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Wie mache ich mein Rad winterfest?

Draußen wird es langsam echt kalt. Höchste Zeit, dein Fahrrad winterfest zu machen! Gerade morgens, auf dem Weg zur Uni oder zur Arbeit, ist es jetzt schon glatt. Spätestens wenn der erste Schnee liegt, wirst du dich freuen, wenn dein Bike fit für den Winter ist.

Check-up: Bremsen, Kette, Schaltung

Radfahren im Winter ist eine kleine Herausforderung – nicht nur für dich, sondern auch für dein Rad. Damit ihr beide unbeschadet durch die kalte Jahreszeit kommt, lohnt sich ein Check-up der wichtigsten Teile. Was du jetzt reparierst, macht dir später das Leben auf verschneiten Straßen leichter – und sicherer.

Auf glattem Untergrund ist dein Bremsweg länger als sonst. Außerdem greifen die Bremsgummis bei Kälte schlechter. Umso wichtiger ist es, dass deine Bremsen top in Schuss sind. Bremsbeläge haben Markierungen, die dir anzeigen, wie stark sie abgenutzt sind. Sind sie schon bis zur Kerbe runter, müssen dringend neue her.

Und was ist mit der Schaltung? Mit einem Nabenmodell hast du kaum Aufwand. Wenn hier die Gangschaltung nicht richtig läuft, kannst du an der Einstellschraube spielen, bis es passt. Viel wahrscheinlicher aber hast du eine Kettenschaltung. Ist dort alles sauber und gut geschmiert? Prima! Wenn nicht, ist Putzen und Ölen angesagt. Denn nur eine saubere Kette arbeitet zuverlässig. Hier findest du weitere Tipps, um Fahrradunfällen vorzubeugen.

Radfahren im Winter
Den groben Fahrrad-Check zum Winter kannst du selbst vornehmen.

Reifen- und Felgen-Check

Stell dein Fahrrad auf den Kopf und schau dir Reifen und Felgen genau an: Läuft alles rund oder eiert dein Rad? Schleift es vielleicht an den Bremsen oder macht komische Geräusche?

Verzogene Bleche oder Halterungen kannst du selbst wieder geradebiegen. Verbogene Felgen, also die klassische Acht im Rad, kann allerdings nur ein Profi richten. Auch wenn es in der Radnabe knirscht, solltest du damit ins Fachgeschäft. Kleiner Tipp: Im Fahrradcafé in Hannover kannst du sogar ganz gemütlich Kaffee trinken, während die Profis dir dein Bike winterfit machen.

Winterreifen und Spikes fürs Fahrrad

Winterreifen fürs Fahrrad? So was gibt’s? Und ob! Wenn du auch im Winter mit dem Fahrrad unterwegs sein willst, ist die passende Bereifung quasi Pflicht. Dafür kannst du entweder spezielle Winterreifen kaufen oder einfach auf ein breites Modell mit viel Profil umsteigen. Die schmalen, glatten Rennradreifen bleiben bei Eis und Schnee lieber im Keller.

OK, zugegeben, es gibt keine Schneeketten fürs Radfahren im Winter. Aber so was Ähnliches: Winterreifen mit Spikes. Die kleinen Metallzähne krallen sich in den glatten Untergrund und geben dir so mehr Halt. Das lohnt sich allerdings nur, wenn du wirklich viel auf vereisten und verschneiten Strecken unterwegs bist. Auf Asphalt ist das Fahrgefühl damit nicht so toll.

Egal welchen Reifenmantel du im Winter zum Fahrradfahren nutzt: Der Luftdruck im Schlauch sollte eher gering sein. Wenn der Reifen nicht so prall gefüllt ist, hat er mehr Kontakt mit dem Boden. Das macht zwar das Radeln ein bisschen anstrengender, aber eben auch sicherer.

Radfahren im Winter
Im Winter sind die Fahrbedingungen anders: Eventuell solltest du den Reifendruck anpassen.

Reifendruck messen

Um den Reifendruck beim Fahrrad zu messen, brauchst du ein Manometer. Einfach an das jeweilige Reifenventil anschließen und Luftdruck ablesen. Solltest du durch Aufpumpen den Druck anpassen wollen, achte darauf, dass der Maximaldruck nicht überstiegen wird. Diesen kannst du an der Seite der Reifen ablesen.

Fahr im Winter besonders vorsichtig!

