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Die erste eigene Wohnung: Woran du denken musst

Bei dir geht es zum Studium oder für die Ausbildung demnächst in eine neue Stadt? Aufregende Zeiten stehen dir bevor – inklusive der ersten eigenen Wohnung. Egal ob WG oder komplett eigene Bleibe, Sprüche wie „Solange deine Füße unter meinem Tisch stehen …“ bleiben dir nach dem Umzug garantiert erspart. Beim Abschied vom Hotel Mama musst du dich dafür dann allerdings selbst um einiges kümmern.

Die Wohnungssuche: Wo soll es hingehen?

Manchmal hat man keine Wahl: Wenn der Studien- oder Ausbildungsplatz schon feststeht, ist klar, wohin du umziehst. Ansonsten musst du dich erst einmal entscheiden, in welcher Stadt du eigentlich wohnen möchtest. Willst du lieber in der Nähe bleiben, wo du dich schon auskennst und schnell bei deinen Freunden in der alten Heimat bist? Oder hast du Lust, eine neue Stadt zu entdecken? Wenn du mehrere Optionen für dein Studium oder deine Ausbildung hast, schau dir die verschiedenen Städte doch einfach mal an. Wie wäre es mit einem kleinen Roadtrip durch Niedersachsen. Typische Studentenstädte sind zum Beispiel Hannover, Göttingen, Oldenburg, Osnabrück oder Braunschweig. Dort kann es allerdings ein bisschen schwieriger werden, eine passende Bleibe zu finden – die Konkurrenz ist groß. Starte also rechtzeitig mit der Wohnungssuche. Dafür musst du erst einmal ein paar Fragen klären:

  • Will ich alleine oder in einer WG wohnen?
  • Wie viel Miete kann ich zahlen? Unter wohnpreis.de findest du eine Übersicht für die verschiedenen Miethöhen in Niedersachsen.
  • Wie soll mein Stadtteil sein? Eher ruhig oder lieber mittendrin im Geschehen?
  • Brauche ich Balkon, Terrasse oder Garten?
  • Wie viel Platz brauche ich? Wie groß muss die Wohnung oder das WG-Zimmer sein?
  • Sollen Haustiere erlaubt sein?
  • Was ist mir sonst noch wichtig?

Wenn deine Must-haves stehen, kannst du dich an die Wohnungssuche machen. Das geht am besten über WG- und Wohnungsportale im Internet. Deine Favoriten solltest du schnell kontaktieren, und zwar mit einem netten Telefongespräch oder einer persönlichen Nachricht. Standard-Nachrichten sind ein No-Go. So hebst du dich von anderen Interessenten ab.

PORTALE ZUR WG-SUCHE

Es gibt viele Möglichkeiten, die perfekte Wohnung oder WG zu finden. Ob in Facebook-Gruppen oder entsprechenden Portalen. Folgende Portale könnten dir deine Suche erleichtern. Hier gibt es eine große Auswahl an Unterkünften. Viel Erfolg!

Die Wohnungsbesichtigung: Vermieter oder Mitbewohner überzeugen

Du hast es geschafft und einen Termin zur Zimmer- oder Wohnungsbesichtigung ergattert. Die Frage ist jetzt: Gehst du alleine hin oder nimmst du noch jemanden mit? Schwierige Entscheidung und definitiv abhängig von der Situation. Alleine wirkst du selbstständig, vergisst aber bei all der Aufregung um die erste eigene Wohnung möglicherweise auch wichtige Fragen. Auf Vermieter macht es möglicherweise einen guten Eindruck, wenn deine Eltern mit dabei sind. Wenn er sieht, dass sie dich bei deinen Umzugsplänen unterstützen, kann das deine Chancen auf die Wohnung erhöhen. Was auch für die Eltern im Schlepptau spricht: Sie haben einfach schon Erfahrung mit der Wohnungssuche und erkennen irgendwelche Macken an der Wohnung vermutlich besser als du.

