oftmals auch hochwertiger und individueller.

eBay: Auf der Onlineauktionsplattform könnt ihr echte Schnäppchen machen. Damit ihr euch nicht ärgert, dass der Traumtisch nur zur Selbstabholung in München wartet: Gebt bei der Suche eure Postleitzahl ein und legt den gewünschten Umkreis fest.

Online-Kleinanzeigen: Auf Portalen wie markt.de, kalaydo.de oder in den eBay-Kleinanzeigen stöbert ihr gezielt in Einrichtungsschnäppchen aus eurer Region. So stoßt ihr manchmal auf Schätze, nach denen ihr nie selbst gesucht hättet.

Facebook: Schon ewig gibt es bei Facebook regionale Verkaufsgruppen und seit Neuestem auch den Facebook-Marktplatz. In Free-Your-Stuff-Gruppen kommt ihr besonders günstig an Gebrauchtes. Da wird schon mal eine Couch gegen einen Kasten Bier getauscht.

Schwarzes Brett: Ob an der Uni oder im Supermarkt, Aushänge gibt es überall. Es lohnt sich, mal einen Blick darauf zu werfen. Oft warten hier Goldstücke zum Minipreis.

Käseblätter: Mindestens einmal pro Woche flattern die kostenlosen Wochenzeitungen ins Haus. Werft mal einen Blick hinein, bevor sie im Altpapier verschwinden. Denn auch hier gibt es Kleinanzeigen.

Second-Hand-Läden: Second Hand gibt es nicht nur für Kleidung, sondern auch für Möbel. Gehört der Laden dem DRK, der Diakonie oder Oxfam tut ihr damit auch gleich noch etwas Gutes, denn die Erlöse werden für wohltätige Zwecke verwendet.

Omas Keller: Der Dachboden der Eltern oder der Keller der Oma können wahre Fundgruben sein. Was ihr dort findet, ist vielleicht nicht gerade modern, doch dann lauten die Zauberworte „Upcycling“ und „Umgestaltung“. Mehr dazu weiter unten.

Upcycling: So wird alter Kram zum Designerteil

Upcycling funktioniert nach dem Prinzip „Aus alt mach neu“: Statt Dinge auf den Müll zu werfen, werden daraus neue, höherwertige Dinge. Anders als beim Recycling, wo aus der alten Plastikdose höchstens noch PET-Flaschen werden.

Upcyceln lässt sich fast alles – vom Kronkorken bis zu Omas Schrankwand in Eiche rustikal. Das Internet ist voller Designideen. Manche davon super simpel, andere ein bisschen komplizierter. Manche günstig, andere teurer. Schaut einfach, was euch anspricht. Ein paar Tipps, die wir besonders cool finden, wollen wir euch natürlich trotzdem zeigen.

Um alte Möbel aufzupeppen, wirkt ein Anstrich Wunder. So wird aus der schnarchigen Vitrine schnell eine tolle Bar oder aus Omas altem Sessel ein leuchtender Eyecatcher. Funktioniert übrigens nicht nur bei alten Möbeln. Auch die eher günstigen Klassiker aus dem Möbelhaus lassen sich aufmotzen. Auf Ikea-Hackers findet ihr jede Menge How-Tos fürs neue Wohnzimmer, die weit übers bloße Anmalen hinausgehen.

Keine Angst vorm Zweckentfremden: Total vielseitig sind übrigens auch alte Europaletten. Vom Schrank bis zum Bett könnt ihr daraus fast alles bauen! Und warum nicht mal eine alte Leiter zum Bücherregal umfunktionieren? Traut euch!

Einrichtung Studenten-WG: Dachterasse mit verschiedenen Palettenmöbeln
Auch für Außenmöbel eignen sich Europaletten besonders.

Setzt eure Bude ins rechte Licht!

Das Licht ist mindestens so wichtig wie die Möbel: Gemütlich wird es mit indirekter Beleuchtung und natürlich mit warmen Lichtfarben. LEDs sind dafür super, denn sie verbrauchen kaum Strom, sind mittlerweile ziemlich günstig und werden nicht heiß. Es ist also ungefährlich, sie hinter Möbeln oder unter zartem Stoff leuchten zu lassen.

Sichtbare Designerlampen baut ihr euch ganz einfach selber: Aus einem Ast und ein paar Glühbirnen. Oder alten Marmeladengläsern. Unser persönlicher Leuchtliebling sind übrigens diese Energiesparbirnen im Retro-Look.

Wanddesign statt weißer Raufaser

Richtig schöne Tapeten sind teuer und oft schwer an die Wand zu kriegen. Ein Anstrich in einer hübschen Farbe hingegen ist auch für Handwerksmuffel machbar. Tipp: Helle Farben lassen den Raum größer wirken.

Eine nackte Wand ist in bunt aber genauso langweilig wie in Raufaserweiß. Deko muss also her:

Mangelnde Ideen sind nun also keine Entschuldigung mehr für langweilige Studi-Wohnzimmer. Ran an die Pinsel, Bohrer und Heißklebepistolen!

Ähnliche Artikel