Auch wenn dein Fahrrad technisch für den Winter gerüstet ist: Das Radfahren bei Schnee und Eis bleibt eine Herausforderung. Selbst mit Winterreifen und Co. solltest du nicht so stark in die Pedale treten wie im Sommer. Der ADFC rät:

  • mehr Abstand halten als im Sommer
  • vorsichtig und frühzeitig bremsen
  • in Kurven weder bremsen noch treten
  • auf Glatteis den Lenker stillhalten und ausrollen lassen

ADFC

Der allgemeine Deutsche Fahrradclub versteht sich als Anwalt für Radfahrer in ganz Deutschland. In Zusammenarbeit mit Ländern, Städten und Kommunen arbeiten sie an der Verbesserung der Verkehrsbedingungen für Radfahrer. Den ADFC gibt es auch in Niedersachsen.

 

Lass ein Lichtlein brennen: Dynamo und Reflektoren

Beim Radfahren im Winter bist du viel im Dunkeln und bei schlechtem Wetter unterwegs. Da ist es für Fußgänger und Autofahrer leicht, dich zu übersehen. Mit ein paar einfachen Dingen kannst du das ändern:

Bei Matsch und Nässe springt ein Seitenläuferdynamo nicht immer an. Zuverlässiger sind da Nabendynamos – am besten mit Standlichtautomatik, damit man dich auch gut sehen kann, wenn du gerade an der Ampel stehst.

Fahrrad und StVO: So machst du dir den Verkehrspolizisten zum Freund

Die Straßenverkehrsordnung kennt keine Winterpause. Damit du bei der Verkehrskontrolle gut durchkommst, sind diese Dinge Pflicht:

  • Vorder- und Hinterradbremse, die unabhängig voneinander funktionieren
  • laute Klingel
  • Frontscheinwerfer mit Reflektor in Weiß
  • Großflächenrückstrahler, Rücklicht und kleiner Reflektor in Rot
  • zwei Speichenreflektoren pro Rad oder Reflektorstreifen in Gelb
  • Pedale mit je zwei gelben Rückstrahlern

Übrigens: Bis 2013 gab es in Deutschland noch die Dynamo-Pflicht. Ausschließlich auf batterie- oder akkubetriebene Beleuchtung zu setzen war bis dahin illegal. Heutzutage macht dir wegen Batterielampen keiner mehr einen Vorwurf. Voraussetzung: eine Mindestbeleuchtungsstärke von zehn Lux und eine Kontrollleuchte für den Batteriezustand.

ADFC

Im Zeitalter der LEDs gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um das Rad zu beleuchten. Zu viel Kirmes am Drahtesel ist aber auch nicht gut. Denn: “gesehen werden”, ist nicht gleich “erkannt werden”. Zu viele bunte Lichter, beispielsweise an den Speichen, sehen cool aus, sind aber nicht zwangsläufig sicherer. Wichtig ist: Vorne weißes, hinten rotes Licht.

 

Manchmal sind’s die kleinen Dinge: Sattel und Fahrradschloss

Da stehst du nun, hoch motiviert auch bei Schnee und Minusgraden mit dem Rad zu fahren, statt dich in den Bus zu quetschen. Bis zur Nasenspitze eingemummelt schwingst du dich auf dein Bike und … erstarrst vor Schreck, weil du dich gefühlt gerade auf einen Eisblock gesetzt hast. Wie kann ein Sattel nur so derartig kalt sein?! Der Gelsattel ist im Sommer super, wird im Winter aber steinhart und wirklich ar…kalt. Abhilfe schafft ein flauschiger Oldschool-Überzug aus Kunstfell. So ist es unterm Hintern auch im Winter warm und kuschelig weich.

Nachdem du den Kälteschock mit dem Fahrradsattel überwunden hast, lauert im Winter allerdings noch eine andere Falle: das Fahrradschloss. Stell dir vor, du willst abends nach Hause fahren, bekommst dein Fahrrad aber nicht von der Laterne, weil das Schloss eingefroren ist. Wie gut, wenn du dann ein Fläschchen mit Schlossenteiser aus der Jackentasche zaubern kannst!

Radfahren im Winter
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Geliebtes Rad

Du liebst dein Bike, bist unterwegs und hast trotz Fahrradschloss Angst vor Langfingern? Dann versichere es doch zusammen mit deinem Hausrat zu einem günstigen Preis. Mit dem Schutzbaustein Fahrraddiebstahl bekommst du den vollen Neupreis zurück – ganz egal, wann und wo dein Drahtesel geklaut wurde. Bei Fragen beraten wir dich gerne persönlich. Du kommst aus Bremen oder Bremerhaven? Hier findest du deinen Berater und alle Infos der ÖVB zur Hausratversicherung.

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