Bei einer WG ist die Lage anders: Wer dort mit Mama und Papa auftaucht, disqualifiziert sich oft selbst. Die Superkatastrophe schlechthin: Deine Eltern versuchen, deine Chancen bei der WG zu erhöhen, indem sie vermeintlich lustige Geschichten über dich erzählen oder ständig erwähnen, wie ordentlich du bist. Peinlicher geht’s kaum. Wenn du dir ein WG-Zimmer anschaust und nicht auf eine zweite Meinung verzichten willst, nimm einen Freund oder eine Freundin mit. Gemeinsam solltet ihr darauf achten, ob das Zimmer und die Wohnung im Allgemeinen deutliche Mängel haben, ob sie zu dir und deinen Wünschen passt und wie die Mitbewohner so ticken. Nach der Wohnungsbesichtigung wird meist schnell klar, ob es sich um eine Niete oder einen Volltreffer handelt. Wenn du dich unwohl fühlst, lass es lieber. Mit der Wohnungssuche ist es oft ein wenig wie mit der Prinzessin und den vielen Fröschen, die geküsst werden müssen, bevor ein Volltreffer dabei ist. Deshalb lass dich nicht entmutigen, wenn du nach den ersten Besichtigungen das Gefühl hast, dass deine neue Stadt vornehmlich aus Bruchbuden besteht.

Der Mietvertrag: Rechtlich auf der sicheren Seite

Du willst, der Vermieter oder die Mitbewohner wollen auch – Zeit, den Mietvertrag für deine erste eigene Wohnung zu unterschreiben! Klingt nach langweiligem Papierkram, ist aber wichtig – und zwar nicht nur für den Vermieter. Der Mietvertrag sichert nämlich auch dich ab und schützt dich davor, plötzlich unerwartet auf der Straße zu stehen.

Deshalb solltest du ihn vor der Unterschrift gründlich durchgehen – im Zweifel auch gemeinsam mit deinen Eltern. Möglicherweise sind die bei deinem großen Schritt Richtung Selbstständigkeit ohnehin noch einmal gefragt. Als Student oder Azubi hast du leider im Normalfall nicht das dickste Portemonnaie. Um sich abzusichern, fordern deshalb manche Vermieter, dass deine Eltern für dich bürgen.

In einer WG gibt es unterschiedliche Varianten: Entweder jeder von euch hat einen eigenen Vertrag über sein Zimmer mit dem Vermieter. Oder es gibt einen Hauptmieter, mit dem du einen Untermietvertrag schließt. Vertragsabschlüsse per Handschlag sind vielleicht auf dem Hemmelsberger Pferdemarkt noch üblich, aber für dein WG-Zimmer solltest du auf jeden Fall etwas Schriftliches in der Hand haben und dich nicht auf mündliche Absprachen verlassen.

Fußbal liegt im Hausflus; im Hintergund eine zersprungene Glastür
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Haftpflichtversicherung für Studenten, Azubis und Berufsstarter

Mit der ersten eigenen Wohnung ändert sich auch oft deine Lebenssituation. Es beginnt ein Studium oder eine Ausbildung. Ob du dann noch über die Privathaftpflichtversicherung deiner Eltern versichert bist, muss genau geprüft werden. Wenn du deine Ausbildung abgeschlossen hast und ins Berufsleben startest, ist es unbedingt erforderlich, eine eigene Privathaftpflichtversicherung abzuschließen.

Hier findest du weitere Infos zur Privathaftpflichtversicherung der VGH und ÖVB (für alle aus Bremen und Bremerhaven).

Die erste eigene Wohnung einrichten: Was brauche ich alles?

Sobald du den Mietvertrag in der Tasche hast, kannst du im Kopf schon deine neue Wohnung oder dein neues Zimmer einrichten. Willst du die Wände streichen? Kannst du Möbel von zu Hause mitnehmen oder brauchst du neue? Gerade in Studentenstädten kannst du sicher auch einige Sachen gebraucht kaufen und so Geld sparen. Wenn du in eine WG ziehst, musst du dich um Dinge wie zum Beispiel Küchenutensilien oft nicht kümmern, weil das meiste schon da ist. Wohnst du aber demnächst alleine, sind wahrscheinlich mehrere Shoppingtouren nötig, bis du komplett ausgestattet bist. Aber kein Stress, du brauchst auch nicht alles direkt zum Einzug. Deine Azubi- oder Studentenwohnung kannst du auch nach und nach einrichten, sobald das Wichtigste da ist. Deinem Kontostand kommt das vermutlich auch entgegen. Die Kosten der ersten eigenen Wohnung, Miete, Essen, Möbel – was kostet das Leben eigentlich? Am besten besorgst du dir für die ersten Monate einen Haushaltsplan, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Hausratversicherung – Brauche ich sowas?

Die Hausratversicherung springt ein, wenn in deiner Studentenwohnung Möbel und andere Gegenstände beschädigt werden, zum Beispiel durch einen Brand oder einen Wasserrohrbruch. Auch bei Einbruchdiebstahl bekommst du Ersatz für die gestohlenen Dinge. Übrigens: Für alle bis 30 gibt es einen ermäßigten Tarif zur Hausratversicherung bei der VGH und ÖVB. Hier findest du die Infos zur Hausratversicherung der VGH und ÖVB (für alle aus Bremen und Bremerhaven).

Der Umzug: So klappt er stressfrei

Kurz vor dem Umzug heißt es Kisten packen. Das ist gleichzeitig die perfekte Gelegenheit, dich von Dingen zu trennen, die du nicht mehr brauchst. Deine Schulhefte aus der vierten Klasse und die Kastanienfiguren aus dem Kindergarten müssen nicht zwingend mit in die erste eigene Wohnung umziehen. Der große Tag läuft natürlich besonders entspannt, wenn man die Arbeit Profis, also einem Umzugsunternehmen, überlässt. Das kostet allerdings einiges und lohnt sich gerade bei der ersten eigenen Wohnung meist auch nicht. Denn so richtig viel Kram haben wohl die wenigsten beim Auszug aus ihrem Kinderzimmer. Mit einem Transporter von der Autovermietung und der Unterstützung deiner Freunde kannst du deinen Umzug meistens kostengünstig wuppen. Noch günstiger wird es, wenn es in deinem Freundeskreis jemanden mit Bulli oder Auto samt Anhänger und passendem Führerschein gibt, der dir hilft. Es schadet auch nicht, deine Eltern um Unterstützung zu bitten. Wenn sie selbst nicht mit anpacken wollen oder können, leihen sie dir stattdessen vielleicht das Familienauto. Vergiss das Werkzeug nicht, denn ein paar Heimwerker-Aufgaben fallen eigentlich immer an.

Junge Frau sitzt auf dem Boden ihrer leergeräumten Wohnung und packt Kartons ein.
Beim Umzug ist die Vorbereitung das A und O. Effizientes Kisten-packen gehört dazu.

Der Papierkram: Auf zum Amt

Du hast den Umzug gemeistert und die ersten Nächte in deiner Studentenbude verbracht. Jetzt wird es Zeit, dich bei der Meldebehörde in deiner neuen Stadt anzumelden. Dafür hast du nach dem Umzug zwei Wochen Zeit. Neben deinem Personalausweis brauchst du eine Bescheinigung des Vermieters, die sogenannte Wohnungsgeberbestätigung. Falls du ein Auto hast, musst du das bei der Kfz-Zulassungsstelle ummelden. Und natürlich brauchen nicht nur deine Familie und deine Freunde die neue Adresse: Alle wichtigen Firmen und Einrichtungen solltest du über deinen Umzug in die erste eigene Wohnung informieren, damit deren Post auch ankommt. Dazu gehören beispielsweise dein Handyanbieter und deine Bank.

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